Fragen an den Autopapst im August 2012

Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Probleme mit dem Auto? Sie brauchen Reparatur-Tipps? Fragen Sie Autopapst Andreas Kessler, er hilft Ihnen weiter. Heute dem Fahrer eines Mazda 626.

Frage von Jaafar:

Guten Tag, ich hatte vor Kurzem die Bremsflüssigkeit bei meinen Mazda 626 GF 1.8 nachgefüllt und seitdem spinnt mein Wagen. Beim Anhalten an einer Ampel würgt der Wagen ab und die Gänge lassen sich schwer einlegen. Woran kann das liegen? Ich danke Ihnen schon mal für ihre Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Jaafar, bei der Bremsflüssigkeitsaktion ist höchstwahrscheinlich Luft in die Kupplungshydraulik eingedrungen. Geber- und Nehmerzylinder müssen nun entlüftet werden, dann kuppelt die Kupplung auch wieder (im Moment trennt sie nicht, deshalb die Schaltprobleme....). Viel Spaß dabei!

Frage von Harald Naujokat:

Guten Tag, Herr Autopapst, mein Peugeot 206 HDI hat 240.000 km runter und fängt nun mit einem seltsamen "Knork"-Geräusch vorne rechts an. Das Geräusch kommt nur, wenn ich in eine Linkskurve fahre oder manchmal auch bei stärkeren Bodenwellen oder anderen Unebenheiten. Erst war es ab und an mal da, jetzt fast ständig in oben beschriebenen Situationen. Mir fällt auch auf, dass die Lenkung irgendwie anders reagiert, z.B. wenn ich aus einer Kurve fahre, zieht das Lenkrad nicht mehr vollständig geradeaus, so dass ich nachlenken muss. Können Sie mir einen Tipp geben, was es sein könnte? Ich bedanke mich schon im Voraus ganz herzlich! MFG, Harald Naujokat

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Na, Harald, da wird sich doch wohl nicht (nach nur 240tkm) schon Verschleiß in den Vorderachsführungen breit machen? Ich würde in eine Werkstatt fahren, den Auto-Guru unter den Wagen gucken lassen und dabei um eine Beurteilung der Querlenker- und Stabilisatorlager und der Achsgelenke bitten. Bei den geschilderten Symptomen sollte der Übeltäter gut sichtbar sein. Bei der Reparatur würde ich nicht sparen und den ganzen Kram grunderneuern. Irgendwann ist der Verschleiß eben nicht mehr zu übersehen. Cheers vom Autopapst

Frage von Veronika Mittelsdorf:

Hallo, bei meinem VW Polo 6N (1.0), Baujahr 12/1998, will die Zentralverriegelung nicht mehr so wie sie soll. Am Anfang machte sich das durch ein lang anhaltendes Brummgeräusch nach dem Öffnen bemerkbar. Nach einiger Zeit erfolgte das Brummen auch beim Schließen. Dann konnte ich von der Beifahrerseite aus nicht mehr zuschließen, d. h. es schloss nur die Tür allein, alle anderen blieben offen. Öffnen ging gar nicht. Von der Fahrerseite aus funktionierte die ZV noch. Nachdem ich das Auto in der Werkstatt hatte, war das Brummen weg (der Motor für den Tankdeckel wurde ersetzt), aber das Problem mit der Beifahrertür bestand nach wie vor (das hatte der Monteur nicht getestet). Als ich das meinem Sohn vorführen wollte, den Schlüssel umdrehte, schlossen plötzlich alle Türen von der Beifahrerseite aus. Öffnen konnte ich aber wieder nicht und wiederholen ließ sich dieser Vorführeffekt auch nicht. Dafür schloss jetzt auch die Fahrertür immer öfter nicht bzw. auch nur diese und die anderen nicht. Als ich vor einigen Tagen mein Auto abstellen wollte, schloss gar nichts mehr. Da bin ich auf die Idee gekommen, den Motor kurz neu zu starten und danach ging es auch wieder (von der Fahrertür aus). Können Sie mir sagen, wo die „Macke“ begründet sein kann? Da viele Automechaniker nicht wirklich viel Ahnung von Elektronik haben, könnte die Fehlersuche richtig teuer werden. Deshalb würde ich mich riesig über eine Antwort freuen. Vielen Dank im Voraus Veronika Mittelsdorf

