US-Präsident Trump droht Harley-Davidson

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US-Präsident Donald Trump kündigt GM Konsequenzen an. © dpa

Harley-Davidson will wegen des Handelsstreits zwischen den USA und Europa Teile der Produktion ins Ausland verlegen. Das missfällt Donald Trump.

Deshalb lässt der US-Präsident mit seiner Kritik an der amerikanischen Traditionsfirma Harley-Davidson nicht locker. Nach der Entscheidung des Motorradbauers, Teile der US-Produktion ins Ausland zu verlagern, will Trump nun offenbar Konkurrenten ins Land holen.


„Meine Regierung arbeitet mit anderen Motorrad-Firmen zusammen, die in die USA ziehen wollen“, twitterte er am Dienstag. Das Unternehmen äußerte sich zu der Ansage zunächst nicht.

Trump: Harley-Kunden nicht glücklich

Zudem bekräftigte Trump erneut, dass Harley-Kunden mit der Produktionsverlagerung nicht glücklich seien. Er verwies dabei auf die Verkaufszahlen des Herstellers, die 2017 um sieben Prozent gesunken seien. Harley-Davidson hatte im Zuge des Handelsstreits zwischen den USA und der EU angekündigt, einen Teil seiner Produktion aus den USA abzuziehen, um zusätzliche Zölle zu umgehen und so eine Preiserhöhung für Kunden in Europa zu vermeiden.

Harley hatte mitgeteilt, dass die Anhebung der EU-Zölle von bisher 6 auf 31 Prozent ein Motorrad von Harley-Davidson in Europa im Schnitt um 2200 Dollar teurer machen würde. Bis die Verlagerung der Produktion binnen 9 bis 18 Monaten über die Bühne geht, werde Harley-Davidson diese Kosten selbst tragen, hieß es. Das bedeute allein für den Rest dieses Jahres eine Belastung von voraussichtlich 30 bis 45 Millionen Dollar. (AG/dpa)