Sattes Plus

Europäischer Pkw-Markt

Firmenauto_Klassiker: der VW Passat © Foto: Volkswagen

In Europa boomt der Pkw-Markt. Während die Märkte in Deutschland und auch besonders in Russland teilweise heftige Absatzverluste meldeten, profitieren andere europäische Länder noch von staatlichen Förderprogrammen.

Der europäische Pkw-Markt ist mit einem satten Plus ins neue Jahr gestartet: 1,09 Millionen Autos wurden im Januar neu zugelassen, gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 13 Prozent. Von dem Zuwachs konnten bis auf Deutschland auch die großen Märkte Frankreich, Großbritannien und Italien profitieren, die im Gegensatz zu Deutschland immer noch von staatlichen Förderprogrammen profitieren.

Zuwächse bei VW, Ford und Opel

In Deutschland wurden nach Angaben des europäischen Herstellerverbandes ACEA 181.189 Pkw verkauft, was einem Rückgang um 4,3 Prozent entspricht. Auf dem größten europäischen Markt in Italien rollten 206.341 Einheiten zu den Kunden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Anstieg um 30,2 Prozent. In Großbritannien stiegen die Neuzulassungen um 29,8 Prozent auf 145.479 Einheiten und in Frankreich um 14,3 Prozent auf 171.478 Pkw.

Meistverkaufte Marke war auch im Januar 2010 VW mit 119.391 Einheiten und einem Plus gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,8 Prozent. Auch Ford konnte einen Zuwachs einfahren und steigerte die Neuzulassungen um 4,6 Prozent auf 92.613 Einheiten. Der Absatz von Opel kletterte um 4,7 Prozent auf 67.885 Pkw und der von BMW um 0,5 Prozent auf 36.879 Einheiten. Mercedes und Smart mussten hingegen einen Rückgang hinnehmen: Insgesamt rollten 34.909 Pkw mit dem Stern neu auf die Straße, das entspricht einem Minus von 13,4 Prozent. Die Verkäufe von Smart fielen um 28,2 Prozent auf 5033 Einheiten.

Guter Monat weltweit

Insgesamt konnten die deutschen Autobauer in Europa punkten. 401.399 Einheiten bedeuten ein Plus von 3,87 Prozent. Die französischen Hersteller legten um 30,27 Prozent auf 245.686 Einheiten zu und die japanischen um 4,21 Prozent auf 137 .97 Einheiten.

Auch weltweit war der Januar für die Automärkte ein guter Monat. In den USA wurden nach Angaben des Verband der Automobilindustrie (VDA) 695.700 Pkw und Light Trucks neu zugelassen. Das sind sechs Prozent mehr als im Januar 2009. In Japan stieg der Absatz um rund ein Vierteil auf 320.000 Einheiten, in China wurden mit 1,1 Millionen Neuzulassungen 121 Prozent mehr Fahrzeuge an Kunden übergeben. Auf dem Wachstumsmarkt Indien rollten im Januar 187.600 Pkw neu auf die Straße, ein Plus von 36,6 Prozent. Lediglich in Russland blieb die Nachfrage gering: Dort wurden 74.100 Autos verkauft und damit 37,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. (mid)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.