Kalifornien verbietet ab 2035 Verbrenner

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom. © ich Pedroncelli/AP/dpa

Kalifornien wird ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen erlauben. Damit will der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat die Autoabgase drastisch reduzieren.

„Dies ist der wirksamste Schritt, den unser Staat im Kampf gegen den Klimawandel machen kann“, teilte Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch mit. Er machte deutlich, dass die Anordnung auch für Lastwagen gelte.


Es sei schon viel zu lange zugelassen worden, dass Autos mit ihren Abgasen die Luft verpesteten. Der Transportsektor sei derzeit für mehr als 50 Prozent des Treibhausgasausstoßes in Kalifornien verantwortlich.

Benziner und Diesel sollen langsam verschwinden

Benziner und Dieselwagen sollen durch die Regelung nach und nach verschwinden. Kalifornien leidet durch die hohe Smog-Belastung in Metropolen wie Los Angeles und Waldbrände stark unter schlechter Luftqualität und gilt als Vorreiter in Sachen Klimaschutz.

Wegen der Regulierung von Autoabgasen liefert sich der Bundesstaat seit Jahren einen Machtkampf mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump, die eine eigentlich bereits beschlossene Verschärfung der Emissionsstandards auf Bundesebene zurückgedreht hat. Für die Autoindustrie ist Kalifornien als größter US-Automarkt sehr wichtig.

Lob von Greeenpeace

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte die Ankündigung. „Die Verkehrswende kommt. Wenn nach Ländern wie Frankreich und Großbritannien jetzt auch Kalifornien, die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt, Diesel und Benziner ausrangiert, dann müssen die deutschen Hersteller reagieren“, sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. „Wenn VW, Daimler und BMW künftig noch eine Rolle als Anbieter moderner Mobilität spielen wollen, müssen sie sich viel schneller vom Verbrenner verabschieden. Wer jetzt noch weiter Autos mit Verbrennungsmotor entwickelt, handelt wirtschaftlich fahrlässig und mitten in einer Klimakrise ignorant.“, fügte er hinzu. (AG/dpa)

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