Risikobereite junge Autofahrer

Umfrage von Goodyear

Junge Autofahrer in Deutschland sind schneller unterwegs.
Rund 15 Prozent der jungen Autofahrer in Deutschland setzen auch noch den Mittelfinger ein. © Goodyear

Die jüngeren Autofahrer in Deutschland scheuen im Straßenverkehr weniger das Risiko als andere europäische Fahranfänger. Dagegen halten sich die Deutschen bei der Anwendung physischer Gewalt zurück.

Junge Autofahrer in Deutschland sind im Straßenverkehr risikobereiter als die Fahranfänger in anderen europäischen Ländern. Nach einer vom Reifenhersteller Goodyear in Auftrag gegebenen Umfrage unter 6400 Autofahrern im Alter von 18 bis 25 Jahren aus 15 europäischen Ländern geben die Deutschen besonders vor einer gelben Ampel noch einmal kräftig Gas.

Junge Deutsche geben Gas

Rund 85 Prozent der 400 in Deutschland befragten Teilnehmer drücken den rechten Fuß gerne runter. Durchschnittlich sind in Europa 73 Prozent auf diese Weise unterwegs.

Das Gaspedal reizt auch sonst besonders die jungen Deutschen. Rund 68 Prozent sind zu schnell unterwegs, zwei Prozentpunkte mehr als im europäischen Durchschnitt.

Junge Deutsche weniger aggressiv

Große Diskrepanzen gab es beim Beachten der Verkehrsschilder und dem Setzen des Blinkers. Während in Deutschland fast jeder Zweite nicht auf die Schilder achtet, sind es in Europa 39 Prozent, beim Blinkersetzen lautet das Verhältnis 46:37 Prozent.

Während die Deutschen das Gaspedal bevorzugen, sind die Europäer aggressiver im Verkehr unterwegs. 67 Prozent aller Befragten schimpfen, 28 Prozent lassen sich zu obszönen Gesten hinreißen, wie der Reifenhersteller mitteilte. In Deutschland schimpfen lediglich 62 Prozent, 15 Prozent unterstreichen die Schimpfkanonaden mit Gesten.

Gewaltbereite junge Türken

Bei der Anwendung physischer Gewalt halten sich die Fahranfänger in Deutschland zurück. Drei Prozent sind schon mal absichtlich gegen ein anderes Auto gefahren, vier Prozent haben Gegenstände aus dem Fenster gegen ein anderes Auto geworfen. Im europäischen Schnitt sind es jeweils sechs Prozent, wobei die jungen Türken mit gleich 14 Prozent den Durchschnitt kräftig anhoben. (AG)