Ford Galaxy: Kaum Probleme nach der Abnabelung

Zweite Generation ab 2006

Der Ford Galaxy bietet enorm viel Platz. © Ford

Die erste Generation des Ford Galaxy musste öfters von den „Gelben Engeln“ betreut werden. Nach der Trennung vom damals baugleichen VW Sharan nahmen die Probleme ab.

Der Ford Galaxy gehört zu den Fahrzeugen für Großfamilien. Bis zu sieben Passagiere können mitfahren, und auch für lange Fahrten mit voller Besetzung bietet er genügend Komfort. Allerdings nützt das nichts, wenn die Reise wegen technischer Probleme jäh endet. Beim Galaxy war das im Vergleich oft der Fall: Die ADAC-Pannenstatistik führt den Van der bis 2006 gebauten ersten Generation mit «überdurchschnittlichen Pannenquoten und Mängeln».

Bis 2006 baugleich mit VW Sharan und Seat Alhambra

Zu den Mängeln gehören dem ADAC zufolge defekte Turbolader und abgerutschte Turbodruckschläuche bei Dieselmotoren der Baujahre bis 2005. Der Automobilclub verweist außerdem auf kaputte Lichtmaschinen (bis 2005), klappernde Achsen aufgrund maroder Koppelstangen (bis 2006) und defekte Antriebswellen bei Exemplaren von 2004. Bei der zweiten Generation gingen die Zulassungszahlen stark zurück, der Münchner Automobilclub beobachtete dennoch auch beim Neuen Probleme mit dem Turbolader (Diesel 2006/2007) und gelegentlich verstopfte Rußpartikelfilter (2007). 2008 gab es einen Rückruf, weil der Bremskraftverstärker bei Kälte auszufallen drohte.

Ab 1995 war Ford elf Jahre lang beim Thema Großraumlimousine eng verbunden mit Seat und Volkswagen, deren Geschwistermodelle Alhambra und Sharan nahezu baugleich mit dem Galaxy waren. 2006 legte Ford die zweite Generation auf, diesmal als eigenständige Entwicklung auf Basis des S-Max. Mit 4,82 Meter fiel der Galaxy ein gutes Stück länger aus als der Vorgänger. 2010 wurde das Modell überarbeitet. Äußerlich gab es Retuschen - vor allem an der Fahrzeugfront - und unter dem Blech ein Doppelkupplungsgetriebe sowie neue Motoren.

Neuer Dieselmotor seit 2010

Vor rund einem Jahr wurde ein neuer Einstiegsdiesel ins Programm genommen. Aus 1,6 Liter Hubraum schöpft er 85 kW/115 PS. Je nach Baujahr und Generation leisten die übrigen Selbstzünder bis zu 147 kW/200 PS. Bei den Benzinmotoren reicht die Spanne von 85 kW/115 PS bis 150 kW/204 PS. Seit 2008 bietet Ford auch eine Flexifuel-Variante mit 107 kW/145 PS starkem Ethanolantrieb an.

Wer sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach einem solchen Ethanolfahrzeug umsieht, muss zum Beispiel für einen Galaxy 2.0 Flexifuel Titanium von 2009 rund 17.200 Euro anlegen. Diesen Wert und eine Durchschnittslaufleistung von 48.550 Kilometern nennt die Schwacke-Liste. Ein Exemplar eines ein Jahr jüngeren 2.0 TDCi DPF Titanium mit 85 kW/115 und durchschnittlich 43.750 Kilometern auf dem Zähler kostet noch etwa 22.700 Euro. Rund 17.350 Euro sind für den Benziner 2.3 Trend von 2008 mit 118 kW/160 PS bei 60.800 gefahrenen Kilometern fällig. (dpa/tmn)

Vorheriger ArtikelSkoda mit neuem Rekordjahr
Nächster ArtikelOpel bessert beim Ampera nach
Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.