Kia Sorento: Mittelklasse-SUV mit Premiumflair

1.6 T-GDI Hybrid AWD

Kia Sorento: Mittelklasse-SUV mit Premiumflair
Der Kia Sorento bringt es auf eine Länge von 4,81 Meter. © Carl Mertens

Der Kia Sorento fällt auf. Allein schon wegen seiner Größe sticht die vierte Generation des Mittelklasse-SUV des koreanischen Autobauers ins Auge.

Kein Wunder: Der Kia Sorento bringt es auf eine Länge von 4,81 Meter, eine Breite von 1,90 Meter und eine Höhe von 1,70 Meter. Mit diesen Abmessungen ist das SUV der Koreaner ein richtig großes Auto.


Wer ohnehin mit diesem Segment seine Probleme hat – und das haben in Zeiten des SUV-Bashings nicht wenige – dürfte den Sorento für die städtischen Straßen als zu groß geraten betrachten.

Selbstbewusster Preis für Hybrid

Der Innenraum des Kia Sorento hinterlässt einen wertigen Eindruck. Foto: Mertens

Doch wer ein SUV mit ausreichend Platz sucht und ein handlich zu bewegendes Gefährt für sich und die Familie sucht, sollte sich die vierte Generation des Sorento auf jeden Fall anschauen. Der Blick lohnt: Allein optisch macht der Neue etwas her. Der Kühlergrill mit der Wabenstruktur und den schön geformten Scheinwerfern ist nett anzuschauen. Mit dieser Front braucht sich der Sorento im Segment keineswegs verstecken. Das weiß man auch bei Kia. Die Zeiten des groß und günstig sind beim Sorento dann auch längst vorbei: der von uns gefahrene 1.6 T-GDI Hybrid mit Allradantrieb und Sechsgang-Automatik steht mit einem Grundpreis von selbstbewussten rund 51.000 Euro in der Preisliste. Für unseren Testwagen mit Metalliclackierung, Safety-Paket und der Ausstattungsvariante Spirit werden 52.415 Euro fällig.

Stolzer Preis, stimmt. Doch dafür bekommt man auch ein bereits gut ausgestattetes Auto vor die Tür gestellt, was wenig Wünsche offen lässt. Dazu gehören auch eine Vielzahl von Assistenzsystemen wie beispielsweise einen Spurwechselassistenten oder einem Totwinkelwarner mit Anzeige im Cockpit (eine feine Sache).

Angesichts seiner Außenabmessungen finden die Passagiere im Innenraum ausreichend Platz vor. Auch Großgewachsene können im Fond dank eines Radstandes von 2,82 Metern ausgesprochen bequem sitzen. Und wer will, der kann optional auch eine dritte Sitzreihe ordern, sodass sogar sieben Personen im Kia transportiert werden können.

910 Liter Kofferraumvolumen

Dank Allrad kann man im Kia Sorento auch auf Waldwegen gut vorankommen. Foto: Carl Mertens

Wie es sich für ein Auto mit diesem Preis gehört, lässt sich die Heckklappe elektrisch öffnen. Was sich einem dort offenbart, beruhigt den Familienvater bzw. die: Bis zu 910 Liter Kofferraumvolumen beim Fünfsitzer reichen selbst für den Sommerurlaub aus. Die Qualitätsanmutung im Innenraum bewegt sich fast auf Premiumniveau. Die Materialien sehen nicht nur wertig aus, sondern fühlen sich auch so an. Hier braucht sich Kia im Wettbewerbsumfeld wahrlich nicht zu verstecken. Das trifft auch auf das Digitalcockpit und das Infotainmentsystem inklusive einer gute Bose-Audio-Anlage zu. Bei all dem gibt es nichts zu meckern.

Doch wie fährt sich der Sorento? Gut, wirklich gut. Mit seiner Leistung von 230 PS und einem Drehmoment von 350 Nm sorgt das über 1,8 T0nnen schwere SUV für gute Beschleunigungswerte. So vergehen bis Tempo 100 gerade einmal neun Sekunden. Den Weg dorthin legt der Sorento ausgesprochen souverän zurück. Der Vierzylinder-Turbobenziner ist auch dank der E-Unterstützung durch den Vollhybrid ausgesprochen laufruhig. Der Hybrid sorgt im Stadtverkehr zudem dafür, dass man beispielsweise einige Strecken wie beim Anfahren elektrisch zurücklegen kann. Die Lenkung reagiert ziemlich direkt und vermittelt dem Fahrer bzw. der Fahrerin eine gute Rückmeldung.

Guter Verbrauchswert

Auch das Heck des Kia Sorento lässt sich sehen. Foto: Carl Mertens

Das Fahrwerk ist zwar straff abgestimmt, aber komfortabel genug, um so auch länge Strecken ziemlich entspannt zurücklegen zu können. Und entspanntes Reisen kann dieser Sorento. Mit ihm legt man gern auch einmal längere Strecken zurück – und das dank des Allradantriebes auch im Winter. Und der Verbrauch?: Der lag bei den Testfahrten bei 7,7 Litern. Ein guter Wert für ein Auto dieser Klasse.

Der Sorento ist mit seinem Preis zwar kein günstiges Auto, aber er bietet dafür seinem Fahrer auch einiges. Wer also im Mittelklasse-Segment nach einem SUV Ausschau hält, der sollte sich auch den Sorento mal genauer anschauen. Viel falsch machen kann man mit ihm nicht.

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