Automanagerinnen gegen Frauenquote

Chancengleichheit in Männerwelt

Smart-Chefin Annette Winkler. © Daimler

Einige Managerinnen aus der Autobranche haben sich gegen eine Frauen-Quote ausgesprochen. Rita Forst, Opel-Entwicklungschefin sagte, sie habe Karriere gemacht, weil sie gut ist, nicht weil sie Frau sei.

Führende Managerinnen aus der Automobilbranche lehnen einem Medienbericht zufolge eine Frauenquote ab. «Wir wollen die Quote nicht und halten sie nicht für hilfreich», sagte Brigitte Kasztan aus der Führungsetage von Ford Europa und Ford Deutschland der Branchenzeitung «Automobilwoche». «Die Unternehmen können immer nur so weit sein, wie die Gesellschaft ist.» Kasztans Kollegin Rita Forst, Entwicklungschefin von Opel, sagte dem Blatt: «Ich habe Karriere gemacht, weil ich gut bin und nicht, weil ich eine Frau bin.» Die Frage nach dem Sinn oder Unsinn einer Frauenquote erübrige sich damit ihrer Meinung nach.

Ford-Einkaufschefin lehnt Quote ab

Auch Birgit Behrendt, Einkaufschefin für Amerika bei Ford und einzige Frau im Vorstand des US-Konzerns, lehnt eine Quote ab. Das sei der falsche Weg, sagte sie. «Ich wünsche mir, dass Frauen deutlicher sagen, welche Position sie anstreben. Bescheidenheit ist keine Zier.» Smart-Chefin Annette Winkler hält Frauenförderung für wichtig, allerdings betonte sie: «Sie muss aber so gestaltet sein, dass sie Männer nicht benachteiligt.»

Aber es gibt auch andere Meinungen. Bereits im Juli hatte sich mit Christine Hohmann-Dennhardt die erste Frau im Daimler-Vorstand für eine Frauenquote ausgesprochen. Es müssten Konsequenzen daraus gezogen werden, dass unter rund 180 Vorstandsmitgliedern der 30 Dax-Konzerne nur fünf Frauen seien, hatte die Managerin in einem Interview gesagt. Sie sei persönlich für eine Quote, sagte sie. (AG/dpa)