Hermes: Mit Lastenrädern auf der letzten Meile

Green Delivery

Hermes: Mit Lastenrädern auf der letzten Meile
Hermes setzt in Berlin auch auf den Einsatz von Cargo-Bikes. © Hermes

Der Online-Handel boomt – und damit sind auch immer mehr Auslieferungsfahrzeuge unterwegs. Der Logistiker Hermes setzt in Berlin nun auf E-Transporter und Lastenräder.

In den Stadtgebieten Schöneberg, Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Tiergarten, Mitte und Regierungsviertel sind die Hermes-Paketboten nur noch mit 14 E-Transportern und 28 Lastfahrädern unterwegs.


220 Tonnen CO2 sollen pro Jahr durch den Verzicht auf konventionell angetriebene Fahrzeuge eingespart werden. Green Delivery wird auch für die Logistikbranche immer wichtiger, da in immer mehr Städten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge drohen. Rund 2,5 Millionen Sendungen will Hermes in diesen innenstädtischen Gebieten der Hauptstadt jährlich an die Kunden ausliefern.

Kleine Verteilzentren

Angelpunkt der emissionsfreien Strategie sind drei kleine Verteilerzentren im Innenstadtbereich der Hauptstadt. Diese „Microhubs“ genannten Depots erhalten die Pakete von großen Verteilerstationen. Noch erfolgt dieser Zustellungsweg mittels herkömmlicher Lkw, doch kurzfristig will Hermes auch hier elektrische Lkw einsetzen. In den Microhubs werden die E-Transporter und Lastenräder anschließend beladen und zur Auslieferung fertig gemacht.

In den verkehrsintensiven Gebieten kommen überwiegend Lastenräder zum Einsatz. Sie sind hier aufgrund der Verkehrsdichte und der geringen Verkehrsgeschwindigkeit schneller unterwegs als Transporter. Die Fahrer der E-Bikes absolvieren im Schnitt Tourenlängen von jeweils 6 bis 8 Kilometer und transportieren jeweils rund 120 bis 130 Sendungen täglich.

Akku-Wechselstationen

Unterwegs stehen Akku-Wechselstationen bereit, so dass Akkus bei Bedarf schnell getauscht werden können. Die Cargo-Velos verfügen über einen abnehmbaren Transportcontainer. Diese kommen für die einzelnen Touren fertig gepackt zu den Microhubs und werden nur noch auf die Fahrräder geladen. Das spart neben Zeit vor allen Dingen Platz.

Eine Herausforderung für Hermes besteht darin, geeignete und günstige Flächen für die kleinen Depots zu finden. Innerstädtisch konkurriert das Logistikunternehmen mit Investoren für Mietwohnungen. Hermes Green Delivery bleibt nicht auf Berlin beschränkt. Städte wie Dresden, Leipzig, Erfurt und Mainz folgen. (SP-X)

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