Kia Stonic 1.6 CRDI: Kleines SUV mit vielen Stärken

Der Kia Stonic sieht optisch ansprechend aus. © Kia

Der Kia Stonic gefällt. Mit seiner Zweifarblackierung sticht das kleine SUV sofort ins Auge. Doch nicht nur optisch vermag der Koreaner zu überzeugen.

Für diesen positiven Eindruck sorgt zunächst einmal, dass man im Stonic SUV-typisch leicht erhöht sitzt. Genau dieser Aspekt ist es, weshalb derzeit so viel Kunden sich für einen SUV entscheiden und damit den Herstellern hohe Absatzzahlen bescheren. Mit zunehmendem Alter lernt man dieses bequeme Ein- und Aussteigen sehr zu schätzen.


Aber allein das erhöhte Sitzen sorgt natürlich noch nicht dafür, dass ein Auto den Fahrer oder Fahrerin überzeugt. Dafür sind noch andere Aspekte wie beispielsweise Design oder  das Fahrverhalten verantwortlich. Doch auch in diesen beiden Bereichen braucht sich der Kia Stonic nicht zu verstecken, den wir als 1.6 CRDI mit 136 PS gefahren sind.

Stonic mit kompakten Abmessungen

Bleiben wir zunächst beim Design: Mit seiner Länge von gerade einmal 4,14 Meter erweisen sich die Abmessungen des Stonic auch für die Stadt als ideal, um hier ohne Anstrengungen im Verkehr mit zu schwimmen und vor allem auch bei der Parkplatzsuche erfolgreich zu sein. Zusammen mit seiner Breite von 1,76 Meter und einer Höhe von 1,52 Meter ist der Stonic schön kompakt.

Das Cockpit des Kia Stonic. Foto: Kia

Von vorn betrachtet, fallen neben den großen Lufteinlässen vor allem die schmalen Scheinwerfer auf, die ihm einen eigenständigen Auftritt verleihen. An den Radläufen gibt es Kunstsstoffbeplankungen, die einen Hauch von Offroadcharakter vermitteln sollen. Doch abseits der Straße wird sich der Stonic eher selten verirren, denn Allrad gibt es für ihn natürlich nicht. Sein Einsatzgebiet ist vor allem die Stadt – und hier fühlt er sich ebenso wohl, wie auf der Landstraße oder der Autobahn.

Vierzylinder-Diesel mit 136 PS

Denn mit seinen 136 PS bietet der Vierzylinder-Diesel ausreichend Kraft, um mit dem fast 1,4 Tonnen schweren Stonic auch einmal schneller von A nach B zu kommen. Das maximale Drehmoment von 280 Nm liegt über das breite Drehzahlband von 1500 bis 3000 Umdrehungen in der Minute an. So unterwegs, kann man in Kombination mit dem manuellen Sechsganggetriebe in 10,3 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen, ehe die Spitzengeschwindigkeit bei 185 km/h erreicht ist. Mehr braucht man nicht. Der Verbrauch lag im Durchschnitt mit einem hohen Stadtanteil bei guten 5,5 Litern.

Wenn es denn etwas zu beanstanden gibt, dann war es neben dem wahrnehmbaren Dieselaggregat die  hakelige Schaltung in unserem Testwagen. Das kann Kia eigentlich deutlich besser. Ansonsten hinterließ die direkt abgestimmte Lenkung ebenso einen guten Eindruck, wie das straff, aber keinesfalls unkomfortabel abgestimmte Fahrwerk. Es bügelte die auf den Berliner Straßen leider viel zu häufig zu findenden Straßenschäden gut aus.

Ausreichend Platz im Fond

Auch von der Seite lässt sich der Kia Stonic sehen. Foto: Kia

Und was ist von Innenraum zu halten? Dort findet man zwar viel Kunststoff vor, doch der ist gut verarbeitet und trübt den guten Gesamteindruck des Stonic nicht. Eine feine Sache ist das Kia Navigationsystem (790 Euro). Mit ihm lassen sich über den Touchscreen unkompliziert Navigationsziele eingeben und das Audiosystem bedienen. So intuitiv das Navi funktioniert, lässt sich mit ihm auch ebenso problemlos ein Smartphone verbinden. Doch ist so etwas nicht selbstverständlich? Sollte es eigentlich sein. Ist es leider nicht, selbst bei Premiumherstellern findet man Systeme, wo man zuvor sein Abitur ablegen muss.

Das Platzangebot geht vollauf in Ordnung: Fahrer und Beifahrer können bequem sitzen. Und selbst im Fond kann man als Großgewachsener Platz nehmen. Kopf- und Kniefreiheit gehen in Ordnung. Das Kofferraumvolumen liegt bei 352 Litern. Legt man die Rückbank um, sind es 1155 Liter. Der Preis für den Stonic beginnt mit der Ausstattungsvariante Edition 7 bei 15.9990 Euro. Der Basispreis unseres Testwagens liegt in der Variante Spirit bei 24.790 Euro. Zusammen mit Features wie einer Anhängerkupplung Abnehmbare Anhängerkupplung 680,00 EUR, dem Navi, dem Technologie-Paket (890 Euro) und der Zweifarblackierung (850 Euro) kommen so 28.000 Euro zusammen.

Vorheriger ArtikelDeutscher Automarkt im Juni im Rückwärtsgang
Nächster ArtikelRenault Captur: Neuauflage des Klein-SUV
Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.