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Veronika, Ursache sind nach meiner Erfahrung entweder gebrochene Kabel in den Durchführungen zwischen A-Säule und Tür oder/und das sog. "Komfort-Modul", wie das ZV-Steuergerät gern genannt wird. Ich würde erst mal die Kabel prüfen (und ggf. erneuern...) und dann (wenn das nichts hilft) ein gebrauchtes Komfortmodul (vom Autoverwerter! Der muss Gewährleistung auf das Gebrauchtteil geben...) besorgen. Eigentlich ist diese Sucherei und Fummelei nur etwas für Selbermacher, weil sie lange dauert und dadurch in der Werkstatt viel Geld kostet. Bei einem 14jährigen Polo erreicht die Rechnungssumme dann schnell den Zeitwert. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Ingo Krumbholz:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich fahre einen Toyota Corolla Verso, Baujahr 2007, 73.000 km Laufleistung mit einem MultiMode-Getriebe. Plötzlich kuppelte das Fahrzeug während der Fahrt unvermittelt aus. Erst nach dem Abstellen des Motors und einer Wartezeit von einigen Minuten ließ sich die Fahrt fortsetzen. Durch die Toyota-Vertragswerkstatt wurde der Kupplungsautomat als Ursache festgestellt. Es handele sich um einen "normalen Verschleiß" der zu dem Schaden geführt habe. Der Austausch sei erforderlich. Dies ist natürlich recht kostenintensiv. Bei dieser Laufleistung, ohne dass der Wagen je besonders schwer beladen wurde, sondern vielmehr die Mehrheit der Kilometer mit einer oder zwei Personen und ohne wesentliche Zuladung absolviert wurden, kann ich dies nicht glauben. Besonders ärgert mich, dass bei den fünf Garantiedurchsichten und einem zusätzlichen Werkstatttermin im Zusammenhang mit einer Rückrufaktion bezüglich des MultiMode-Getriebes durch die Werkstatt nicht festgestellt wurde, dass hier ein "normaler" oder ggf. vermehrter Verschleiß vorliegt, der einen Austausch des Bauteils erfordert. Der Schaden ist auf diese Weise einen Monat nach Ablauf der Garantiezeit aufgetreten und Toyota verweigert die Kostenübernahme. Bevor ich ggf. rechtliche Schritte einleite, möchte ich Sie als Fachmann fragen, ob ich mit meiner Meinung eventuell falsch liege, wenn ich sage, dass hier nicht ein "normaler Verschleiß", sondern möglicherweise ein bauartbedingter, genereller Fehler des Kupplungsautomaten ursächlich für den Schaden sein dürfte. Ihrer Antwort sehe ich mit Erwartung entgegen. Mit freundlichen Grüßen Ingo Krumbholz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Krumbholz, der von Ihnen beschriebene Defekt ist alles andere als "normaler Verschleiß", sondern in der Tat ein bauartbedingter, genereller Fehler des Kupplungsautomaten. Und das nach der Garantie rein gar nichts mehr vom Hersteller kommt, ist leider die Regel. Da die Garantie nun mal abgelaufen war, hätte man Ihnen als gutem Kunden aber wenigstens ein kulantes Beteiligungsangebot machen können (der Begriff "Kulanz" scheint bei Ihrem Problem unbekannt zu sein....). Man will in erster Linie nur eins: Neue Autos verkaufen. In dieser Zielsetzung sind sich Hersteller, Deutschlandimporteur und Händler einig. Das in Ihrem Auto verbaute System ist leider sehr defektanfällig, im Internet gibt es diverse Foren voller Getriebeschäden an MultiMode-Toyotas. Toyota bekam und bekommt das nicht in den Griff; vor dem MultiMode-Getriebe wird dort ständig (vor allem Gebrauchtwagenkäufer!) gewarnt. Wesentlich besser ist das MultiDrive-Getriebe, bei dem es sich um eine stufenlose Automatik handelt. Das hilft Ihnen jetzt natürlich nicht weiter; falls Sie den Rechtsweg beschreiten (wozu ich Sie ausdrücklich ermutige!), müssen Sie sich aber auf eine lange Verfahrensdauer einstellen. Die Erfolgsaussichten sind m. M. nach aber nicht schlecht. Ich drücke Ihnen die Daumen und verbleibe mit freundlichen Grüßen Der Autopapst

Frage von Herbert Kranz:

