«Der Geldsack wird sehr populär»

Gerhard Plattner © Foto: Werk

Wo Gerhard Plattner auf seiner Spritspar-Tour im Skoda Roomster auch hinkommt, ist das Interesse riesengroß. Ein wichtiges Utensil ist bereits richtig berühmt geworden, wie der Österreicher in seinem Tagebuch berichtet.

Von Gerhard Plattner

Endlich habe ich einmal Gelegenheit gehabt, die Langstrecken-Vorzüge meines Skoda Roomster 1.4 TDI voll auszukosten. Satte 1190 Kilometer habe ich mit einer Tankfüllung zurückgelegt, bevor ich in Warschau dann doch an die Zapfsäule gerollt bin. Ich hatte Ihnen ja berichtet, dass der geplante Stopp in der Ukraine ausfallen musste. Und auch nach dieser langen Strecke war der 55-Liter-Tank noch immer nicht leer. Ich hätte locker noch 100 Kilometer weiter fahren können. Am Wochenende bin ich dann weiter nach Norden gefahren und habe die baltischen Staaten durchquert. Derzeit mache ich in Estland Station.

Verbrauch sinkt weiter

12.991 gefahrene Kilometer weist der Tachostand aus. Damit liegen noch rund 3000 Kilometer vor mir. Der Verbrauch ist noch weiter gefallen. Aktuell hat der Wert die 4,5 Liter-Marke pro 100 Kilometer unterschritten. Dabei kommt mir zugute, dass die Hitzewelle das Baltikum nicht oder noch nicht erreicht hat. 22 Grad sind es derzeit in Tallinn, da kann man es im Auto noch gut ohne Klimaanlage aushalten. Und das spart Treibstoff. Zudem sind die Straßen hier in den baltischen Straßen traumhaft. Ich muss allerdings einräumen, dass ich inzwischen mit einem kleinen Trick arbeite. Ich bin an den letzten Tagen immer schon um zwei Uhr morgens losgefahren. Da ist wenig Verkehr auf den Straßen. Da ist man allein; sonst ist so viel Verkehr. Und ich kann es rollen lassen, wie ich will.

Geldsack mit auf dem Zimmer

Abgesehen vom Verbrauch werde ich ihnen weitere Daten jetzt nicht mehr verraten. Sonst wäre das Gewinnspiel auf Autogazette.de doch zu einfach. Erraten Sie auf den Cent genau, viele Geld ich von meinem 1000-Euro-Startguthaben am Ende der Tour noch übrig habe und sacken Sie wertvolle Preise ein. Den letzten konkreten Wert finden Sie in meinem Tagebucheintrag vom Freitag.

Apropos Geldsack: Das Utensil wird wohl sehr populär. Auch im Baltikum ist das Medieninteresse an der Spritspar-Tour riesig. Und überall werde ich auf den Sack angesprochen. Ich muss ihn auch immer vorzeigen. Ich versichere Ihnen, dass ich den Sack immer bei mir habe. Auch wenn die Hotels, in denen ich übernachte, durchwegs einen bewachten Parkplatz haben: der Sack verbringt die Nächte bei mir im Zimmer.

Es wird spannend

Am Dienstag wird es nun richtig spannend. Dann geht es an die russische Grenze. Eine bestimmte Wartezeit haben wir zwar in unserem Zeitplan vorgesehen. Doch nach den Erfahrungen an der ukrainischen Grenzstation bin ich da auf das schlimmste eingestellt. Ich rechne auf jeden Fall mit einem längeren Aufenthalt an der Grenze. Wie lange ich dort tatsächlich stehen werde und wie der Empfang in St. Petersburg ist, das verrate ich Ihnen am Mittwoch.