Deutscher Automarkt bricht um 19 Prozent ein

Neuzulassungen im Februar

Deutscher Automarkt bricht um 19 Prozent ein
Neuwagen auf einen Güterzeug in Seelze bei Niedersachsen. © dpa

Der deutsche Automarkt musste im Februar herbe Verluste hinnehmen. So brach die Zahl der Neuzulassungen nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) um 19 Prozent ein.

Insgesamt wurden nach Angaben der Flensburger Behörde im Vormonat 194.349 Pkw neu zugelassen. Während bei den gewerblichen Haltern die Neuzulassungen um 15,2 Prozent zurück gingen, lag der Rückgang bei Privatkunden bei 26,8 Prozent. In den ersten zwei Monaten des Jahres lag die Zahl der Neuzulassungen bei bei 364.103. Das entspricht einem Rückgang von 25,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


Die Steigerung bei den Elektroautos geht indes weiter. Mit 18.278 neu zugelassenen Elektro-Pkw lag der Zuwachs bei über 124 Prozent. Ihr Anteil am Gesamtmarkt beläuft sich damit auf 9,4 Prozent. Deutlich zulegen konnten auch die Fahrzeuge mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb. Mit 21.879 Neuzulassungen lag die Steigerung hier bei fast 162 Prozent. Rückläufig entwickelten sich die Zulassungen von Fahrzeugen mit Benzinmotor (-41,4 Prozent). Ihr Anteil liegt damit bei 37,7 Prozent. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 35 Prozent zurück, sie kommen nur noch auf einen Anteil von 25,4 Prozent.

Smart und Porsche im Plus

Unter den deutschen Marken erreichten Smart mit 1550 Neuzulassungen ein Zulassungsplus von 123,0), bei Mini lag es mit 3312 Neuzulassungen bei 18,6Prozent und bei Porsche mit 1797 Einheiten bei 3,6 Prozent. Rückgänge gab es bei Ford (-40,1Prozent), Mercedes (-28,3 Prozent), Opel (-11,3 Prozent) und Audi (-11,0Prozent) zweistellig ausfielen. VW büßte 9,7 Prozent ein, bleibt aber die anteilstärkste deutsche Marke. Bei den Importeuren konnte Skoda mit 6,2 Prozent den größten Marktanteil für sich beanspruchen.
Stärkstes Segment bleiben trotz der Rückgänge die SUVS mit einem Anteil von 22,2 Prozentvor der Kompaktklasse (18,6) und den Kleinwagen (14,3 Prozent).

„Der deutsche Pkw-Markt läuft erneut auf ein katastrophales Jahresergebnis zu. Ein Neuzulassungsminus von 25 Prozent wie in den ersten beiden Monaten, ist im weiteren Jahresverlauf kaum aufzuholen, auch wenn Händler alles unternehmen, um das Geschäft aufrecht zu erhalten“, sagte der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Reinhard Zirpel. „Entscheidend ist jetzt, dass der Autohandel zum Beginn des Frühjahrsgeschäfts wieder öffnen kann. Sehr große Verkaufsflächen in Relation zur täglichen Kundenzahl sowie bestehende Hygienekonzepte rechtfertigen für Autohäuser andere Lockdown-Szenarien als im übrigen Einzelhandel.“

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