Skoda Karoq: Mit vielen Kleinigkeiten zum Erfolg

Skoda Karoq. Foto: Mertens
Der Skoda Karoq leistet sich keine Schwächen. © Mertens

Manchmal ist es die Summe der Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob man ein Automodell nun gut oder eher schlecht findet. So ist es auch beim Skoda Karoq.

Mit seinem zweiten SUV nach dem Kodiaq will die VW-Tochter ihren Erfolgskurs auch in 2018 ungebremst fortsetzen. Der Karoq soll die Marke aus dem tschechischen Mlada Bloeslav zu weiteren Höhenflügen führen, nachdem Skoda das Vorjahr mit einem neun Rekordabsatz beendet hat.


Gut, der Bestseller von Skoda ist nach wie vor der Octavia. Doch auf dem Weg zu neuen Bestmarken spielen gerade die SUVs eine herausgehobene Rolle. Das trifft insbesondere auf den Karoq zu, den wir als 1.5 TSI mit 150 PS und variabler Zylinderabschaltung getestet haben.

Skoda Karoq erfreut mit seinen Features

Doch bevor wir zu den Fahrleistungen und dem Fahrverhalten des Karoq kommen, bleiben wir noch bei den oben genannten Kleinigkeiten. Auch sie haben am Ende der Testfahrten dafür gesorgt, dass das Fazit zu diesem Kompakt-SUV positiv ausfällt.

Da ist beispielsweise die Lenkradheizung, die Skoda leise ins Ausstattungsprogramm aufgenommen hat. Klar kann man einwenden, dass eine Lenkradheizung nun wirklich nichts Großartiges, etwas besonders innovatives ist. Stimmt. Dennoch lernt man sie zu schätzen, gerade im Winter. Ich gebe dabei zu, dass ich statt Handschuhen im Winter lieber die Hände von einer Lenkradheizung wärmen lasse. Sie lässt sich übrigens wie die Sitzheizung gleich in vier Stufen bequem über das Touchscreen-Display des Infotainmentsystems steuern.

Skoda Connect an Bord

Das neue 9,2 Zoll Display im Skoda Karoq.
Das neue 9,2 Zoll Display im Skoda Karoq. Foto: Skoda

Zu den weiteren Kleinigkeiten gehört die Verstellung der Kopfstützen. Sie lassen sich über einen Knopf in der Kopstütze leicht verstellen. Die Zeiten, in den man die Arretierung der Kopfstützen kurz oberhalb des Sitzes lösen musste, was meist nur beidhändig ging, sind vorbei. Dass der Skoda beim Öffnen der Fahrer- oder Beifahrertür bei Dunkelheit den Markennamen auf die Straße projiziert, kann man als überflüssig ansehen. Man kann es aber auch anders sehen – und es schlicht nett finden.

Daneben rundet die Konnektivität den guten Eindruck des Karoq ab. Mit Skoda Care und Skoda Connect bieten die Tschechen ihren Kunden eine überzeugende Vernetzung. Mit den Konnektivitätsdiensten lassen sich beispielsweise Verkehrsinfos in Echtzeit abrufen und in die laufende Navigation einbeziehen. Daneben bietet das System auch Hilfe bei der Parkplatzsuche oder auch einen Tankstellenfinder. Natürlich lassen sich Infos wie Kilometerstand, Tankstand und Durchschnittsgeschwindigkeit per App vom heimischen Sofa aus abrufen.

Natürlich entscheidet man sich nicht allein wegen einer mehrstufigen Lenkradheizung oder einer Lichtprojektion für den Kauf eines Karoq. Doch wenn man ein Modell bei der Kaufentscheidung gegen das andere abwägt, sind es diese Kleinigkeiten, die den Ausschlag für einen Skoda oder das Auto eines anderen Herstellers geben.

1.5 TSI im Karoq mit guten Fahrleistungen

Skoda Karoq. Foto: Mertens
Der 1.5 TSI im Skoda Karoq leistet 150 PS. Foto: Mertens

Kommen wir zu den Fahrleistungen. Sie sind für die meisten Kunden schließlich das entscheidende Kriterium neben dem Aussehen. Unser Testwagen war mit dem Vierzylinder TSI mit 150 PS und variabler Zylinderabschaltung unterwegs. Es ist ein Aggregat, das nicht nur für einen kraftvollen Antritt sorgt, sondern sich am Ende auch wegen der Zylinderabschaltung als ausgesprochen effizient erweist.

Doch der Reihe nach: Der Reihenvierzylinder bietet ein maximales Drehmoment von 250 Nm (liegt zwischen 1500 und 3500 Touren an). So motorisiert kann man in Kombination mit dem Siebengang-DSG in gerade einmal 8,6 Sekunden mit diesem Rund 1,5 Tonnen schweren SUV auf Tempo 100 sprinten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 203 km/h. Das ist mehr als genug.

Karoq lässt wenig Wünsche offen

Skoda Karoq. Foto: Mertens
Das Heck des Skoda Karoq. Foto: Mertens

Auf dem Weg dorthin erweist sich Karoq als überzeugender Gefährte. Seine Leistungsentfaltung lässt wenig Wünsche offen, das Fahrverhalten ist selbst bei flotter Gangart in Kurven souverän; die Lenkung spricht direkt an. Und was ist mit besagter Effizienz? Gut, der in Aussicht gestellte Verbrauch von 5,6 Litern wurde verfehlt, aber am Ende unserer Testfahrten kam der Karoq mit 7,4 Litern (bei hohem Stadtanteil) aber noch auf einen zufriedenstellenden Verbrauch.

Ach ja, der Preis: Er beginnt für unseren Testwagen bei 29.890 Euro, ohne DSG werden 28.090 Euor fällig. Günstig ist das nicht, aber dafür bekommt der Kunde auch ein ziemlich überzeugendes Kompakt-SUV.

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