Skoda Fabia: Kleiner ganz groß

Der Skoda Fabia ist mit seinen Abmessungen ideal für die Stadt. © Mertens

Neben dem Octavia gehört der Fabia zu den Bestsellern der VW-Tochter Skoda. Doch was macht den Kleinwagen des tschechischen Autobauers so beliebt?

Schaut man ihn an, dann fällt einem als Grund sicherlich nicht als Erstes sein Aussehen ein. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Hässlich sieht der Skoda Fabia nicht aus. Doch sein Design steht nicht für großen Mut beim Design.


Dieses Auto polarisiert nicht, es ist gefällig. Genau mit dieser Biederkeit trifft er den Massengeschmack – so etwas muss man erst einmal hinbekommen. Damit ist man bei einem der Gründe, weshalb der Skoda Fabia Monat für Monat die Verantwortlichen beim Blick auf die Absatzzahlen erfreut.

Monte Carlo wertet Fabia optisch auf

Doch um von Generation zu Generation derart beliebt zu sein, braucht es mehr als ein mehrheitsfähiges Design. Das Gesamtpaket aus Design, Qualität und Technik muss stimmen. Und genau dies liefert der Fabia seinen Kunden – und gibt es sich nirgends wirklich eine Blöße. Der Fabia ist grundsolide: die Innenraumanmutung stellt selbst große Nörgler zufrieden und die Verarbeitungsqualität ist ebenso nicht zu beanstanden. Autos bauen kann man bei der VW-Tochter.

Der Skoda Fabia hat eine Länge von knapp über vier Metern. Foto: Mertens

Bei Skoda weiß man indes auch, dass es Kunden gibt, die sich etwas mehr Eigenständigkeit beim Aussehen ihres Fahrzeuges wünschen. Für diese Klientel haben die Tschechen die Ausstattungsvariante Monte Carlo aufgelegt. Sie fällt nicht nur durch eine auffällige Lackierung auf – unser Testwagen kam in Knall-Grün, sondern bietet auch weitere Nettigkeiten wie eine Sportpedalerie ein Multifunktionslenkrad oder Ziernähte in der Farbe der Außenlackierung oder auch Sportsitze. Sie sind indes so körperbetont geschnitten, dass sie nicht unbedingt für Fahrer mit einem Bodymaß-Index von jenseits der 27 geeignet sind. Wer sich für die Variante Monte Carlo entscheidet, kann sicher sein, dass er aus der Masse der häufig arg tristen Kleinwagen heraus sticht.

Gut motorisiert mit 1,0 Liter TSI-Benziner

Aber die Stärke eines Autos zeigt sich natürlich vor allem bei seiner Technik – und hier gibt sich der Fabia keine Blöße – zumindest nicht unser Testwagen, der mit einem 1, 0 Liter großen TSI-Benzinmotor mit 110 PS ausgestattet war. Es ist ein Aggregat, das wirklich gut zu diesem Auto passt. Mit seiner Leistung und seinem Drehmoment von 200 Nm sorgt es in Kombination mit seinem gut abgestimmten manuellen Sechsganggetriebe für einen kraftvollen Antrieb. Bis Tempo 100 vergehen so 9,5 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 195 km/h an. Das reicht. Das Fahrwerk unseres Fabia ist zwar durchaus straff abgestimmt, findet aber einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit.

Der Skoda Fabia bietet als 1.0 TSI mit 110 PS gute Fahrleistungen. Foto: Mertens

Und sportlich lässt sich der Fabia durchaus bewegen. Selbst in schneller gefahrenen Kurven lässt sich der Kleinwagen nicht aus der Ruhe bringen und zieht so ziemlich souverän seine Bahnen während der Landstraßenfahrt. Die direkt ansprechende Lenkung trägt dazu ihren Anteil bei. Und wie schaut der Verbrauch aus? Er hielt sich selbst bei einem hohen Stadtanteil in Grenzen. Gut, der in Aussicht gestellte Verbrauch des Dreizylinders von 4,7 Litern wurde verfehlt, doch die am Ende vom Bordcomputer angezeigten 6,1 Liter gehen vollauf in Ordnung.

Der Fabia hinterlässt in der Summe seiner Eigenschaften einen wirklich guten Gesamteindruck. Dass der Fabia kein günstiger Spaß ist, lässt sich erahnen: In der Ausstattungsvariante Monte Carlo mit 110 PS werden mindestens 21.390 Euro fällig. Aber dafür bekommt man dann aber auch ein gut ausgestattetes Auto vor die Tür gestellt.

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