Deutscher Automarkt bricht wegen Halbleiterkrise ein

Opel und Hyundai mit guter Performance

Deutscher Automarkt bricht wegen Halbleiterkrise ein
Der Opel Corsa-e an einer Wallbox. © Opel

Die deutschen Autobauer können sich über hohe Auftragseingänge freuen. Doch wegen der Halbleiterproblematik kann die Nachfrage nicht bedient werden. Als einzige deutsche Marke konnte Opel zulegen.

So gingen die Neuzulassungen nach den am Freitag veröffentlichten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) im August um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. In den ersten acht Monaten des Jahres liegt die Zahl der neu zugelassen Pkw bei 1,82 Millionen, ein Plus von 2,5 Prozent. Besonders stark eingebrochen ist der Markt der gewerblichen Neuzulassungen: er macht nur noch 63 Prozent aus, ein Rückgang von fast 22 Prozent. Der Privatkundenmarkt brach um 25,3 Prozent ein, sodass er nur noch rund 37 Prozent der Neuzulassungen ausmacht.


Als einzige deutsche Marke konnte Opel im August zulegen. Die Rüsselsheimer verzeichneten mit 10.245 Neuzulassungen ein Plus von 7,9 Prozent und einen Marktanteil von sechs Prozent. Die größten Rückgänge gab es für Mercedes (-50,0 Prozent). Dahinter folgen Ford (-45,8 Prozent), Mini (-41,6 Prozent) und Smart (-40,8 Prozent). Porsche büßte mit 1281 Neuzulassungen 25,2 Prozent ein und Audi musste mit 14.375 neu zugelassenen Pkw einen Rückgang von 12,4 Prozent hinnehmen.

Hyundai erfolgreichster Importeur im August

„Im ersten Halbjahr konnte sich der deutsche Pkw-Markt vom coronabedingten Einbruch des Vorjahres zwar erholen. Seit Jahresmitte sind jedoch deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Die negative Neuzulassungsentwicklung setzt sich nach einem schwachen Juli auch im August ungebremst fort. Dies ist Folge der aktuellen Produktionsengpässe; die Auftragsbestände entwickeln sich weiter positiv“, so Reinhard Zirpel, der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK).

Klare Form: der Ioniq 5. Foto: Hyundai

Bei den Importeuren war Hyundai mit einem Neuzulassungsanteil von 5,2 Prozent die stärkste Importmarke gefolgt von Skoda mit 5,0 Prozent. Die Koreaner konnten damit erstmals die Marke von fünf Prozent überschreiten. Per August konnten bundesweit 69.414 Fahrzeuge neu zugelassen werden, ein Plus von 15,4 Prozent im Jahresvergleichszeitraum.
„Nach wie vor profitieren wir von der sehr guten Vorplanung bei der Produktion und einer schnellen Verfügbarkeit unserer gesamten Modellpalette – insbesondere auch der Modelle mit alternativen Antrieben“, sagte Deutschlandchef Jürgen Keller. Hyundai konnte von den knapp über 10.000 Neuzulassungen im August 2180 reine E-Fahrzeuge absetzen. Das entspricht einem Marktanteil von 7,5 Prozent bei den reinen E-Autos.

Mit Blick auf die Antriebe waren 35,5 Prozent der Neuwagen waren mit einem Benzinmotor ausgestattet (68.598/-41,8 Prozent), 17,7 Prozent entfielen auf Dieselfahrzeuge (34.171/-50,8 Prozent). Stark zulegen konnten stattdessen Fahrzeuge mit alternativem Antrieb. Die Zahl der reinen Elektro-Pkw legte mit 28.860 Neuzulassungen um fast 80 Prozent zu. Fahrzeug mit Plug-in-Hybrid legten um über 31 Prozent auf rund 24.500 Neuzulassungen zu.

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