Kostenfaktor Führerschein: So lässt sich Geld sparen

Kostenfaktor Führerschein: So lässt sich Geld sparen
Bei Jugendlichen schwindet das Interesse am Führerschein ab 17. © dpa

Der Erwerb des Führerscheins ist ein teures Vergnügen. Für die Fahrerlaubnis der Klasse B werden schnell auch mal 2000 Euro fällig. Man kann die Kosten aber auch niedriger halten.

Wer ein paar Tipps beherzigt, hält den finanziellen Aufwand für den Führerscheinerwerb aber so gering wie möglich. Größter Posten im Kosten-Budget sind in der Regel die Fahrstunden. Normale Übungsstunden kosten zwischen 20 und 50 Euro. Wie viele davon nötig sind, hängt nicht zuletzt von Lernwille und Fähigkeiten des Schülers ab und ist vor Beginn der Ausbildung kaum abzusehen. Mit 15 bis 20 sollte man aber mindestens rechnen.


Dazu kommen zwölf obligatorische Sonderfahrten – nachts, auf Autobahnen und Landstraßen. Sie sind in der Regel etwas teurer als normale Fahrstunden, kosten zwischen 40 und 60 Euro. In der Summe können allein für den Praxis-Unterricht also schon mal rund 1.500 Euro nötig sein. Oder auch deutlich mehr.

Gebühren im Blick haben

Neben den Fahrstunden fällt in der Fahrschule auch eine Grundgebühr an. Sie liegt im Bereich von 200 Euro und schließt auch den theoretischen Unterreicht ein. Viele Fahrschulen berechnen zusätzlich 50 bis 60 Euro für Lehrmaterialien. Außerdem kommen noch Gebühren für die Prüfung hinzu: 25 Euro für die theoretische, 70 bis 130 Euro je nach Führerscheinklasse für die praktische. Drüber hinaus sollten für Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und Führerschein-Fotos noch einmal 50 bis 100 Euro eingeplant werden.

Wer die Kosten drücken will, setzt am besten bei der Auswahl der Fahrschule an. Weil Fahrschüler verpflichtet sind, den Führerschein in Wohnortnähe zu machen, ist die Auswahl allerdings begrenzt. Generell sind Fahrschulen in der Stadt meist teurer als in ländlichen Gebieten. Einige Fahrschulen setzen auf besonders prestigeträchtige oder hochwertige Fahrschulautos – und lassen sich das in der Regel auch bezahlen. Wer Geld sparen will, lernt also besser auf einem älteren VW als auf einem fabrikneuen Audi. Wer sich Angebote von mehreren Fahrschulen einholt, kann Preise vergleichen.

Niedrige Stundenpreise beachten

Führerschein in Scheckkartenformat.
Der Erwerb des Führerscheins ist teuer. Foto: dpa

Weil die Fahrstunden das größte Einsparpotenzial bieten, kommt eine Fahrschule mit niedrigen Stundenpreise meist günstiger als eine mit geringeren Grundgebühren. Um nicht zu viele teure Fahrstunden zu benötigen, sollte man konzentriert an die Ausbildung herangehen. Wilde Partys und wenig Schlaf sind am Vortag eher zu vermeiden. Helfen kann es auch, die Grundlagen des Fahrens außerhalb der Fahrstunden auf einem Privatgelände oder einem Übungsplatz mit einem Führerscheininhaber zu lernen. Wer schon Anfahren kann, ohne den Motor abzuwürgen, muss es im Unterricht nicht mehr extra üben. Konzentration und Bemühen zahlen sich übrigens doppelt aus, denn sie erhöhen die Chance, die kostenpflichtige Prüfung schon im ersten Anlauf zu schaffen.

Sparen lässt sich möglicherweise auch mit Kombi-Angeboten der Fahrschulen. Wer etwa neben dem Pkw- auch gleich einen Motorrad- oder Anhänger-Führerschein macht, spart sich zumindest die doppelte Anmeldegebühr. Wer das nötige Geld trotzdem nicht zusammenbekommt, kann es sich bei einer Bank leihen. In einigen Fällen zahlt auch die Bundesagentur für Arbeit eine Fahrausbildung, wenn der Führerschein Einstellungsvoraussetzung ist. (SP-X)

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