Hamburg Vorreiter bei Elektromobilität

Hamburg Vorreiter bei Elektromobilität
Der iX3 ist nach dem i3 das zweite Elektromodell der Kernmarke BMW © Daniel Kraus/BMW

Nach Zahl des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) sind in Hamburg die meister Elektroautos unterwegs. Dahinter folgen Baden-Württemberg und Berlin.

Zum 1. Oktober entfielen in der Hansestadt auf Elektroautos und Plug-in-Hybride 1,26 Prozent aller Pkw, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht.


Dahinter folgen mit je 1,08 Prozent Baden-Württemberg und Berlin. Die niedrigsten Anteile gibt es in Sachsen-Anhalt mit 0,39, Mecklenburg-Vorpommern mit 0,41 und Sachsen mit 0,49 Prozent.

Der deutsche Durchschnittswert liegt bei 0,87 Prozent. Damit ist etwa jeder 116. Pkw ein Elektroauto oder Plug-in-Hybrid. In Hamburg ist es einer von 80, in Sachsen Anhalt einer von 258. Bundesweit waren zum 1. Oktober 221 968 reine Elektroautos und 194 789 Plug-in-Hybride zugelassen. Die Zahlen steigen dank der erhöhten Förderung derzeit schnell an.

Nachfrage nach E-Autos normalisiert sich

Nach Einschätzung des Neuwagenkauf-Portals Carwow normalisiert sich die E-Auto-Nachfrage nach einem zuletzt deutlichen Anstieg derzeit wieder. Heute interessierten sich 50 Prozent der Käufer für Benzinautos und je ein Sechstel für Elektro-, Hybrid- und Dieselautos, sagte Carwow-Chef Philipp Sayler von Amende der Nachrichtenagentur dpa in München. «Dieser Trend scheint sich hier eingependelt zu haben, deshalb würde ich davon ausgehen, dass die Nachfrage in nächster Zeit auf unserem Vergleichsportal in etwa so bleiben wird.»

Das Portal zählt monatlich 3,5 Millionen Besuche von potenziellen Autokäufern, die ihr Wunschfahrzeug konfigurieren können und dann Angebote von deutschen Vertragshändlern erhalten.

Lieferzeiten verkürzen sich

Der Skoda Superb iV ist mit einem Plug-in-Hybrid unterwegs. PHEVs sind bei den Kunden beliebt. Foto: Skoda

Die mitunter sehr langen Lieferzeiten von E-Autos dürften sich ebenfalls normalisieren, sagte Sayler von Amende und nannte vier Gründe: Die Industrie sei im Sommer von dem Run – durch die sehr hohe, aber zunächst bis Jahresende befristete deutsche Kaufprämie befeuert – überrascht worden und habe jetzt reagiert.

Die Lieferketten liefen besser. Die Verlängerung der Kaufprämie bis 2025 habe den Druck herausgenommen. Außerdem verteile sich die Nachfrage auf mehr E-Modelle, weil laufend neue auf den Markt kämen. «Die E-Auto-Kaufstimmung ist auch weiterhin sehr gut, nur wird sie sich aller Voraussicht nach etwas entspannen, was wir auch in den letzten Monaten beobachten konnten», sagte der Carwow-Chef. (dpa)

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