Porsche baut 911er-Reihe weiter aus

Der Porsche GT3 © Foto: dpa

Porsche plant noch mindestens drei Varianten der 911er-Reihe. Den Anfang macht der GT3, der auch für die Rennstrecke konzipiert wurde.

Porsche baut die 911er-Reihe weiter aus und plant noch mindestens drei Varianten des Sportwagens. Das hat der Stuttgarter Autohersteller bei einer Präsentation in Verona in Italien angekündigt.

Knapp 14 Sekunden bis zur 200er-Grenze

Den Anfang macht der 911 GT3, der von Mai an für Preise ab 108.083 Euro verkauft wird. Der für Rennstrecke wie Straßenverkehr entwickelte Wagen wird von einem 3,6-Liter-Boxermotor angetrieben, der auf 305 kW/415 PS kommt und bis zu 405 Newtonmeter an die Hinterachse bringt. Damit beschleunigt der Sportwagen laut Hersteller in 4,3 Sekunden auf 100 Stundenkilometer (km/h). 9,2 Sekunden später liegen 200 km/h an, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 310 km/h.

Dazu gibt es laut Porsche ein neu abgestimmtes Fahrwerk sowie ein kürzer abgestuftes Sechsganggetriebe und eine Traktionskontrolle. Außerdem hat Porsche die Karosserie aerodynamisch optimiert: Vorne besitzt der GT3 größere Kühllufteinlässe und einen markanten Luftausströmer, auf dem Heck thront ein großer Doppelflügel. Zur besseren Luftzirkulation sind auch die Stoßfänger mehrfach durchbrochen und die beiden Auspuff-Endrohre in die Mitte gerückt.

Türen und Hauben aus Aluminium

Um Gewicht zu sparen, bekommt der GT3 nach Angaben des Herstellers Türen und Hauben aus Aluminium sowie zwei dünne Schalensitze. Außerdem wird auf eine Rückbank verzichtet. Auf Wunsch gibt es auch ein «Clubsport»-Paket mit einem zum Sicherheitskäfig erweiterbaren Überrollbügel, Feuerlöscher und Sechspunkt-Sicherheitsgurte.

Dem GT3 soll Ende Juni der neue 911 Turbo folgen, der laut Porsche ab 133 603 Euro kosten wird. Im Vergleich zum Vorgänger soll der erstmals bei einem Benziner mit variabler Turbinengeometrie bestückte Turbomotor um rund 15 Prozent zulegen und 353 kW/480 PS erreichen. Gleichzeitig steigt das Drehmoment auf 620 Newtonmeter (Nm).

Targa kehrt zurück

Auf Wunsch gibt es laut Porsche zudem einen «Overboost», mit dem kurzzeitig der Ladedruck steigt und das Drehmoment um 60 Nm angehoben wird. Auch ohne diese Hilfe braucht der Allrad-Sportwagen mit Schaltgetriebe 3,9 Sekunden bis Tempo 100 und erreicht 200 km/h nach 12,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h.

Damit ist die Modellpalette aber noch nicht komplett. So wird es nach Informationen aus Unternehmenskreisen auch in der intern als Generation 997 geführten Baureihe wieder einen Targa mit Glasdach geben. Mit dessen Debüt wird noch für dieses Jahr gerechnet. Außerdem seien ein neuer GT2 sowie ein Turbo-Cabrio «in der Pipeline». (dpa)