Indian Chief: Drei neue Versionen zum Jubiläum

Indian Chief: Drei neue Versionen zum Jubiläum
Indian bietet zum Geburtstag gleich drei neue Modelle der Chief-Baureihe an. © Indian

Die Indian Chief wurde vor 100 Jahren erstmals präsentiert. Aus Anlass dieses Jubiläums bringt die US-Motorradmarke drei neue Versionen auf den Markt.

Angetrieben werden sie von einem luftgekühlten V2-Motor mit 1.890 Kubikzentimeter Hubraum; dem Thunderstroke 116. Sein Drehmoment ist mit 162 Newtonmetern bei lediglich 3.200 U/min so hoch, dass die Leistung fast nachrangig wird. Der fette V2 zieht in jedem Drehzahlbereich mächtig an.


Die Leistung des EU5-konformen Triebwerks der Indian liegt bei 88 PS. Zudem wurde bei allen drei Versionen abgespeckt: Statt knapp 380 wiegen sie zwischen 304 und 335 Kilo.

Alle Chiefs mit neuem Stahlrohrrahmen

Alle drei Chief-Versionen haben einen neuen Stahlrohrrahmen als Rückgrat; mit fast 1,63 Metern ist der Radstand beträchtlich. Dafür fällt die Sitzhöhe mit rund 66 Zentimetern ausgesprochen gering aus. Die Räder werden von konventionellen Telegabeln vorne und von zwei Federbeinen hinten geführt. Gebremst wird vorne und hinten mit je einer Scheibenbremse, deren Durchmesser 30 Zentimeter beträgt. Die Baureihe ist bei weitem nicht mehr so massig wie bislang; entsprechend sollen sich die Fahrzeuge leichter und agiler fahren. Zudem sind sie wesentlich günstiger geworden.

Die Chief Dark Horse (ab 17.990 Euro) weist Aluminiumguss-Räder auf; vorne 19 Zoll groß, hinten 16 Zoll. Zudem sind ein breiter Drag Bar Lenker und mittig montierte Fußrasten montiert. Die Halterung des LED-Scheinwerfers ist betont schlank ausgeführt, die Auspuffanlage in Schwarz gehalten. Die recht „pur“ gehaltene Chief Dark Horse wiegt mit vollem 15,1-Liter-Tank 304 Kilogramm.

Bober-Version wiegt 315 Kilo

Die 315 Kilo wiegende Chief Bobber Dark Horse rollt, ihrem Namen entsprechend, auf kleineren, dafür deutlich dickeren Rädern. Vorne wie hinten ist ein 16-Zoll-Drahtspeichenrad montiert. Die Bobber-Version weist einen Lenker vom Typ Mini-Ape auf, die Fußrasten sind nach vorne verlegt. Chief Dark Horse und Chief Bobber Dark Horse werden serienmäßig mit einem Solo-Bobber-Sitz ausgerüstet.

Die Super Chief Limited soll die Rolle des Tourers in der neuen Modellreihe spielen. Sie weist eine abnehmbare Windschutzscheibe sowie schwarze Leder-Satteltaschen auf; ihr Sitz ist als tourengerechter Zweisitzer ausgelegt. Hinzu kommen Trittbretter und ein traditioneller Cruiser-Lenker. Auch bei ihr gibt es 16 Zoll-Drahtspeichenräder, außerdem einen großen, verkleideten LED-Scheinwerfer. Der Auspuff ist verchromt. Die Super Chief Limited bringt 335 Kilo auf die Waage.

Alle drei neuen Chief-Versionen weisen drei Fahrmodi, ein schlüsselloses Startsystem, eine Geschwindigkeitsregelung sowie ein Konnektivitätssystem auf, das außer Telefon- und Musikfunktionen auch eine Kartennavigation umfasst. Die TFT-Displays mit Touch-Funktion sind als Rundinstrumente mit 10 Zentimetern Durchmesser ausgelegt. (SP-X)

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