Mitsubishi Eclipse Cross: Ein SUV mit vielen Stärken

Der Mitsubishi Eclipse Cross. © Mitsubishi

Der Markt der Kompakt-SUV ist umkämpft. Wer sich da von der Masse abheben will, der muss dafür schon einiges tun. Das versucht der Mitsubishi Eclipse Cross nicht nur durch seine abgeschräcktes Heck.

So ist der Eclipse Cross auch mit reichlich Chromschmuck im Gesicht, Charakterlinien in den Flanken und einem auffällig abgeschrägten Heck unterwegs. Jenseits der gleichermaßen auf- wie gefälligen Optik bietet er auch andere erfreuliche Talente, manchem fehlt allerdings ein gewisser Feinschliff.


Angesichts der coupéhaften Optik erwartet man einen stellenweise engen Innenraum, doch zwischen den 2,67 Meter voneinander entfernten Achsen bleibt ordentlich Raum für Beine und Häupter. Lediglich der Kofferraum fällt angesichts der 4,40 Meter langen Karosserie mit 359 bis 466 Liter etwas bescheidener aus. Der Von-bis-Wert ist den in Längsrichtung verstellbaren Fondsitzen geschuldet, die sich auch komplett umlegen lassen, was für maximal 1140 Liter Stauvolumen sorgt.

Eclipse Cross mit modernem Cockpit

Vorne hat man ein modern eingerichtetes Cockpit, dem auch ein gewisser Schick innewohnt. Es gibt Soft- und Hochglanz-Oberflächen, Ledersitze und Applikationen in Metalloptik oder einen großen Touchscreen für das Multimedia-System. Bei letzterem würde man eigentlich eine Navigation erwarten, welche allerdings nicht die Bordtechnik, sondern in unserem Testexemplar von einem per Android Auto oder Apple Carplay angeschlossenen Smartphone beigesteuert wird.

Der Innenraum des Mitsubishi Eclipse Cross ist ansehnlich. Foto: Mitsubishi

Das funktioniert erfreulich gut, alternativ kann man aber weiterhin auch klassische Navi-Hardware im Fahrzeug montiert bekommen, sofern man dafür 400 Euro Aufpreis investiert. Bei der von uns getesteten Top-Ausstattung ist dafür ein akustisch beeindruckendes Premium-Soundsystem von Rockford Fosgate grundsätzlich immer an Bord. Trotz einiger Highlights kann das Infotainmentsystem mit seiner nicht in allen Aspekten intuitiven Bedienlogik auch schon mal nerven, wie auch der Abstandstempomat, der zwar den Fahrer auf langen Strecken enorm entlastet, gelegentlich aber etwas unsensibel regelt. So wird in mancher Verkehrssituation unerwartet und unnötiger Weise gebremst, obwohl man als Fahrer das Tempo halten will.

Turbobenziner mit 163 PS

Alternativ zu einem im SUV-Segment einst obligatorischen Diesel bietet Mitsubishi für den Eclipse Cross einen 1,5-Liter-Turbobenziner. Letzterer versorgte unser Testexemplar mit 163 PS, die via stufenloser CVT-Automatik an alle vier Räder verteilt werden. Neben optimaler Traktion erfreut der Antrieb mit einer Automatik, die acht feste Übersetzungsstufen recht überzeugend simuliert und nur gelegentlich den etwas störenden Gummibandeffekt spüren lässt.

Längsdynamisch geht der 1,7-Tonner auf Wunsch einigermaßen stramm in knapp über 10 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 200 km/h möglich. Den leise und kultiviert arbeitenden Vierzylinder kann mit rund acht Litern auf 100 Kilometer in der Praxis fahren, wer allerdings häufiger aus dem Vollen schöpft, wird einen Expresszuschlag von ein bis zwei Litern hinnehmen müssen.

Gehobenes Tempo verleidetet ein wenig das parallel steigende Niveau der Windgeräusche, die zumindest jenseits der 130 km/h spürbar anschwellen. Ebenfalls dem Komfort abträglich sind ein bei groben Unebenheiten recht polteriges Fahrwerk, welches im Gegenzug allerdings nicht mit besonders dynamischen Talenten überzeugen mag.

Gutmütiges Fahrverhalten

Entweder mag man das Heck des Mitsubishi Eclipse Cross oder man mag es nicht. Foto: Mitsubishi

Zumindest in einigen Situationen, auch einer synthetischen Lenkung geschuldet, manövriert der Cross etwas tapsig durch Biegungen. Doch unterm Strich bleibt er stets gutmütig und sicher, zumal neben den verpflichtenden Regelsystemen auch Kollisionsverhinderer, Spurhalte-, Totwinkel- oder Ausparkassistent an Bord sind.

Ohnehin, die Ausstattung: Wie bei Mitsubishi üblich, ist sie beim höchsten Niveau sehr umfangreich. Der Kunde kann lediglich noch zwei Metallic-Lacke, ein Panorama-Glasschiebedach und besagtes Navi ordern, doch ansonsten bleiben kaum Wünsche offen. Hier nur ein paar Highlights: Ledersitzbezüge, elektrische Parkbremse, Rückfahrkamera, 18-Zoll-Räder, Bi-LED-Scheinwerfer, beheizbares Lenkrad und Frontscheibe, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Zwei-Zonen-Klimaautomatik oder ein Head-up-Display sind serienmäßig an Bord. Der Preis von 35.090 Euro scheint angesichts des Gebotenen verführerisch klein. (SP-X)

1 Kommentar

  1. Als ich 1.7 Tonnen und die nervige Abstands-Bevormundung las, habe ich die minimale Interessensbekundung direkt ad acta gelegt. Ebenfalls schwach, dass neue Autos bei normaler Fahrweise noch 8 Liter durch die Leitungen drücken, ständig online sind ( von wegen Datenschutz) und jährlich eine Abzockwartung benötigen.

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