Formel E: Vergne siegt, kein Rennglück für Abt

Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler), Lucas di Grassi © Audi/Kunkel

Beim Rennen in Paris war Daniel Abt noch Dritter, doch in Monaco fehlte ihm das Rennglück. Den Formel E-Sieg sicherte sich im Fürstentum der Franzose Jean-Eric Vergne vom Team DS Techeetah.

Hinter Vergne belegte Oliver Rowland (Nissan e.Dams) den zweiten Platz vor Felipe Massa (Venturi Formula E-Team).  Die Strecke in Monaco ist die kürzeste der Formel-E-Saison, sodass das Qualifying auf dem engen Stadtkurs eine vorentscheidende Rolle spielte.


Leider waren die führenden Fahrer der Gesamtwertung erneut deutlich benachteiligt, da sie als Erste auf die Strecke gehen mussten. Keiner der ersten Gruppe schaffte es in die „Super Pole“ der besten sechs Fahrer. Der Brasilianer Lucas di Grassi vom Team Audi Sport Abt Schaeffler musste sich mit Startplatz 13 begnügen, Daniel Abt sogar nur mit Startplatz 16 – und das auf einer Strecke, auf der das Überholen extrem schwierig ist.

Di Grassi in Unfall verwickelt

Trotzdem arbeiteten sich beide Piloten des Teams Audi Sport ABT Schaeffler im Rennen nach vorn. Lucas di Grassi überholte mehrere Konkurrenten und lag schon auf Position acht, als er von BMW-Pilot Alexander Sims in die Leitplanken gedrückt wurde und aufgeben musste. „Bei den Stewards hat er nach dem Rennen gesagt, dass er mich nicht gesehen hat“, sagte di Grassi. „Wenn er beim Bremsen seine Linie verlässt, muss er sich vergewissern, dass dort niemand ist. Der Ausfall ist extrem ärgerlich, denn es wären heute wichtige Punkte im Titelkampf gewesen.“

Daniel Abt zeigte im Fürstentum eine kämpferische Leistung, die ihn auf Rang acht nach vorn brachte. Wegen einer Berührung mit Oliver Turvey (Nio) wurde der Deutsche aber nachträglich auf Platz 15 zurückversetzt. „In Monaco so viele Plätze gutzumachen, ist fast unmöglich“, sagte Daniel Abt. „Deshalb ist die Zeitstrafe für mich und das Team besonders enttäuschend. Beim Start der Full-Course-Yellow-Phase hat ein Auto vor mir so hart abgebremst, dass ich einfach machtlos war.“

Die Fahrerwertung führt nach seinem Sieg nun Vergne mit 87 Punkten vor Andre Lotterer (86 Zähler) und Robin Frijns (Virgin Racing) an. Das nächste Rennen findet in zwei Wochen in Berlin statt. Im Vorjahr fuhr das Audi-Team dort zu einem Doppelsieg.

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