Sehr geehrter Herr Keßler, mein Opel Vectra B, Baujahr 1998, Automatikgetriebe, 300.000 km, Klimaanlage, Standheizung, läuft wie eine Biene und ich liege bei einem Verbrauch von ca. 8 l Super im Mix im Sommer. Regelmäßige Werkstattdurchsichten, kein Ölverlust, Zahnriemen gerade wieder erneuert, regelmäßige Ölwechsel gemacht. Seit etwa zwei Jahren habe ich aber ein Problem mit dem Automatikgetriebe, das sporadisch in unregelmäßigen Abständen auftritt aber mit dem ich auch leben kann. Aber vielleicht haben sie einen Rat, wie man das trotzdem irgendwie lösen könnte. Nach entsprechender Beobachtung erkenne ich folgenden Zusammenhang: 1. Wenn das Auto mehr als ca. acht Stunden steht und es nicht warm ist, springt der Motor sauber an, nur das Automatikgetriebe schaltet sich nicht ein und ich muss das Auto von Hand schalten. Kein Problem, denn wenn das Auto warm gefahren ist, so nach ca. 10 bis 15 min und ich den Motor ausschalte und wieder starte, springt die Automatik sofort an und alles ist bestens. Auch bei weiteren Fahrtunterbrechungen springt es sauber mit Automatik an. 2. Wenn es sehr warm ist, wie vorige Woche, oder eben auch sporadisch (ca. 1 – 2 mal im Monat) startet der Motor nicht, aber die Automatik springt gleich an, was an der Sport- und Wintertaste zu sehen ist. Als das erstmalig auftrat, habe ich den ADAC gerufen, der kam nach 20 Minuten, startete und das Auto lief. Wenn dieser Fehler danach wieder auftrat, habe ich einfach 15 bis 20 Minuten gewartet und das Auto startete und lief sauber mit Automatik. Meine Opelwerkstatt meinte, dieser Fehler könne zwei Ursachen haben: 1. Der Schalter, der für den Start der Automatik feststellt, welcher Gang eingelegt ist (startet von Position P und N) erkennt das nicht sofort. 2. Es liegt ein Fehler in der Elektronik vor und ein Austausch dieses Teils könnte evtl. den Fehler beheben, allerdings lohne das bei 300.000 km nicht mehr weil das ca. 1600 Euro kosten würde. Ich glaube eher, dass ein Zeitglied in der Elektronik wärmeabhängig ist und eine Zeitverzögerung produziert. Wenn diese dummerweise genau in den Moment des Erst-Startes fällt, muss ich eben warten bis die Zeitverzögerung abgelaufen ist. Wie oben gesagt, sonst ein Superauto – auch keinerlei Rostschäden – aber eben mit einer kleinen Macke. Was würden Sie zu diesem Problem sagen oder empfehlen? Herzlichen Dank und eine schöne Woche im Voraus Herbert Kranz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kranz, wie schön, dass sich jemand so lange Zeit und so viele Kilometer lang mit seinem Auto verbunden fühlt (und dem Fahrzeug die entsprechende Zuneigung zuteil werden lässt....). Grundsätzlich liegen Sie mit Ihren Überlegungen sehr richtig: Ein teurer Wechsel des Steuerteils ist unwirtschaftlich (und außerdem unsicher: Ist das wirklich die Lösung des Problems??). Ich empfehle Ihnen etwas anderes: Lassen Sie das ATF (Automatic Transmission Fluid, mit sämtl. Dichtungen und Filtern) der Automatik wechseln (bei einem der Automatik-Spezialisten, die es in Berlin gibt....) und prüfen Sie den Temperaturfühler der Automatik (!!). Ich erwarte immerhin eine 50%-Quote (für die Problemlösung). Sollte beides kein positives Ergebnis bringen, haben Sie wenigstens nicht den Wagenwert (durch hohe Werkstattrechnungen) verdoppelt. Wenn Sie dann immer noch weiter machen wollen, könnte das Getriebe-Steuergerät zu www.ecu.de geschickt werden, um dort geprüft und ggf. repariert zu werden. Das kostet etwa 200 Euro. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Uwe:

Hallo Andreas, mein BMW 525e zickt etwas. Wenn ich morgens "kaltstarte" ist alles okay, tagsüber nach 10 -20 km startet er nach einem Halt sehr schlecht. Ich muss dann viel Gas geben und trotzdem geht er öfters (zu 80%) immer aus. Zudem kann ich seit einigen Monaten bestimmte Sender im Autoradio (Sony CDX C5000R) schlecht oder gar nicht empfangen, leider oft Sonntags. Senden die Sender da mit weniger Leistung? Was sagt der Papst? Viele Grüße Uwe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Uwe, bei den Heißstartproblemen tippe ich entweder auf einen defekten Warmlaufregler, der das Gemisch auch im warmen Zustand (nach Neustart...) anfettet. Die Lambdaregelung arbeitet dagegen und würgt so den Motor ab. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit, dass der Kraftstoffdruckspeicher neben der Benzinpumpe undicht oder defekt ist. Das hängt aber von der Generation der verbauten Einspritzung ab. Das zweite Problem (Radio-Empfang) hängt an Dir bzw. Deinem Radio / Antenne! Versuch mal, gleichzeitig mit einem Kofferradio den Sender zu empfangen. Sicher wird das jeweilige Programm damit kristallklar zu empfangen sein. Ich vermute ein Antennenproblem: Besorge Dir mal ein Antennenreinigungstuch (gibt es von Bosch), und/oder verlege fliegend ein anderes Koax-Kabel zwischen Radio und Antenne. Damit kann man in aller Regel die Schwachstelle in der Kette herausfinden. Die Therapie erklärt sich dann von selbst! Ich hätte am Freitag fast auch einen E28 Eta gekauft; war aber zu beulig. Cheers vom Autopapst

Peter Schwarz fragt:

Ich bin gestern mit unserem PKW Ford Focus, Bj. 2012, am Berg mit angezogener Handbremse losgefahren, habe es erst gemerkt, als es im Wagen roch. Ist mir wirklich zum ersten Mal passiert. Kann an Kupplung oder Bremsen ein Schaden entstanden sein, so dass ich den Wagen in der Werkstatt durchchecken lassen muss? Bei der anschließenden Heimfahrt habe ich keine Mängel festgestellt. Liebe Grüße aus Schleiz, Peter Schwarz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schwarz, bleiben Sie entspannt! Wenn das Auto gefahren ist, dürfte außer eine deutlichen Erwärmung mit Geruchsbildung nichts Weiteres passiert sein. Um sich selbst zu beruhigen, können Sie ja mal zum TÜV auf den Bremsenprüfstand fahren. Wenn die Werte stimmen, war es das! Herzliche Grüße vom Autopapst.

