BMW M440i xDrive: Dem Himmel so nah

BMW M440i xDrive: Dem Himmel so nah
Das BMW 4er Cabrio ist wieder mit Stoffverdeck unterwegs. © BMW

Rechtzeitig zur Saison öffnet das neue BMW 4er Cabrio sein Dach. Dass es endlich wieder aus Stoff ist, haben sich viele erträumt.

Eine Woche vor Frühlingsbeginn stellt BMW sein neues 4er Cabrio in die Schaufenster. Obdachlosigkeit hat bei den Bayern Tradition. Bereits 1936 wurden im 326 die ersten Kunden an die frische Luft gesetzt – seit dieser Zeit liefen mehr als 900.000 offene BMW vom Band.


In München geht man davon aus, dass jeder vierte verkaufte Vierer ein Cabrio sein wird. Und das vor allem jenseits des Atlantiks. Mit einem Anteil von 33 Prozent waren die Amerikaner bislang die treuesten Abnehmer offener BMW, mit 18 Prozent folgen die Deutschen.

Technisch basiert das 4er Cabrio auf der Dreier-Reihe und will laut BMW einen deutlichen Schritt Richtung „Agilität, Sportlichkeit und Performance” gehen. Im Vergleich zum Vorgänger wächst der Neue fast schon in die nächste Klasse hinein. In der Länge legt das Cabrio um 13 Zentimeter auf 4,77 Meter zu, in der Breite um fast drei Zentimeter. Die Maxi-Niere darf dabei als provozierendes Design-Element oder auch schlicht als stilistischer Fehlgriff gewertet werden. So oder so redet man drüber.

40 Prozent leichter als ein Hardtop

Die Falttechnik des BMW 4er ist komplex. Foto: BMW

Nach zwei Generationen mit Hard-Tops wurden die Fans des mehrlagigen Deckengewölbes erhört: Das Stoffverdeck feiert sein Comeback. Wie eine elegante Kuppel legt es sich über den Innenraum. Im Gegensatz zu Verdecken traditioneller Bauart entschied sich BMW jetzt für sogenannte Flächenspriegel.

Vier, in fester Wabenstruktur gebaute und mit Stoff überspannte Elemente sind nicht nur rund 40 Prozent leichter als das Hardtop, sondern auch deutlich leiser. Am Ende legt sich die Konstruktion auch noch extrem flach hinter den Rücksitzen ab – der Kofferraum wächst so noch einmal um zusätzliche 15 auf beachtliche 385 Liter.

Offen in 18 Sekunden

Das Öffnen dauert kurze 18 Sekunden und lässt sich auch während der Fahrt bis Tempo 50 erledigen. Wo es früher im Gebälk knarzte, herrscht jetzt Stille. BMW sagt, Fahr- und Windgeräusche schlucke das Stoffverdeck sogar besser als das Stahldach des Coupés. Streift der 4er seine Kappe ab, verringert sich die Steifigkeit der Karosserie kaum merklich.

Allenfalls ein minimales Zittern am Vorderwagen verrät, dass jetzt eine stabilisierende Kopfbedeckung fehlt. Bis Tempo 100 zieht es vorne links kaum, selbst bis 150 weht nur ein eher laues Lüftchen. Wen es in der weitgehend sturmfreien Bude dennoch fröstelt, darf den Nackenfön in der Kopfstütze aktivieren oder das optionale Windschott aufstellen.

Top-Modell mit Allradantrieb

Wer will, kann es mit dem offenen 4er natürlich auch richtig fliegen lassen. Vor allem im Topmodell M440i XDrive. Der seidenweich laufende Sechszylinder liefert 374 PS, elf steuert der 48 Volt-Startergenerator bei. Serienmäßig unterstützen eine hellwache Achtgang-Steptronic und der schlaue Allradantrieb xDrive den Fahrspaß.

Technisch basiert das 4er Cabrio von BMW auf der Dreier-Reihe. Foto: BMW

Natürlich erreicht das luxuriöse Luftschloss mit 1,9 Tonnen nicht den idealen Body-Mass-Index eines drahtigen Roadsters, doch die mögliche Bandbreite zwischen dynamischem Tanz und gemütlichem Cruisen ist trotzdem beachtlich. Unter der strammen Stoffkappe stecken nicht nur all die cleveren Assistenz-Systeme, leckeren Multimedia-Zutaten und teuren Luxusartikel der Familie, sondern eben auch reichlich BMW-DNA.

Preise beginnen bei 54.800 Euro

Das Angebot umfasst zwei Benziner (420i/184 PS und 430i/258 PS) sowie drei Diesel-Varianten (420d/190 PS, 430d/286 PS, ab November 440 d Xdrive/340 PS). Die Preise beginnen bei 54.800 Euro und enden bei 75.900 Euro noch lange nicht. Die Liste an Sonderausstattungen mit gepfefferten Aufpreisen kommt einem vor wie das 4er Cabrio: nach oben offen. (SP-X)

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