Schwacher Automarkt: Ford beantragt Kurzarbeit

Sinkender Absatz in Europa

Fiesta-Produktion im Kölner Ford-Werk
Fiesta-Produktion im Kölner Ford-Werk © Ford

Der schwache Automarkt hat nun auch Auswirkungen auf die Beschäftigten im Kölner Werk von Ford. Das Unternehmen wird Kurzarbeit beantragen.

Für die Kölner Ford-Werke wird Kurzarbeit beantragt. Demnach sollten die Bänder zwischen Mai und Oktober an bis zu acht Tagen vor den Werksferien stillstehen, sagte ein Ford-Sprecher am Dienstag. Ein Antrag werde bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt. Als Grund nannte der Sprecher den schwächelnden Automarkt in Europa. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" davon berichtet.

4000 Ford-Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen

Während der Ford -Absatz im ersten Quartal in Deutschland bei einem Gesamtabsatz von 55.239 Fahrzeigen laut Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) mit einem leichten Rückgang von 0,9 Prozent im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres fast stabil blieb, ging er in Europa im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent zurück. Insgesamt konnte Ford in den ersten drei Monaten des Jahres europaweit 286.641 Fahrzeuge absetzen. Vor allem in Südeuropa brach der Verkauf ein. In Köln wird der Fiesta gebaut, 80 Prozent der Kleinwagen gehen in den Export.

Von der Kurzarbeit seien rund 4000 Mitarbeiter in der Produktion betroffen, sagte der Unternehmenssprecher. Sie sollten zusätzlich zum staatlichen Kurzarbeitergeld einen Zuschuss von Ford erhalten. Insgesamt beschäftigt Ford in Köln mehr als 17 000 Menschen. Im Werk Saarlouis ist nach Angaben des Sprechers zunächst keine Kurzarbeit geplant. (AG/dpa)