Frage von P. Krause:

Hallo, Herr Keßler, im Erstbesitz fahre ich einen Audi A6, 2,4L, 125 kW/170 PS, Multitronic, Erstzulassung: 12.09.2001, aktueller Km-Stand: 159.250. Die Motor-Management-Kontrollleuchte brennt und zwei Audi-Werkstätten behaupten, dass beide Katalysatoren defekt sind. Eine Kontrollmessung beim TÜV allerdings bestätigte dies nicht. Den Sachverhalt habe ich ausführlich der Audi-Kundenbetreuung in Ingolstadt geschrieben, bin aber noch ohne eine konkrete Antwort. Dieses Schreiben einschließlich der TÜV-Prüfberichte würde ich Ihnen gern zur Kenntnis geben, wenn Sie mir Ihre E-Mail Adresse mitteilen. Viele Dank im Voraus und freundliche Grüße P. Krause

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Krause, vergessen Sie Audi! Ihr Auto ist 11 Jahre alt, an so alten Fahrzeugen hat der Hersteller kein Interesse mehr (es sei denn, Sie geben es für einen Neuwagen in Zahlung....). Ihr Problem ist offenbar nicht eine zu schlechte Abgas-Qualität (die TÜV-Messung bestätigt das ja), sondern das leuchtende Kontroll-Lämpchen. Ich an Ihrer Stelle würde zu einer gut beleumundeten freien Werkstatt (möglichst mit Audi-Spezialisierung) fahren und mir dort eine Zweitmeinung einholen. Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht plötzlich eine weitere Defektmöglichkeit und damit eine weitere Therapiemöglichkeit gibt. Nicht in jedem Fall bedeutet die Meldung "Abgasqualität schlecht" automatisch, dass die Kats austauschreif sind. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Holger:

Hallo Autopapst, es ist ja nicht verboten im Sommer mit Winterreifen zu fahren. Alte nicht abgefahrene Reifen (vier Jahre) soll man aber dann im Sommer weiterfahren und im nächsten Winter auf neue Reifen setzen. Dies habe ich so vor zwei Jahren gemacht. Bei Temperaturen so wie heute auf der Autobahn lösten sich die Reifen auf. Profilstücke fielen heraus und die Rollgeräusche, die bei Winterreifen sowieso größer sind, stiegen erheblich an. Wie muss ich mich verhalten? Kann ich weiterfahren? Mein Fazit für Winterreifen bei der Auswahl immer die eigene Laufleistung mal vier Jahre. Das kann auch bedeuten, statt Megagutreifen einen Reifen aus dem Mittelfeld zu benutzen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Holger, ich würde das als seltenen Sonderfall einstufen! Vier Jahre sind nach übereinstimmender Expertenmeinung kein kritisches Alter, weder für Sommer- noch für Winterreifen. Bei Autoreifen müssen allerdings generell die Geschwindigkeitsklassen beachtet werden: Wenn man schneller als zulässig fährt (also z.B. mit einem T-Reifen schneller als 190 km/h) oder wenn die Reifen falsch gelagert und dadurch beschädigt wurden, können Schäden auftreten. Das gilt selbstverständlich auch für Sommerreifen; bei Winterreifen wählt man (möglicherweise ein Vorbesitzer) aber häufig Reifen, die nicht so schnell gefahren werden dürfen, wie das Auto könnte. Dann müsste allerdings ein Aufkleber im Sichtfeld des Fahrers sein, der darauf hinweist. Im „Sommerbetrieb“ vergisst man die „Tempobremse“ sonst gerne mal. Lange Rede, kurzer Sinn: Jeden Reifen kann ein Schaden ereilen (Loch, Profilablösung, Platzer), der aber in aller Regel eine Vorgeschichte hat. Meistens deutet sich ein Reifenschaden im Vorfeld an (schleichender Druckverlust, Vibrationen bei höheren Geschwindigkeiten, unnormale Laufgeräusche). Wer darauf nicht reagiert, erfährt dann im Wortsinne, wie sich ein Reifenschaden während der Fahrt anfühlt. In Ihrem Fall wäre ich nach einer Kontrolle des Reifens wahrscheinlich (sehr) langsam nach Hause gefahren und hätte den defekten Pneu ausgemustert. Punkt. In Zukunft gute Fahrt auf fitten Reifen wünscht Der Autopapst

Frage von Beate Frank:

