Formel E: Bird vermasselt Lotterer den Sieg

Spektakuläres Rennen in Hongkong

BMW-Pilot Felix da Costa beim Rennen in Hongkong. © BMW

Der Deutsche Andre Lotterer hat das Rennen in Hongkong lange bestimmt. Doch am Ende reichte es für den DS-Piloten statt zum Sieg nur zu Platz 14.

Dafür gesorgt hat am Sonntag Sam Bird (Virgin Racing). Der Brite hat dem bis kurz vor Schluss Führenden Lotterer beim 50. Rennen der Formel E-Geschichte mit einem „ekligen Move“ (Lotterer) das Hinterrad aufgeschlitzt.


Bird konnte sich dank dieses fragwürdigen Manövers den Sieg vor Edoardo Mortara (Venturi) und Lucas di Grassi (Audi Sport Abt Schaeffler) sichern. Doch seine Freude über den Sieg auf dem Stadtkurs von Hongkong währte nicht lange: Nachdem sich Bird zunächst auf dem Podium feiern ließ, wurde er nachträglich von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe belegt. Damit fiel er auf den sechsten Platz zurück, sodass der Sieg an Mortara ging. Hinter ihm landeten Lucas di Grassi (Audi Sport Abt Schaeffler) auf Platz zwei vor dem drittplatzierten Robin Frijns (Virgin). Audi-Pilot Daniel Abt wurde Vierte. „Ich habe das Rennen wegen ihm verloren“, sagte Lotterer nach dem Rennen mit Blick auf Bird. Das sein Konkurrent eine Zeitstrafe wegen seines Crashs mit ihm aufgebrummt bekamm, konnte den jungen Deutschen auch nicht mehr trösten.

BMW landet knapp in den Punkten

„Heute mussten wir mit Köpfchen fahren“, sagte di Grassi. „Bei solchen Bedingungen kann man nur mit Gewalt überholen und riskiert dabei einen Ausfall oder eine Strafe. Ich habe Ruhe bewahrt und wurde dafür belohnt. Das ist mein 29. Podium in der Formel E. Aber nicht nur darauf bin ich sehr stolz. Es ist einfach fantastisch, wie sich diese Rennserie entwickelt hat. Für mich gibt es derzeit keine bessere“, ergänzte der Brasilianer, der auf der regennassen Strecke ein souveränes Rennen fuhr.

Mit dem Ausgang des E-Grand Prix nichts zu tun hatte das Team vom BMW i Andretti Motorsport. Nach den starken Leistungen in den vorherigen Rennen reichte es am Ende für für den Portugiesen António Félix da Costa (POR) im fünften Rennen nur zu Platz zehn. Das bedeutete für den BMW-Piloten immerhin noch einen Zähler. Teamkollege Alexander Sims musste das Rennen vorzeitig beenden, nachdem sein BMW iFE.18 bei einem Kontakt mit der Streckenbegrenzung beschädigt worden war. „In der zweiten Runde haben beim Bremsen meine Vorderräder blockiert. Ich bin geradeaus gefahren. Von da an war mein Rennen gelaufen. Ich fand mich am Ende des Feldes wieder. Ich habe gepusht und die Grenzen ausgetestet. Dann habe ich die Mauer berührt und mein Rennen war zu Ende“, so Sims.

Nach wie vor nicht in Schwung kommt Titelverteidiger Jean-Eric Vergne (Techeetah): er musste sich mit Platz 13 zufrieden geben. Das nächste Rennen findet am 23. März in Sanya/China statt.