Kia XCeed: Ausgestattet mit Erfolgsgenen

Optisch ansprechend: der Kia XCeed. © Kia

Der koreanische Autobauer Kia bietet vom Ceed eine vierte Modellvariante an: den XCeed. Bei Testfahrten hinterließ der Crossover einen stimmigen Eindruck.

Der Kia Ceed hat sich für den koreanischen Autobauer zu einem Verkaufsschlager entwickelt. Mit 10.472 im ersten Halbjahr abgesetzten Einheiten hat sich der Absatz im Vergleich zum Vorgänger verdoppelt. Und der positive Trend soll sich fortsetzen. Dafür sorgen soll der Kia XCeed, die vierte Modellvariante nach dem Ceed, Ceed SW und ProCeed. Der XCeed wird ab dem 21. September beim Händler stehen.


„Ich gehe davon aus, dass auf den XCeed 50 Prozent des Absatzes innerhalb der Baureihe entfallen wird“, sagte Deutschland-Geschäftsführer Steffen Cost bei der Vorstellung des Crossover in Marseille. Die Chancen, dass sich die Hoffnungen von Cost erfüllen, stehen nicht schlecht. Denn mit dem XCeed präsentieren die Koreaner eine ausgesprochen ansehnliche Erweiterung der Baureihe.

Kia XCeed mit 2,65 Meter Radstand

Gerade von der Seite sorgt der XCeed mit seiner coupéartigen Dachlinie und seinen stimmigen Formen für einen für einen attraktiven Auftritt. Das trifft auch auf das breitet Heck zu. So verfügt der 4,40 Meter lange Xceed mit 2,65 Meter zwar über den gleichen Radstand des Ceed, doch die Überhänge haben vorn und hinten zugenommen. Trotz seiner coupéhaften Form finden im Fond selbst großgewachsene Personen jenseits der 1,80 Meter ausreichend Kopf- und Beinfreiheit vor.

Da Fahrerinnen und Fahrer eines SUV beziehungsweise eines Crossovers gern höher sitzen (einer der Kaufgründe für diese Fahrzeuge), bietet Kia ihnen eine im Vergleich zum Ceed um 4,4 Zentimeter erhöhe Sitzposition. Das erleichtert das Ein- und Aussteigen deutlich. So wie die Passagiere im Innenraum über mehr Platz verfügen, gibt es davon auch mehr im Kofferraum: der wuchs um 31 Liter auf 426 Liter.

Erstmals mit Digitaldisplay

Der Kia XCeed ist mit einem Digitaldisplay unterwegs. Foto: Kia

Nach dem bequemen Einstieg in den wertig anmutenden Innenraum fällt dem Betrachter zunächst das über der Mittelkonsole schwebende 10,25 Zoll große Navigationssystem auf. Es bietet nicht nur einen Touchscreen mit guter Auflösung, sondern verfügt auch über Echtzeit-Verkehrsinformationen. Per App lässt sich das Smartphone auch mit dem Auto verbinden: beispielsweise kann man so vor der Abfahrt ein Navigationsziel aus seinen Kontakten an das Fahrzeug senden, sodass man sein Ziel nach dem Einstieg nur noch bestätigen muss. Das Eingeben der Adresse im Fahrzeug entfällt.

Erstmals in einem Kia zum Einsatz kommt auch ein 12,3 Zoll großes Digitaldisplay. Bislang ist es indes nicht nach den Wünschen des Fahrers konfigurierbar, was aber zu einem späteren Zeitpunkt kommen soll. Doch solche Spielereien sind verschmerzbar – auch so bieten die Digitalanzeigen alles, was man an Informationen braucht.

Effiziente Motoren

Zum Marktstart im September wird der Kia XCeed mit drei Benzin- und zwei Dieselmotoren mit einer Leistung von 115 bis 204 PS angeboten. Von uns gefahren wurde bei den Testfahrten der 1.6 T-GDI mit 204 PS und einer gut abgestimmten Siebengang-Automatik. Diese Motorisierung kennt man bereits aus den GT-Versionen des Ceed. Wer nach etwas Sportlichkeit verlangt, wird an dieser Topmotorisierung nicht vorbeikommen.

So bietet der Turbobenziner ein maximales Drehmoment von 265 Nm, das zwischen 1500 bis 4500 Umdrehungen anliegt. Wer will, der kann mit diesem Aggregat den Sprint auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden absolvieren, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 220 km/h an. Das sollte selbst auf Geschwindigkeit fixierte Fahrerinnen und Fahrer reichen. Der Verbrauch wird mit 6,2 Litern im Drittelmix auf 100 Kilometern angegeben. Unter Realbedingungen sollte man hier aber mindestens einen Liter aufschlagen.

Fahrmodusschalter bei Automatik

Das wuchtige Heck des Kia XCeed. Foto Kia

Das Fahrwerk des Kia XCeed hinterließ bei den Testfahrten durchs kurvige Hinterland von Marseille einen guten Eindruck. Der Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort ist den Entwicklern gut gelungen. Wer wie mir mit der Automatik unterwegs ist, der verfügt zudem über einen Fahrmodusschalter, mit dem er zwischen Sport und Normal wählen kann.

Wer sich für den Sportmodus entscheidet, der spürt beim Fahren ein etwas schnelleres Ansprechverhalten des Motors und eine reduzierte Lenkunterstützung. Das ist ein nettes Gimmick, aber auch ohne diese wählbaren Modi ist man in diesem XCeed gut unterwegs.

Vielzahl von Assistenzsystemen

Kein Gimmick sind die Fahrassistenzsysteme, die für mehr Sicherheit beitragen. So ist er unter anderem mit einem Frontkollisionswarner, einem aktiven Spurwechselassistenten, einem Querverkehrswarner oder auch einer adaptiven Geschwindigkeitskontrolle unterwegs. Der Einstiegspreis für den XCeed liegt bei der Ausstattungsvariante „Edition 7“ bei 21.390 Euro, die Topvariante „Platinum“ steht mit 33.640 Euro in der Preisliste.

Wie Deutschland-Chef Cost sagt, werde es vom Ceed auch noch eine fünfte Baureihe geben – nämlich eine elektrifizierte. So wird im kommenden Jahr noch ein Plug-in-Hybrid mit einer Reichweite von 60 Kilometern nachgereicht.

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