Hallo Herr Keßler, ich habe mir im Mai 2011 einen VW Polo Comfortline 1,2 l TSI, 77 kW / 105 PS, 6-Gang, Neuwagen gekauft. Nun habe ich folgendes Problem: ca. einen Monat nach Kauf, ist im Stand ein Geräusch aufgetreten (leichtes Klappern im Bereich Handschuhfach bis Fußraum). Bin daraufhin in nächste Werkstatt und lt. Diagnosegerät kein Grund zur Besorgnis wegen Auswirkung auf Fahrsicherheit. Darauf folgten Besuche in meiner Servicewerkstatt, wo ich das Auto gekauft habe und man meinte, dass das ein bekanntes Problem sei, nämlich Übertragungsgeräusche der Kraftstoffzuleitung, -pumpe o.ä., darauf folgten folgende Aktivitäten: 1. Ausschäumung der Leitung im Kontaktbereich zur Karosserie 2. Softwareupdate 3. Feststellung, dass Klimaanlage Schuld sei (die ich z.T. gar nicht nutze) 4. bei entsprechenden Teileeinbau (Klimaanlage) wurde Drehzahl für Leerlauf geändert (ich glaube erhöht?) 5. Kette für Motorsteuergerät gewechselt, alles mit dem Ergebnis, dass das Geräusch nach wie vor da ist. Ich muss aber auch sagen, dass das Geräusch mal da, mal weg und dann auch noch mal mehr oder weniger stark auftritt. Nicht einfach für mich der Werkstatt zu erklären und für die Werkstatt nicht leicht zu finden. Ist mein neues Auto nun ein "Montagsauto", ein nicht ausgetesteter Motortyp oder was könnte man Ihrer Meinung nach noch tun, um dieses "Klappern" zu beseitigen. Könnte es vielleicht auch an der Startsteuerung liegen, weil das Anlassen jedes Mal anders klingt (ist meine Frage als Laie)? Ich würde mich freuen, wenn Sie eine Antwort für mich hätten. Danach kann ich vielleicht auch eine Entscheidung, für evtl. Wandlung für gleichen Motortypen, anderen Motor oder noch einen Reparaturversuch, treffen. Mit freundlichen Grüßen Beate Frank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Frank, mit Geräuschen ist das immer so eine Sache: Aus der Ferne kriege ich die Ursache natürlich nicht heraus, weil ich das Geräusch nicht höre. Aber: Sie sind ja in der komfortablen Situation einer Neuwagen-Käuferin..... Sie können reklamieren, und der Verkäufer muss nachbessern. Das hat er offenbar im Wege eines Rundumschlages schon versucht (in diesem Fall dürfte das alles vom Hersteller bezahlt worden sein...), ohne allerdings vorher dem Problem wirklich auf den Grund gegangen zu sein. Das sollte bzw. muss er aber, denn sonst wird das nichts, mit der Nachbesserung. Und wenn nach dem zweiten Versuch das Geräusch immer noch nicht weg ist, können Sie das böse Wort "Rückabwicklung" (Wandlung gibt es nicht mehr...) in den Mund nehmen. Mal sehen, was dann kommt. Zum Schluss noch eine Vermutung: Die Geräuschquelle könnte tatsächlich aus Richtung Anlasser kommen; und wenn das Startergeräusch immer unterschiedlich klingt, würde ich dort mal nachsehen lassen. Es grüßt Der Autopapst

Frage von Voss:

Hallo, ich habe ein Problem bei meinem Golf IV 2,0 l, Baujahr 2001. Fehlermeldung 17947 P 1539 035, Kupplungspedalschalter F 36, unplausibles Signal statisch und 16804 ?0420 035 Katalysatorsystem Bank 1, Wirkung zu gering statisch. Der Kupplungspedalschalter wurde gewechselt und der Fehlerspeicher gelöscht. Fehlermeldung nach wenigen Kilometern wieder identisch. Nach einer Recherche im Internet taucht dieses Problem wohl immer wieder auf. Ich möchte daher nicht einfach auf Verdacht den Katalysator wechseln. Ist Ihnen hier eine Lösung bekannt? Vielen Dank! Andrea Voss

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Andrea, ohne das Auto vor mir zu haben bzw. Probefahren zu können, empfehle ich folgende Vorgehensweise: 1. Beide Lambdasonden testen (auch die Kabelverbindungen + Anschlüsse!), 2. Drosselkappen überprüfen und ggf. reinigen, 3. AGR (Abgasregelventil) auf Funktion prüfen ( Unterdruckschläuche kontrollieren ) und Kappen ggf. mit Bremsenreiniger reinigen, 4. Abgasuntersuchung durchführen und Ergebnis mit dem Techniker diskutieren, 5. Wenn die AU bestanden worden wäre und die Fehlermeldung weiter an ist, handelt es sich evtl. um einen Softwarefehler im Steuergerät, 6. Wenn die Sonden regeln und sonst alles O.K. ist, Undichtigkeiten im Ansaugtrakt suchen. Wenn das alles nichts bringt und keine andere Möglichkeit bleibt, wird es der Kat sein.....

Frage von Götz D. Matthies:

Guten Tag! Bei meinem Mercedes S400 Diesel, 98.000 km, Bj. 2001, werkstattgepflegter Garagenwagen, tritt seit Mitte Dezember 2011 Fehlerhinweis "Speedtronik - Werkstatt aufsuchen" auf. Steuerkette wurde bereits ausgetauscht. Motor geröntgt und kein Fehler feststellbar. Mittlerweile erscheint obige Anzeige bereits sofort nach Auslieferung nach 5 1/2 Monaten genauso wie früher. Anzugskraft erbärmlich, als ob ich einen Omnibus oder Raupenschlepper ziehen würde, sobald ich über 70 km/h komme. Mercedes-Kompetenzcenter Köln weiß nicht weiter: "Ich solle das Auto verkaufen". Alles sonst an dem Fahrzeug (Erstbesitzer) mit Vollausstattung ist bestens in Ordnung. Ich bin ratlos, wollte ich (75 Jahre alt) das Fahrzeug doch unbedingt gern behalten. Haben Sie bitte eine Idee und an wen ich mich wenden darf? Götz D. Matthies

