Automarkt: Privatkunden kaufen wieder mehr Autos

Automarkt: Privatkunden kaufen wieder mehr Autos
Auslieferungsturm von Neuwagen von Volkswagen in Wolfsburg. © dpa

Der Automarkt in Deutschland musste im November einen Rückgang von drei Prozent hinnehmen. Dafür stieg die Zahl der privaten Neuzulassungen deutlich an.

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag mitteilte, wurden im Vormonat 290.150 Neuwagen neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Insgesamt wurde bis zum November in Deutschland 2,6Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, ein Minus von 21,6 Prozent.


Dafür stieg die Zahl der privaten Zulassungen nahm um 22,8 Prozent an, die der gewerblichen Zulassungen ging indes 14,7 Prozent zurück.

Stärkster Monat seit 2009 im Privatmarkt

„Wir verzeichnen damit den stärksten November im Privatmarkt seit 2009. Das ist bemerkenswert. Die Mehrwertsteuerreduzierung wirkt. Da sie Ende des Jahres ausläuft, nutzen offenbar noch zahlreiche Kunden die gute Gelegenheit. Die Privatkäufer sind seit der Jahresmitte die treibende Kraft für die Erholung des Pkw-Marktes“, sagte der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Reinhard Zirpel.

Deutliche Zuwächse konnten von den deutschen Marken Opel (+17,1 Prozent), Audi (+3,1 Prozent) und Mercedes (+0,5 Prozent) erzielen. Rückgänge mussten Smart (- 49,2 Prozent), VW (-18,4 Prozent) und Ford (-15,8 Prozent) hinnehmen. Bei den Importeuren konnten Zuwächse von mehr als 30 Prozent Tesla (+500 Prozent), Fiat (+42,7 Prozent) und Toyota (+33,1 Prozent erzielen. Renault kam auf ein Plus von 29,2 Prozent und Citroen von 28,6 Prozent. Skoda kam mit 17094 Neuzulassungen auf ein Plus von drei Prozent. Die VW-Tochter verzeichnete bei den Importeuren mit 5,9 Prozent den größten Neuzulassungsanteil verzeichnete.

Aufwärtstrend bei E-Autos

Der Aufwärtstrend bei den alternativen Antrieben setzte sich auch im November fort: Elektrofahrzeuge verzeichneten mit 28.965 Neuzulassungen ein Plus von 522,8 Prozent. Plug-in-Hybride kommen mit 30.621 Neuzulassungen auf einen Zuwachs von 383,4 Prozent.

„Wir rechnen damit, dass 2020 über 350.000 batteriebetriebene Elektroautos, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge neu zugelassen werden“, sagte Zirpel. „Damit wird 2020 zum Jahr des Durchbruchs der Elektromobilität in Deutschland.“ E-Autos kommen bislang auf einen Anteil von zwölf Prozent am Gesamtmarkt.

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