Studie: Autonomes Fahren gewinnt an Akzeptanz

So stellt sich Faurecia den Innenraum der Zukunft vor. © Faurecia

Die Akzeptanz am autonomen Fahren wächst: Fast ein Viertel der Deutschen kann sich vorstellen, ein Auto ohne Lenkrad zu nutzen.

Wie aus einer aktuellen Studie des Meinungsforschungsinstituts Puls im Auftrag des Zulieferers Faurecia hervorgeht, können sich 22,7 Prozent der Befragten Deutschen vorstellen, ein Auto ohne Lenkrad zu nutzen. 39,7 Prozent würden auch in einem Auto ohne Pedale unterwegs sein.


Die Autoren der Studie begründen diesen Zuspruch zur Nutzung eines autonomen Fahrzeuges damit, dass Autofahrer sich von Roboterautos mehr Komfort, weniger Konflikte und mehr Zeit zum Arbeiten erhoffen.

Wunsch nach mehr Gesprächen

So gaben fast 62 Prozent an, sich während der Autofahrt mehr Gelegenheiten für Gespräche mit den Mitfahrern sowohl auf der Kurz- (61,8 Prozent) als auch auf der Langstrecke (54,9 Prozent) zu haben. Diesen Aspekt hoben damit mit fast 79 Prozent vor allem junge Fahrer zwischen 18 und 30 Jahren hervor.

Für annähernd die Hälfte (48,0 Prozent) der Befragten ist es wichtig, auf kurzen Strecken Textnachrichten auf dem Handy checken können. Und das sowohl aus privaten als auch aus beruflichen Gründen. Der Wunsch im Internet zu surfen ist bei 52,6 Prozent der Fahrer auf langen Strecken ausgeprägt, 47,7 Prozent der Befragten würden indes die gewonnene Zeit zum Schlafen nutzen, „um ausgeruht das Ziel zu erreichen“, so die Autoren.

Digitalisierung spielt große Rolle

Gefragt wurden die Autofahrer auch danach, wie sie sich das Cockpit der Zukunft vorstellen: für fast 58 Prozent der weiblichen Befragten soll es ein Ort voller Displays, digitaler Anzeigen und Screens sein. 55,6 Prozent der Männer wünschen sich TV und die Integration Spielekonsolen im Auto, Einen Abschied von der starren Sitzposition im Auto wünschen sich 47,2 Prozent, Etwas mehr als ein Drittel (35 Prozent) sieht eine generell flexible Raumeinteilung

Auch die Digitalisierung nimmt für die Studienteilnehmer eine große Bedeutung ein. Die Sicherheit könnte für fast 43 Prozent durch Apps und Monitoring-Devices erhöht werden, die das eigene Fahrverhalten analysieren und Tipps für eine umweltfreundlichere Fahrweise geben. Allerdings spielt dabei das Thema Datenschutz eine wichtige Rolle. 31,3 Prozent lehnen die Datenerfassung ab. „Speziell für Pendler in urbanen Räumen werden digitale Lösungen, zum Beispiel via App, immer wichtiger. So kann das individuelle Fahrverhalten analysiert und personalisierte Tipps erstellt werden, um Emissionen auf ein Minimum zu reduzieren“, sagte der Mathias Miedreich, Vizepräsident Clean Mobility bei Faurecia Europa. „Es ergeben sich aus solchen Konstellationen und Interaktionen völlig neue Möglichkeiten, den Weg zu emissionsfreier urbaner Mobilität zu ebnen“, fügte er hinzu.

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