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Götz, waren Sie bei Mercedes? Da sind Sie mit einer 11 Jahre alten S-Klasse falsch: Niemand möchte Ihnen mit einer Reparatur helfen, aber alle wollen Ihnen eine neue S-Klasse verkaufen! Also: Weg von dort, wechseln Sie die Werkstatt! In Köln gibt es ganz sicher freie Mercedes-Spezialisten, die Ihnen sicher gern und (mindestens) genauso kompetent weiter helfen wie die Jungs unter dem Sternenbanner. Der Wechsel der Steuerkette war schon ordentlich teuer und meiner Meinung nach unsinnig (jedenfalls nicht in Verbindung mit der genannten Fehlermeldung!). Ich hatte mal die gleiche Fehlermeldung, Ursache war ein Defekt im Bedienhebel des Tempomaten. Der Kontakt im Tempomathebel war verschlissen. Das führte zu unplausiblen Signalen an das Steuergerät, welches dann einen Fehler auswirft ( Speedtronik... Werkstatt aufsuchen) und den Tempomat sicherheitshalber abschaltet. Neuer Tempomathebel incl. Einbau ca. 220€. Leider ist diese Möglichkeit aber nicht die einzige. In Verbindung mit der von Ihnen genannten Fehleranzeige "Speedtronik - Werkstatt aufsuchen" gibt es auch noch folgende mögliche Ursachen:

• Luftmassenmesser defekt / Kurzschluss
• Kabel im Kabelbaum durchgescheuert mit Kurzschluss, der auf den LMM durchschlägt
• Tempomat-Steuergerät (Speedtronik) defekt
• Injektoren der Dieseleinspritzung defekt
• Verstellung Turbolader defekt

Fragen Sie mal einen Taxifahrer, der Mercedes fährt, nach einer guten "Sternwarte". Vielleicht findet man dort das durchgescheuerte Kabel im Kabelbaum schon, bevor alle anderen o.a. Teile ausgewechselt werden....

Maximilian Kliemann fragt:

Hallo, also ich habe folgendes Problem. Ich bin Eigentümer einer Hyosung 250 GT Naked (Bj. 2003), vor einiger Zeit hatte ich das Problem, dass sie immer angefangen hat sich zu „verschlucken“, sobald ich mit mehr als 6000 Umdrehungen gefahren bin, als ob sie nicht genug Benzin bekommt. Der Drehzahlmesser ist dann immer wieder wild nach unten ausgeschlagen Jedoch seit Kurzem ist es genau anders rum, sobald ich nicht genug Gas gebe, säuft sie ab und im höheren Drehzahlbereich ist jetzt alles wieder in Ordnung. Woran könnte das liegen und danke im Voraus. MfG, Maximilian Kliemann.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Maximilian, das hört sich für mich nach einem Problem mit der Zündung bzw. dem OT-Sensor an. Da ich noch nie an einer Hyosung herum geschraubt habe, würde ich die Zündung mal von einem Motorrad-Schrauber überprüfen lassen. Ideal ist ein Hyosung-Händler, weil der auch gleich die richtigen Teile besorgen kann. Alle anderen tun sich bei solchen Exoten gerne etwas schwer.....

Robert fragt:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Audi A2, 1.6 FSI und habe das Problem, dass beim Schalten der Wagen beim „auskuppeln“, Gang einlegen und „Kupplung kommen lassen“, das Auto jedes Mal ein Klackgeräusch von sich gibt. Zudem klackt es, wenn ich fahre und vom Gas runtergehe oder wieder das Gaspedal betätige. Ich habe bereits eine Motorhalterung gewechselt, jedoch ohne Erfolg. Sichtprüfung der Koppelstange, laut Werkstatt in Ordnung. Bitte um Ihre Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Robert, ich höre leider nichts (kein Wunder, per e-mail kommen Geräusche nur schwer rüber....). Offenbar ein Lastwechselschlag; der könnte von den Antriebswellen, dem Differential aber auch vom Felxrohr des Auspuffs kommen. Ohne einen Spezialisten, der zur Vorführung des Geräusches im Auto sitzt, werden Sie der Geräuschquelle wohl nur schwer auf die Spur kommen. Ich kann es jedenfalls aus der Ferne nicht!

Frage von Jens:

Hallo Autopapst, mein Mercedes W210 220 CDI läuft im Stand unruhig, geht fast aus. Landstraße, Autobahn alles Top. Nun hab ich schon geschaut und siehe da, das AGR öffnet und schließt im Leerlauf unregelmäßig- was den Motorlauf erklärt. Der Druckwandler wird elektronisch angesteuert, nur wer gibt das Signal? Übrigens LMM ist auch neu! So das sieht nach einer harten Nuss aus. Gruß Jens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jens, das VTG – AGR-System, mit dem Mercedes damals in die CDI-Welt einstieg, ist leider ein sehr komplexes, sich gegenseitig beeinflussendes System. Leider lassen sich bei dieser Generation fast nie konkreten Fehler auslesen, sondern nur deren Folgen (AGR Sollwert außer Norm, Druckwandler, Turbodruck, usw.). Der Turbo ist ein VTG = Variable-Turbinen-Geometrie- Turbolader, d.h. die Stellung der Schaufeln werden während es gesamtem Betriebes ständig auf die Erfordernisse der Motorleistung einreguliert (vom Motorsteuergerät) und im Zusammenhang mit dem Abgasverhalten ständig neu berechnet. Ein paar zusätzliche Bilder und Erklärungen findest Du hier: http://www.turbolader.com/02Technik/1AGR.htm Cheers

