Hyundai i10 N Line: Auf sportlich getrimmt

Hyundai hat den i10 einem Touch Sportlichkeit verliehen. Dazu bringt der koreanische Autobauer seinen Kleinwagen als dynamische N Line-Variante auf den Markt.

Der i10 gehört zu einer festen Größe im Modellangebot von Hyundai – und das wird auch so bleiben. Während sich andere Hersteller aus diesem Segment verabschieden, halten die Koreaner unverdrossen daran fest und bieten vom i10 nun auch eine sportliche N Line-Variante an.


Mit ihr will der Importeur die Kundinnen und Kunden erreichen, die auch in diesem Segment nicht auf Sportlichkeit verzichten wollen. So fährt die N Line-Variante mit dem 1,0 T-GDI Dreizylinder-Benziner mit einer Leistung von 100 PS vor. Das sind 16 PS mehr als der herkömmliche i10 mit seinem 1.2 Liter Dreizylinder zur Verfügung stellt.

So motorisiert stellt die N Line-Variante ein maximales Drehmoment von 172 Nm zur Verfügung, das bereits bei 1500 Umdrehungen in der Minute anliegt. In Kombination mit dem knackig abgestimmten manuellen Fünfganggetriebe spurtet der i10 in 10,5 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 185 km/h erreicht. Im Vergleich: der 1.2 Liter-Benziner braucht für den Sprint 2,1 Sekunden mehr und seine Höchstgeschwindigkeit ist bereits bei 171 km/h erreicht.

Gute Straßenlage, direkt ansprechende Lenkung

Das Cockpit des Hyundai i10 N Line. Foto: Hyundai

Der kleine auf sportlich getrimmte Koreaner hinterlässt dabei einen guten Eindruck – auch wenn er mit dieser Motorleistung zu keinem Sportwagen mutiert. 100 PS sind halt nur 100 PS, auch in einem nur 1,1 Tonnen schweren Fahrzeug. Dennoch lässt sich der i10 N Line flott fahren, seine Straßenlage ist gut und sein Kurvenverhalten gibt ebenso wenig Anlass zu Beanstandungen wie die direkt ansprechende Lenkung.

Das ist alles recht stimmig. Das einzige, was ein wenig stört, ist sein vernehmlich arbeitender Motor, aber das ist auch bei Dreizylindern anderer Hersteller nicht anders. Als Verbrauch werden 5,4 Liter in Aussicht gestellt, bei den Testfahrten über die Landstraße lagen wir bei 6,3 Litern. Das könnte für einen Kleinwagen etwas weniger sein.

Vielzahl von Assistenzsystemen

Der Hyundai i10 N Line wird von einem Dreizylinder-Turbobenziner angetrieben. Foto; Hyundai

Neben seinem stärkeren Motor wartet die N Line-Variante noch durch einige nett anzuschauende Features auf. Dazu gehört unter anderem ein Kühlergrill in Kaskadenoptik, 16 Zoll Leichtmetallfelgen, abgetönte hintere Seitenscheiben und eine Sportpedalerie in Alu. Bei den Sicherheitsfeatures verfügt der Kleine über einen Frontkolisionswarner mit Fußgängerassistenten und einen Spurwechsel- und Aufmerksamkeitsassistenten. Für eine Auto in diesem Segment gehört das nicht zur Regel.

Gute Noten verdient sich der i10 auch mit seinem über ein 8 Zoll Touchscreen bedienbares Infotainmentsystem samt dem Bluelink. Über das Konnektivitätssystem lassen sich beispielsweise Infos zum Fahrzeug abrufen, die Türen über das Smartphone ver- oder entriegeln oder auch ein Ziel vom heimischen Sofa ans Navigationssystem des Fahrzeugs senden. Das sind Nettigkeiten, die man sonst nur in höheren Fahrzeugklassen findet.

i10 als wichtige Säule des Portfolios

Das Heck des i10 N Line von Hyundai. Foto: Hyundai

Dass Hyundai derart viel Aufmerksamkeit dem i10 zuteil werden lässt, liegt auch daran, dass er zu den fünf wichtigsten Modellen im Portfolio gehört. Im ersten Halbjahr entschieden sich allein 5190 Kunden für einen i10, der damit auf einen Absatzanteil von 14 Prozent ausmacht. Davor rangieren der i20 (18 Prozent), der i30 (20 Prozent), der Tucson (17 Prozent) und der Kona mit 22 Prozent bei 8530 Neuzulassungen nach den ersten sechs Monaten des Jahres, das bekanntlich von den Auswirkungen der Coronakrise geprägt war.

Marketingchefin Christina Herzog geht davon aus, dass die mindestens 18316 Euro teure N-Line-Variante auf einen Anteil von 12 Prozent an den Verkäufen beim i10 kommt. Das Gros der Kunden entscheidet sich übrigens zu 71 Prozent für die mittlere Ausstattungsvariante Trend. Für die neue Generation des i10 hätten sich mittlerweile übrigens bereits 4200 Kunden entschieden, was die Verantwortlichen angesichts des coronabedingten Einbruchs der Verkäufe durch den Lockdown mehr als zufrieden stellt. Mit der nun erhältlichen N Line-Variante erwartet man nun ein weiteren Push der Verkäufe.

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