Mazda CX-3: Effizientes Mini-SUV

Der Mazda CX-3 wird nur noch mit einem Motor angeboten. © Mazda

Der Mazda CX-3 ist für den japanischen Autobauer nicht irgendein Modell. Es ist nach dem CX-5 das volumenstärkste im Portfolio. Nun kommt das Facelift auf den Markt.

So wurden seit der Markteinführung des CX-3 im Jahr 2015 auf dem deutschen Markt fast 73.000 Einheiten des kleinen Mini-Crossover verkauft. Allein im Vorjahr entschieden sich über 19.000 Kunden für einen CX-3, wie Deutschlandchef Bernhard Kaplan bei der Vorstellung des neuen Modells am Firmensitz des Importeurs in Leverkusen sagte.


Doch des SUV spielt nicht nur in Deutschland eine wichtige Rolle, sondern auch global und mit Blick auf die Einhaltung der CO2-Grenzwerte von 95 g/km bis 2021. So wurden im Vorjahr weltweit fast 160.000 Einheiten abgesetzt, davon rund 59.000 in Europa. Der CX-3 macht damit 36 Prozent aller weltweiten Verkäufe der Japaner aus.

4000 Einheiten in 2021 angepeilt

Dieser Erfolgsgeschichte wird sich indes in diesem Jahr nicht fortsetzen, denn Mazda hatte in seinem Werk in Hiroshima eine Produktionspause von einem halben Jahr. Erst im Juli wurde die Produktion wieder aufgenommen. Für das kommende rechnet Kaplan mit 4000 Einheiten. Diese sollen dann einzahlen auf den Flottenverbrauch der Marke.

Damit Mazda nicht Gefahr läuft beim Überschreiten des Grenzwertes Strafzahlungen zu leisten, wurde das Antriebsprogramm deutlich gestrafft. So wird der CX-3 in diesem Jahr nur noch mit einer Antriebsvariante angeboten: dem 2.0.Liter-Benziner mit 121 PS. Er steht mit 20.851 Euro in der Preisliste. Er verfügt ausschließlich über Frontantrieb. Verabschiedet hat Mazda sich vom Diesel und dem Benziner mit 150 PS. Beim nun facegelifteten CX-3 kann der Kunde wählen zwischen einen manuellen Sechsganggetriebe und einer Sechsstufenautomatik.

Auch Sondermodell Homura im Angebot

Der Innenraum des Mazda CX-3. Foto: Mazda

Ansonsten hat sich Mazda auch bei den Ausstattungsvarianten verschlankt. Neben der bereits gut ausgestatteten Einstiegsvariante (u.a. mit Connect-System, Klimaanlage, Tempomat und 16 Zoll-Leichtmetallfelgen) rangiert nur noch die Ausstattungsvariante Selection. Sie steht mit 23.532 Euro in der Preislistet und wartet zudem noch mit einer Ein- und Ausparkhilfe, einem Navigationssystem, einer Sitzheizung und einem Spurhalteassistenten auf. Daneben gibt es noch das Sondermodell Homura (ab 24.019 Euro), das vor allem durch seinen Innenraum mit weißen und braunen Farbtönen auffällt.

Gemeinsam ist für alle Variante die Zylinderabschaltung im Skyactiv-G-Motor. Er sorgt für die Abschaltung von zwei der vier Zylinder und agiert damit deutlich effizienter. Der NEFZ-Verbrauch habe sich dadurch von 6,2 auf 5,3 Liter auf 100 Kilometer reduziert, eine Ersparnis von 14,5 Prozent, wie ein Sprecher sagte. Nach dem neuen WLTP-Zyklus wird ein Verbrauch von 6,2 Liter auf 100 Kilometer angegeben. Und wie schaut es in der Praxis aus? Bei den Testfahrten rund um Leverkusen standen am Ende sogar nur 5,8 Liter auf dem Bordcomputer bei allerdings gemächlicher Fahrweise.

Spitze von 191 km/h

Der Mazda CX-3 sieht auch von hinten ansprechend aus. Foto: Mazda

Ein Ausbund an Sportlichkeit ist der Benziner gefühlt indes nicht, auch wenn die Leistungsdaten eine Sprintzeit von 9,1 Sekunden auf Tempo 100 aufweisen. Wer es mit ihm flotter angehen lassen will, muss ihn schon in höheren Drehzahlbereichen bewegen. Das geht dann aber auch mit einem höheren Verbrauch einher. Die Höchstgeschwindigkeit ist übrigens bei 191 km/h erreicht – was völlig ausreicht.

Mit Blick auf seine Fahreigenschaften hinterlässt der CX-3 einen guten Eindruck. Das Fahrwerk ist straff, aber dennoch komfortabel und die Lenkung reagiert direkt. Da muss man keine Kompromisse machen. Das trifft auch auf die neuen Vordersitze zu, die einen guten Seitenhalt bieten. AppleCar-Play ist neuerdings auch ohne USB-Kabel zu nutzen. Der 4,28 Meter lange CX-3 ist nach wie vor indes kein Raumwunder. Fahrer und Beifahrer sitzen zwar bequem, im Fond geht es indes für Großgewachsene mit Blick auf Kopf- und Kniefreiheit etwas eng zu. Doch das hat man mit anderen Fahrzeugen in dieser Klasse gemein. Das Kofferraumvolumen liegt bei akzeptablen 350 Liter.

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