Frage von Enno Thomas:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Audi A4 2.0, Bj. 2004, 150.000 Kilometer Laufleistung. Ich fahre den Wagen alleine und fahre überwiegend Langstrecken. Bereits unter 100.000 Kilometern mussten sämtliche Fensterhebemotoren, das Zweimassenschwungrad und das Lenkgetriebe getauscht werden. Hierbei habe ich allerdings nur die größeren Reparaturen angesprochen. Jetzt habe ich die Nase voll und möchte auf einen Oldtimer umsteigen. Können Sie mir vielleicht zu diesem Thema eine Empfehlung geben. Ich suche ein Auto bis ca. 10.000 Euro, das etwas individuell ist, z.B. ein Volvo oder ähnliches, damit ich mein Erspartes nicht zukünftig nur in mein Auto stecken muss. Machen Sie weiter so, mit Ihrer direkten Art, aufklärend die Themen ums Auto zu kommentieren und zu helfen. Wann veröffentlichen Sie Ihr erstes Buch? Mit freundlichen Grüßen Ihr Enno Thomas

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Enno, es gibt schon zwei Bücher von mir! Als "Auto für die Ewigkeit" empfehle ich immer den E30 von BMW, den W201 von Mercedes und den Volvo 240 (mit Einschränkungen: Ersatzteile etwas teurer!). Die ersten beiden haben gerade das "Tal der Tränen" hinter sich und entwickeln sich wertmäßig wieder nach oben, der Volvo ist schon rar und kostet etwas mehr. Strong buy.....

Frage von Jörg Goral:

Hallo! Ich habe einen Fiat Marea 1,6. Der Wagen geht seit einiger Zeit im kalten Zustand aus, sobald ich die Kupplung trete. Wir haben Öl-Wechsel durchgeführt, die Drosselklappe gereinigt. Aber er geht weiter aus. Was können wir noch machen? Der Wagen ist 15 Jahre alt. Eine letzte Lösung wäre noch das Leerlaufregelventil. Ich war in einer Fiat-Fachwerkstadt und bei ATU, die wissen auch nicht mehr weiter. Was kann ich noch machen? Ich hoffe, Sie können mir weiter helfen. Danke im Voraus sagt der Jörg.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jörg, ich würde zunächst mal die Temperaturfühler checken / wechseln. Es gibt einen für die Ansaugluft, für das Kühlwasser und einen für die Motortemperatur. Welcher der defekte ist, musst Du selbst herausfinden....

Frage von Cornelia Freyberg:

Hallo Herr Kessler, ich kaufte mir vor einer Woche einen VW Golf TDI 1,6. Der Wagen hat 4000 km runter und ist 10 Monate alt. War ein WA-Leasing. Am zweiten Tag bemerkte ich ein metallisches Geräusch aus dem Motorraum. Ich suchte sofort den VW-Händler auf. Nachdem der Werkstattmeister das Geräusch hörte, behielt er den Wagen sofort zur Untersuchung da. Sein Kommentar lautete: "Das klingt überhaupt nicht gut." Nun nach einem Tag Fehlersuche wurde nichts gefunden. Was kann ich in diesem Fall tun? Das Geräusch tauchte nach einer Autobahnfahrt von ca. 100 km auf. Wenn der Motor kalt ist, ist das Geräusch nicht zu hören. Kann ich die Übernahme des Fahrzeuges in diesem Zustand verweigern? Freue mich auf Ihre Antwort. Danke und beste Grüße Cornelia Freyberg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Cornelia, das hatte ich auch mal, bei einem Mietwagen. Der war ähnlich alt wie Dein Auto: Das Geräusch hätte ich zunächst auch vom Motor kommend diagnostiziert. Es war aber ein Hitzeschutzblech des Auspuffes, das mit der Karosserie Kontakt hatte. Und bei einer bestimmten Drehzahl unter 1000 Umdrehungen hat es sich hin und wieder so ungünstig aufgeschaukelt, dass es auch metallisch klapperte, was fast zu einem Rasseln wurde. Wesentlich in Deinem Fall ist aber die Tatsache, dass Dein Auto noch Werksgarantie und die Gewährleistung aus dem Kauf vom Händler hat. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang eine genaue Dokumentation des Mangels der vom Vertragspartner Verkäufer bzw. einem VW-Vertragshändler vorgenommenen Reparaturversuche. Wenn sich nämlich aus dem Geräusch ein echter Schaden entwickelt, musst Du dem Garantie- /Gewährleistungsgeber gegenüber nachweisen können, dass Du bereits sehr früh auf den Schaden hingewiesen hast (aber niemand etwas unternommen hat...). Mehr kann ich von hier aus leider nicht dazu sagen.

Frage von Torben Reinker:

Hallo, ich fahre seit Kurzem einen Mercedes Vaneo 1.9, Bj. 2002, 118.000 Kilometer gelaufen, mit Automatikgetriebe. Während der Fahrt ist ein Rattern zu hören, es kommt von vorne links und ist geschwindigkeitsabhängig. Bei Kurvenfahrten verändert sich das Geräusch nicht. Auch bei Getriebestellung N ist während der Fahrt das Rattern zu hören. Im Stand ist es nicht da. Was könnte das sein? Der Händler, bei dem ich den Wagen gekauft habe, meint, er wäre technisch einwandfrei, dass glaubt er aber auch nur alleine.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde das Geräusch einem Gutachter vom TÜV, Dekra oder GTÜ vorführen und den um ein Gutachten bitten. Darin steht, dass das Fahrzeug nicht technisch einwandfrei ist und die wahrscheinliche Ursache des Geräusches. Damit dann zum Händler, der muss im Rahmen der Gewährleistung nachbessern. Tut er das nicht, wird es für ihn teuer, weil dann ein Jurist Ihre sicher berechtigten Ansprüche durchsetzen wird. Ich vermute entweder ein defektes Antriebswellengelenk, ein defektes Radlager oder ein defektes Differential....

