BMW zeigt X5 als Diesel-Hybrid

In drei Jahren serienreif

BMW X5 Active Hybrid © Foto: BMW

BMW versucht sich am Diesel-Hybrid. In Genf wird zunächst eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Serienreife wird erst in zwei oder drei Jahren erwartet.

BMW stellt beim Genfer Autosalon eine Diesel-Hybridstudie auf Basis des großen Geländewagens X5 vor. In dem Konzeptfahrzeug, das weitere Möglichkeiten des Technologiebaukastens «Efficient Dynamics» demonstrieren soll, sind ein 2,0 Liter großer Vierzylinder-Turbodiesel und ein Elektromotor miteinander kombiniert. Zusammen mit Detailänderungen werde dadurch das Sparpotenzial beim Verbrauch bis an die Grenzen des in diesem Fahrzeugsegment Machbaren verringert, teilt der Autohersteller in München mit.

6,5 Liter auf 100 Kilometern

Im Schnitt kommt die X5-Studie laut BMW auf einen Verbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometern. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 172 Gramm pro Kilometer. Da das Verbrauchs- und CO2-Werte eines Autos der Kompaktklasse sind, sei die X5-Studie das mit Abstand effizienteste Fahrzeug im SUV-Segment, heißt es bei BMW.

Der Common-Rail-Diesel kommt auf 150 kW/204 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmetern (Nm). Die 15 kW/20 PS starke E-Maschine mit maximal 210 Nm dient laut BMW zur Unterstützung des Verbrennungsmotors beim Beschleunigen. Vollelektrisches Fahren ist nicht möglich. Außerdem wird mit dem E-Motor beim Bremsen Energie zurückgewonnen. Weitere Komponenten zur Effizienzsteigerung sind ein Start-Stopp-System, eine Achtgang-Automatik sowie Solarzellen auf dem Dach. Sie erzeugen Strom zur Vorwärmung des Getriebeöls. Dadurch wird nach dem Start die Warmlaufphase verkürzt.

Premiere im 7er

Die sogenannte Mild-Hybrid-Variante des X5 wird nach Angaben eines BMW-Sprechers aber so nicht in Serie gehen. Bei dem auf der Messe in Genf vom 6. bis 16. März vorgestellten Fahrzeug handle es sich um eine Machbarkeitsstudie der «Efficient Dynamics»-Komponenten. Es werde zwei bis drei Jahre dauern, bis BMW die Mild-Hybrid-Technologie zum ersten Mal in einer Oberklasse-Limousine einsetzt.

Da demnächst beim 7er der Generationswechsel ansteht, wird die Premiere in diesem Modell erfolgen. Dem Sprecher zufolge wird der nächste 7er allerdings ein Mild-Hybrid-System mit einem Benziner erhalten: Bei Ottomotoren sei das Effizienzpotenzial generell größer als bei Dieselmotoren. (dpa/gms)