Hyundai i20 gebraucht: Nur nicht bremsen

Nachfolger des Getz

Der Hyundai i20 zeigt sich bei den Bremsen nicht immer zuverlässig. © Hyundai

Mit dem Getz stieg Hyundai vor 14 Jahren ins Kleinwagensegment ein. Der Nachfolger i20 bereitete zu Anfang nicht nur Freude.

Ein Kleinwagen aus Korea für Europa: Hyundai gelang mit dem Getz im Jahr 2002 ein echter Verkaufserfolg. Der Nachfolger i20 setzte das fort und war zudem deutlich interessanter gestaltet. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) jedoch macht der i20 nicht nur Freude. Und auch die Pannenhelfer des ADAC haben eine Schwachstelle ausgemacht.

Bremsen und Batterie Schwachpunkte beim Hyundai i20

Hauptproblem bei der HU sind laut dem «TÜV Report 2015» die Bremsen. Höher als der Durchschnitt liege die Mängelquote nicht nur bei der Betriebs- sondern auch bei der Feststellbremse. Zudem seien die Bremsscheiben anfällig, moniert die Zeitschrift. Ansonsten fällt lediglich die Lichtanlage bei dreijährigen Exemplaren öfter negativ auf.

Der ADAC musste häufiger ausrücken, weil die Batterie des i20 offenbar zu schwach dimensioniert ist. Insbesondere jüngere Fahrzeuge der Baujahre 2009 bis 2012 blieben öfter wegen eines entladenen Akkus liegen. Weitere Probleme gab es mit dem Zündkabel und mit feuchten Zündkerzen. Bei Fahrzeugen des Baujahres 2012 machte auch die Lambdasonde gelegentlich Ärger. 2013 wurde das laut den Pannenhelfern jedoch behoben.

Hyundai i20 seit 2009

Seit dem Jahr 2009 ist der VW-Polo-Konkurrent Hyundai i20 auf dem Markt, 2012 wurde er zuletzt überarbeitet. Wer sich für den Getz-Nachfolger begeistern kann, bekommt wahlweise ein dreitüriges oder fünftüriges Auto mit recht sparsamen Motoren, die allerdings nicht gerade wegen ihrer sportlichen Qualitäten berühmt sind. Das Fahrwerk indes gilt als fein abgestimmt und durchaus auf einem Niveau mit der deutschen Konkurrenz.

Das Motorenangebot des i20 ist nicht besonders umfangreich, bietet aber mit einem 1,6-Liter-Benziner immerhin bis zu 93 kW/126 PS. Kleinster Ottomotor ist der 1,2-Liter mit 57 kW/78 PS, der ab 2012 63 kW/86 PS leistete. Bei den Dieseln gibt es seit dem Baujahr 2012 nur noch die Motorisierung blue 1.1 CRDi mit mageren 56 kW/75 PS, die aber mit einem geringen Normverbrauch von 3,2 Litern glänzt (CO2-Ausstoß: 84 g/km). Zuvor gab es auch deutlich kräftigere 1,6- und 1,4-Liter-Modelle, die mit 85 kW/116 PS und 66 kW/90 PS aufwarteten und den kleinen Selbstzünder vor allem dank ihres höheren Drehmoments abhängen.

Hyundai i20 ab 5200 Euro

Den Einstieg bei dem koreanischen Kleinwagen markiert auf dem Gebrauchtmarkt der Hyundai i20 1.2 Classic, der aus dem Baujahr 2009 laut Schwacke-Liste rund 5200 Euro kostet. Die durchschnittliche Laufleistung beträgt dann 68.000 Kilometer.

Ein i20 1.4 Style (74 kW/101 PS) des Baujahrs 2013 schlägt noch mit etwa 11.450 Euro zu Buche (20.000 Kilometer), der nur bis 2010 angebotene i20 1.6 Style sollte aus seinem letzten Baujahr für 8350 Euro als Dreitürer zu haben sein (56.000 Kilometer). Die kräftige Diesel-Version i20 1.6 CRDi von 2010 listet Schwacke mit 6650 Euro (82.400 Kilometer). (dpa/tmn)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.