Audi TT 45 TFSI: Nicht nur optisch ein Genuss

Audi TT 45 TFSI: Nicht nur optisch ein Genuss
Mit 245 PS ist der Audi TT 45 TFSI ausreichend motorisiert. © Audi

Manchmal fällt die Wahl nicht leicht. Gerade dann, wenn es um eine Stilikone wie den Audi TT geht. Schließlich gibt es ihn nicht nur als Roadster und Coupé, sondern auch mit unterschiedlichen Motorisierungen.

Klar, es gibt immer Kundinnen und Kunden, die nach dem Maximum an Leistung verlangen. Doch muss das wirklich sein? Nein, denn zwischen dem Basis-TT und dem Topmodell TTS gibt es auch noch den Audi TT 45 TFSI quattro. Wir sind ihn als Roadster mit der Ausstattungsvariante S-Line gefahren.


Dass mit der Wahl für den TT 45 TFSI kein Verzicht einher geht, versteht sich fast schon von allein. Schließlich ist der Reihenvierzylinder mit satten 245 PS unterwegs. Damit dürften auch diejenigen ausreichend motorisiert unterwegs sein, die gern auch mal etwas sportlicher unterwegs sein wollen – und das auch optisch zeigen wollen.

Ein Auto für Ästheten

Das S-Line-Logo ziert auch das Sportlenkrad im Audi TT. Foto: Audi

So fährt unser Roadster beispielsweise mit einem Heckflügel vor. So etwas muss man optisch mögen, nimmt der Heckspoiler doch dem TT etwas von seiner Eleganz. Nach wie vor gehört der von Peter Schreyer – heute bei Kia tätig – gezeichnete TT zu den schönsten Modellen in der Audi-Historie. Kein Wunder, dass der TT längst zu den Stilikonen im Automobildesign gehört.

Doch ob man den Heckspoiler optisch mag oder nicht. Verzichtbar ist er bei einem derart leistungsstarken Modell wie dem TT 45 TFSI nicht. Seine Aufgabe liegt schließlich darin, für ausreichend Fahrstabilität und den nötigen Anpressdruck am Heck gerade bei flotten Kurvenfahrten zu sorgen. Schließlich will dieses Auto sportlich bewegt werden. Und das kann man auch. 245 PS sind halt ebenso eine Ansage wie ein maximales Drehmoment von 370 Newtonmeter. In Kombination mit der hervorragend abgestimmten Siebengang-Gang S-tronic lässt sich dieser Roadster in gerade einmal 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Begleitet wird dies von einem satten Motorsound. Wer mag, der kann in diesem TT bis zu 250 km/h schnell fahren, dann wird elektronisch abgeregelt.

Und der Verbrauch? Er wird mit 7,4 Litern auf 100 Kilometern angegeben. Wir lagen bei unseren Testfahrten laut Bordcomputer am Ende bei 8,7 Litern. Ein für ein Auto mit dieser Leistung durchaus noch akzeptabler Wert.

Spaßbringer auf der Landstraße

Natürlich mit Stoffverdeck: der Audi TT Roadster. Foto: Audi

Doch seien wir ehrlich. Kommt es in einem solchen Auto wirklich auf Topspeed an? Nein, kommt es nicht. So richtig Spaß bringt einem der TT Roadster bei offenem Verdeck auf der Landstraße. Hier sorgt er beim Beschleunigen bei Fahrerin oder Fahrer für ein breites Grinsen, so vehement schiebt er beim Tritt auf die Sportpedalerie nach vorn. Dank seines Allradantriebs liegt der rund 1,6 Tonnen schwere TT satt auf der Straße, sodass man sich schon auf die nächste Kurve freut.

Damit man den TT-Roadster auch möglichst lange offen fahren kann, ist er (natürlich) mit einem Windschott ausgestattet, der die Luftverwirbelungen im Innenraum auf ein Minimum reduziert. Fürs Wohlbefinden des Fahrers sorgt ein in die straffen aber dennoch bequemen Sportsitze integrierter Nackenföhn.

Überschaubarer Kofferraum

Der Heckspoiler am Audi TT erfüllt seine Aufgaben bei flotter Fahrweise. Foto: Mertens

Puristen unter den Cabriofahrern werden das als überflüssig kritisieren, doch nett ist die Warmluftzufuhr im Nacken allemal. Natürlich ist der Audi TT kein Raumwunder. Doch das erwartet man von diesem Auto auch nicht. Dennoch kann man in dem 280 Liter fassendem Kofferraum das Gepäck für zwei Personen für ein einen Kurzurlaub gut unterbringen, wenn man denn intelligent packt. Für den Kurztrip von Berlin nach München an den Starnberger See passt sogar ein Falt-Kanu noch auf die Taschen.

Aber wie gesagt: Beim TT geht es nicht um Praktikabilität. Es geht darum, mit ihm Fahrspaß zu haben und sich an seinem Design zu erfreuen. Dass das alles seinen Preis hat, versteht sich von selbst: 48.200 Euro werden mindestens fällig.

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