Skoda Octavia Scout: Nicht nur für Förster geeignet

Skoda Octavia Scout: Nicht nur für Förster geeignet
Der Skoda Octavia Combi Scout kann auch schlechte Wege. © Skoda

Der Skoda Octavia ist der Bestseller des tschechischen Autobauers. Nun gibt es ihn auch wieder in der kernigen Scout-Variante.

So unterwegs, ist der Octavia Combi ein echter Landstraßen-Souverän. Vor allem, wenn man den stärksten Diesel und Allradantrieb wählt. Mit 41.230 Euro ist die bisherige Top-Variante der Baureihe dann aber auch fast doppelt so teuer wie das Basismodell.


Mit dem „Scout“-Label versieht Skoda schon seit Jahren die kernig gestalteten Varianten seiner Allradautos. Für den neu aufgelegten Octavia Scout haben die Tschechen das Rezept ein wenig verwässert: Erstmals sind auch Varianten mit Frontantrieb zu haben. Den 2,0 Liter großen Vierzylinderdiesel mit 200 PS gibt es allerdings ausschließlich als 4×4-Modell und mit Automatik. Aktuell ist der stärkste Motor der Baureihe zudem ausschließlich in dem „Scout“-Modell zu haben, was die herausgehobene Stellung des Spitzenmodells noch einmal unterstreicht.

Elegantes Offroad-Design

Innen geht es im Skoda Octavia Scout elegant zu. Foto: Skoda

Wer den Octavia in der „Scout“-Variante bestellt, muss kein Förster sein. Das Offroad-Design fällt eher elegant als rustikal aus: Es gibt schmale Kunststoff-Planken an den Radhäusern, matt-metallene Zierelemente an den Stoßfängern, die nur noch dezent an einen Unterfahrschutz erinnern sowie Außenspiegelkappen im gleichen Ton. Dazu kommt eine um 1,5 Zentimeter höher gelegte Karosserie, was dank der serienmäßigen 18-Zoll-Felgen, die den entstandenen Zwischenraum geschmackvoll ausfüllen, aber kaum auffällt. Abgerundet wird das Optik-Upgrade noch mit ein wenig zusätzlichem Chrom-Schmuck und einer Dachreling, die keine spezielle Geländewagen-Ausstrahlung vermitteln. Unterm Strich passt der Octavia Scout in diesem Gewand genau so gut vor das Opernhaus wie auf den Acker.

Die Spezialität im Innenraum sind Sitzbezüge aus dem Spezialmaterial Thermoflux, der besonders atmungsaktiv sein soll. Mangels Sommerhitze ließ sich das in unserem Fall nicht überprüfen. Insgesamt bleibt es aber auch im Cockpit bei dem eleganten Stil, den zumindest die höheren Ausstattungslinien des Skoda-Kombis ausstrahlen. Wer abwaschbare Oberflächen oder zusätzliche Haltegriffe sucht, muss zu einem Geländewagen greifen.

400 Nm Drehmoment

Der Skoda Octavia Scout sieht elegant aus. Foto: Skoda

Der große Diesel ist zwar mit Allradantrieb kombiniert. Der jedoch dient weniger zum Passieren schlechter Wegstrecken als dazu, das immense Drehmoment des Diesels zu bändigen. Der aus diversen VW-Konzernmodellen bekannte Vierzylinder ist ein echtes Kraftpaket und schickt seine 400 Nm bereits deutlich unterhalb der 2.000-Touren-Schwelle Richtung Straße. Keine sieben Sekunden braucht der Skoda aus dem Stand auf Tempo 100, maximal sind 230 km/h möglich. Assistiert wird er dabei von einem serienmäßigen Siebengang-Dopplungsgetriebe, das im Alltag unauffällig und aufmerksam die richtigen Gänge bereitstellt. Lediglich bei plötzlichen Beschleunigungsbefehlen braucht es einen Augenblick, um seine Wellen, Kupplungen und Zahnräder korrekt zu sortieren. Glänzen kann der Antrieb vor allem bei gleichmäßiger Reisegeschwindigkeit auf Autobahn oder Landstraße, wo auch seine angenehm zurückhaltende Akustik gut hinpasst.

Insgesamt vier Antriebsvarianten bietet Skoda für den Octavia Combi Scout an. Den Einstieg markiert der 1,5-Liter-Ottomotor mit 110 kW/150 PS, den es außer in der handgeschalteten Variante (ab 32.810 Euro) auch mit Automatik (35.410 Euro) gibt. Beide Benziner sind ausschließlich mit Frontantrieb zu haben. Immer als Allrader und mit Automatik kommen die beiden 2,0-Liter-Diesel. Unterhalb des Top-Modells findet sich eine Ausführung mit 110 kW/150 PS für 39.320 Euro. Die anderen aus dem normalen Kombi bekannten Antriebe gibt es nicht; dort startet das Angebot mit einem 81 kW/110 PS starken Benziner (ab 22.970 Euro). (SP-X)

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