Vorbeugen zu Karneval hilft gegen längeren Kater

Verstärkte Alkoholkontrollen

Verkleidungen hinterm Steuer sind bußgeldpflichtig.
Verkleidungen hinterm Steuer sind bußgeldpflichtig. © HUK Coburg

Die fünfte Jahreszeit steuert unaufhaltsam auf den Höhepunkt zu. Damit der Kater nicht auch nach Aschermittwoch noch anhält, sollten Autofahrer für sich und den fahrbaren Untersatz von vornherein sorgen.

Spätestens ab Weiberfastnacht sind die Städte in den Karnevalshochburgen fest in Jeckenhand. Bei allem Frohsinn sollte man aber auch etwas Umsicht walten lassen, vor allem, wenn es um das Thema Auto geht.

Auto vor dem Umzug umparken

Schlängelt sich der Rosenmontagszug durch die eigene Straße, empfiehlt es sich, das Auto rechtzeitig umzuparken. Meist stellt die Stadt im Bereich des Umzugs ein paar Tage vorher temporäre Halteverbotsschilder auf. Drei Tage hat man für gewöhnlich Zeit zum Umparken, dann kann das Fahrzeug kostenpflichtig abgeschleppt werden. Ein sicherer Parkplatz verhindert auch, dass das Fahrzeug im Zuge der Feiern beschädigt wird, zum Beispiel durch alkoholisierte Vandalen.

In der Karnevalszeit ist an Verkleidungen so gut wie alles salonfähig. Allerdings nicht hinterm Steuer. Hüte, Perücken, dicke Brillen oder wallende Kostüme können die Sicht und Bewegungsfreiheit einschränken, ein Umstand, der bei einer Kontrolle ein Bußgeld zur Folge hätte. Besser also, man legt Masken, Pappnasen und andere Utensilien vor der Autofahrt ab.

Ab 0,3 Promille droht Führerscheinentzug

Es ist kein Geheimnis, dass die Polizei während Karneval, Fasching oder Fastnacht verstärkt Autofahrer auf Alkohol am Steuer kontrolliert. Fahren unter Alkoholeinfluss wird mit saftigen Strafen geahndet: Schon ab 0,3 Promille kann der Führerschein weg sein. Es drohen Punkte und Bußgeld, wenn der Fahrer Auffälligkeiten zeigt und zum Beispiel Schlangenlinien fährt, warnt der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD). Für Fahranfänger in der Probezeit und Unter-21-Jährige gilt eine noch striktere Regel beim Autofahren, nämlich die Null-Promille-Grenze.

Finger weg vom Steuer heißt es übrigens auch für den Tag danach. Denn wer an den bunten Tagen zu tief ins Glas schaut, hat auch am nächsten Morgen bei vermeintlich klarem Kopf noch Restalkohol im Blut. Als Faustregel gilt: Ein gesunder Körper baut in einer Stunde etwa 0,1 Promille Alkohol ab. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.