Ford bringt schnellsten Serien-Mustang

Acht Zylinder und über 500 PS

Ford hat dem Shelby GT350-R Mustang Rennsportgene eingepflanzt.
Ford hat dem Shelby GT350-R Mustang Rennsportgene eingepflanzt. © Ford

Ford fährt auf der North American International Auto Show rasant auf. Neben dem Supersportwagen GT wird auch noch der stärkste Serien-Mustang aller Zeiten ins Rennen geschickt.

Ford fährt auf der Automesse in Detroit (bis 25. Januar) ganz groß auf. Neben dem Supersportwagen GT präsentiert der Hersteller mit dem Shelby GT350-R Mustang eine für die Rennstrecke optimierte Variante des Shelby GT350. Das limitierte Modell soll der schnellste Serien-Mustang sein, den Ford bis heute auf die Koppel geschickt hat.

Ford Mustang Shelby GT350-R mit Rennsportgenen

Unter seiner Motorhaube arbeitet ein Achtzylinder, der aus 5,2 Litern Hubraum mehr als 500 PS und ein maximales Drehmoment von über 540 Newtonmetern mobilisiert. Erstmals kommt eine sogenannte Flatplane-Kurbelwelle zum Einsatz, die eigentlich nur bei Rennautos oder Supersportwagen zu finden ist. Dabei sind die Kurbelwellenzapfen nicht im achtzylindertypischen 90-Grad-Versatz, sondern im 180-Grad-Winkel angeordnet. Dadurch hat das Renn-Pony ein direkteres Ansprechverhalten und hohe Leistung auch im oberen Drehzahlbereich.

Außerdem hat der Shelby GT350-R ein speziell entwickeltes Fahrwerk, das unter anderem durch Stabilisatoren und einem niedrigen Fahrzeugschwerpunkt ein agileres Fahrverhalten verspricht.

Ford Mustang Shelby GT350-R verzichtet auf Komfort

Nicht so weit oben auf der Liste stand Komfort. Um über 65 Kilo Gewicht einzusparen, verzichtet der Fahrer beim Shelby GT350-R auf Klimaanlage, Audio, Rücksitze, Rückfahrkamera, Teppiche sowie auf die Verkleidung des Kofferraums. Der Wegfall der Auspuff-Schalldämpfer soll auch zur Gewichtseinsparung beitragen, aber auch für einen markanten Sound sorgen. Wer seine Komfortansprüche nicht herunterschrauben will, kann optional ein Paket mit Klimaanlage, Navigationssystem, einem Audiosystem und einigem mehr bestellen.

Masse sparen will die R-Version des Shelby auch durch die Räder. Die serienmäßig montierten Carbon-Exemplare sind jeweils 6,5 Kilo leichter als herkömmliche Aluminium-Räder und werden sonst nur bei Supersportlern eingesetzt.

Ford Shelby GT350-R Mustang eines von zwölf Performance-Fahrzeugen

Nicht nur am Gewicht, sondern auch an der Aerodynamik wurde gefeilt. Ein überarbeiteter Frontspoiler sowie ein neu entwickelter Heckflügel aus Karbon sorgen für besseren Abtrieb. Ein verkleideter Unterboden, der Heckdiffusor, Luftkanäle in den Radkästen sowie spezielle Windabweiser reduzieren die Luftturbulenzen.

Der Shelby GT350-R Mustang ist eines von zwölf Performance-Fahrzeugen, die Ford bis 2020 auf den Markt bringen will. In Europa wird das Rennpferd jedoch nicht über das offizielle Händlernetz verfügbar sein. In Kanada und Amerika startet er noch in diesem Jahr. (SP-X)