20 Prozent Plus für Flottengeschäft

Prognose für 2010

Der Passat Variant © VW

Die Autobauer dürfen sich über ein deutliches Absatzplus im Flottengeschäft freuen. Laut einer Prognose sollen in diesem Jahr 646.000 Neuwagen von Unternehmen zugelassen werden.

Die Abwrackprämie hat im Jahr 2009 das Privatkundengeschäft der Automobilhersteller beflügelt. In diesem Jahr kann sich die Industrie auf jede Menge Aufträge seitens der Flottenkunden freuen. Laut einer Prognose des Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center Automotive Research, werden in diesem Jahr deutschlandweit 646 000 Neuwagen auf Unternehmen zugelassen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 20 Prozent.

Deutsche Hersteller profitieren

Während von der Abwrackprämie in erster Linie die Importeure mit ihren günstigen Modellen profitieren konnten, sind jetzt die deutchen Hersteller am Zug. Nach Ansicht von Dudenhöffer dürfen VW, Audi, BMW, Mercedes, Opel und Ford in diesem Jahr mit einem Zusatzgewinn von mehr als 200 Millionen Euro rechnen. Denn der Flottenmarkt in Deutschland ist fest in der Hand der hiesigen Hersteller.

Allein auf VW entfallen 25,6 Prozent des Firmenkundenmarktes, gefolgt von Audi mit 13,5 Prozent. Rechnet man die Zulassungen von BMW, Mercedes, Opel, Ford und Porsche hinzu, kommt man auf einen Anteil von rund drei Viertel am Gesamtmarkt. Das meistverkaufte Modell in den ersten sieben Monaten des Jahres war der VW Passat vor seinem kleineren Bruder VW Golf. Darauf folgen Audi A4, BMW 3er, Mercedes E-Klasse und C-Klasse und BMW 5er. (mid)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.