Wegrollgefahr: Ford muss 550.000 Autos zurückrufen

Ford muss in Nordamerika 550.000 Autos zurückrufen. © dpa

Der US-Autobauer Ford muss in Nordamerika 550.000 Fahrzeuge zurückrufen. Das Gros davon entfällt auf die USA. Die Autos können wegrollen.

Wie der nach General Motors (GM) zweitgrößte US-Autobauer mitteilte, könnten Probleme mit der Automatikschaltung dazu führen, dass abgestellte Autos unter Umständen wegrollen können.

Ohne angezogene Handbremse seien «unbeabsichtigte Fahrzeugbewegungen» möglich, auch wenn der Schalthebel in der «Park»-Position und der Zündschlüssel abgezogen sei.


Autobauer warnt vor Unfallrisiko

Der US-Autobauer warnte seine Kunden deshalb vor einem erhöhten Unfall- und Verletzungsrisiko. Betroffen sind Ford Fusion der Modelljahrgänge 2013 bis 2016 und Ford Escape von 2013 bis 2014. Mit gut 504.000 Wagen umfasst der größte Teil der Rückrufaktion den US-Markt. In Kanada sind knapp 37.000 und in Mexiko rund 8300 Fahrzeuge betroffen.

In Deutschland muss der Autobauer wegen Problemen an der Kupplung fast 190.000 Fahrzeuge zurückrufen. Bei einer Anzahl von Wagen könne ein Teil der Kupplungsanlage – die sogenannte Kupplungsdruckplatte – brechen, teilte ein Sprecher. Das führe zu einer reduzierten Fahrgeschwindigkeit sowie zu Geruchsbildung. Der Rückruf betrifft auch Fahrzeuge in anderen europäischen Ländern. Wie viele insgesamt in die Werkstatt müssen, war zunächst nicht bekannt.

Betroffen sind dem Sprecher zufolge die Baureihen Focus, C-Max, S-Max, Galaxy und Transit Connect. Das Problem bestehe bei Autos mit 1,0-, 1,5-, oder 1,6-Liter Ecoboost-Benzinmotoren und 6-Gang-Schaltgetriebe. Je nach Zustand und Art der Kupplung könne das Problem in manchen Fällen durch ein Software-Update behoben werden. Es könne aber auch sein, dass die gesamte Kupplung ausgetauscht werden muss.(AG/dpa)

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