Frage von Kean Kardanski:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Mazda Premacy, Baujahr 1999, mit 101 PS. Seit einigen Tagen habe ich Startprobleme. Wenn ich den Motor im kalten Zustand starten möchte, startet er manchmal nicht. Es funktioniert dann immer erst nach vielen Versuchen. Wenn ich ihn starten möchte, hört es sich an, als ob etwas einfach nur durchdrehen würde. Danke im Voraus für die Antwort, mit freundlichen Grüßen Kean Kardanski

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Kean, das dürfte der Anlasser bzw. der Magnetschalter sein. Bei älteren Autos kann man den Magnetschalter noch einzeln wechseln, bei neueren Autos muss der ganze Anlasser gewechselt werden. Vor dem Kauf teurer Neuteile würde ich den Anlasser erst mal ausbauen, alle Teile prüfen (Starterfreilauf, Ritzel, Magnetschalter) und erst dann zum Teilehändler gehen. Wenn Du das nicht selbst machen kannst, musst Du ohnehin in die Werkstatt. Aber immerhin weißt Du dann, was die tun müssen...

Frage von Wolfgang Strohmann:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich besitze einen Suzuki Swift, 51 PS, Baujahr 1996, gekauft gebraucht 2003. Hatte nie Probleme mit dem Auto, doch seit zwei Wochen, immer wenn ich beschleunige, fängt er an zu vibrieren. Das geschieht ab 60 km/h bis 70 km/h, danach hört das auf. Was hat das zu bedeuten? Herzlichen Dank. Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Strohmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Strohmann, das alte Schätzchen macht durch Vibrationen auf eine Unwucht in den Antriebswellen auf sich aufmerksam! Das kann ordinärer Verschleiß sein (dann Austausch einer oder beider Antriebswellen) oder eine Verhärtung der Fettfüllung in den Antriebswellengelenken (hier hilft öffnen der Manschetten und Neubefüllung mit einem geeigneten Fett -MoSo2-Fett-). Gute Fahrt wünscht Der Autopapst

Frage von Bernd Ritter:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich fahre einen Skoda Octavia 1,6 SLX , 101 PS, Baujahr 1999, 109.000 Km. Nun habe ich folgendes Problem: Zwischen dem zweiten und dritten Gang ruckelt der Motor. Häufig liegen die Außentemperaturen dabei über 20 Grad Celsius. Luftfilter ist neu, Luftmassenmesser, Zündkerzen, Zündspule, Fehlerspeicher sind ok., sie wurden von Werkstätten geprüft. Zwei Werkstätten konnten mir nicht helfen bzw. keinen Fehler feststellen. Können Sie mir bitte helfen? Mit freundlichen Grüßen Bernd Ritter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Ritter, wahrscheinlich kann ich Ihnen auch nicht helfen! Wenn die Werkstatt mit dem Diagnosecomputer nicht weiter kommt, habe ich aus der Ferne faktisch keine Chance.... Spontan fiel mir allerdings das Zwei-Massen-Schwungrad Ihres Autos ein: VW hatte seinerzeit erhebliche Qualitätsprobleme mit diesem Bauteil. Wenn das Schwungrad im "Endstadium" ist, könnte es Reaktionen auslösen, die man normalerweise als "ruckeln" beschreibt. Da das Schwungrad aber nicht elektronisch geregelt ist, bedarf es keines Diagnosecomputers, sondern Erfahrung und Fachkenntnis des diagnostizierenden Personals. Und das gilt es zu finden. Es grüßt Der Autopapst

Frage von Sabrina:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Ford Ka, der 11 Jahre alt ist und damals auf Erdgas umgestellt wurde. Ich hab ihn seit ca. sechs Jahren. Nachdem der TÜV-Mensch großzügig über die Anlage hinweggesehen hat, frage ich mich, ob und in welchen Abständen diese gewartet werden sollte, und ob das auch der „Schrauber des Vertrauens um die Ecke“ machen kann/darf. Zudem geht das Auto nach dem Starten im Gasbetrieb neuerdings aus, im Benzinbetrieb nicht. Ist das bedenklich??? Was ist zu tun? Liebe Grüße Sabrina

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sabrina, ist der Ka wirklich auf Erdgas (CNG) oder doch auf Autogas (LPG) umgerüstet worden? CNG ist nachträglich fast nicht bezahlbar; andererseits gab es einige CNG-Ka´s direkt von Ford (die wurden aber auch in Mainz von einer Spezialfirma auf Erdgas umgebaut....). Ich würde jedenfalls eine Gasprüfung machen lassen (da wird die Anlage auf Dichtigkeit geprüft). Die Ausgeher im Kaltlauf sind wahrscheinlich normal; zunächst startet das Auto immer im Benzinmodus und schaltet erst nach einiger Zeit auf Gas um. Im Zweifel sind Thermofühler defekt, oder das Umschaltventil. Genaueres kann eigentlich nur ein Gaspezialist sagen, der das Auto vor sich hat. Solange das Auto fährt und noch TÜV hat, würde ich mir keine Sorgen machen .... meint Der Autopapst