Cupra Ateca: Kompakt-SUV mit Rennqualitäten

Cupra Ateca: Kompakt-SUV mit Rennqualitäten
Der Cupra Ateca hat eine Leistung von 300 PS. © Mertens

Kompakte SUVs kommen bei den Kunden an. Vor allem dann, wenn sie derart sportlich unterwegs sind wie der Cupra Ateca.

Der Cupra Ateca ist das Modell, mit dem der spanische Hersteller Seat im Jahr 2018 die Erfolgsgeschichte der neuen Submarke gestartet hat. Mittlerweile gibt es de Cupra Ateca bereits in der zweiten Generation und das sportliche Kompakt-SUV hat entscheidend dazu beigetragen, dass die neue Sportmarke der Spanier einen solchen Lauf hat. Allein in Deutschland machen die Modelle von Cupra schon fast 50 Prozent des Gesamtabsatzes von Seat aus. Tendenz: steigend.


Weshalb Cupra derart gut ankommt, dafür ist der Ateca ein gutes Beispiel. Das gerade einmal 4,38 Meter lange SUV sieht optisch ansprechend aus – ohne dabei seine Sportlichkeit zu sehr vor sich herzutragen.

Modell mit zwei Gesichtern

Blick aufs Cockpit des Cupra Ateca. Foto: Mertens

Der Cupra Ateca fährt trotz seines Doppelauspuff-Endrohrs eher dezent vor – und das macht auch eine seine großen Stärken aus. Dieses Auto will auf den ersten Blick nicht groß auffallen, dafür will es auf den zweiten Blick für Verblüffung sorgen. Dann nämlich, wenn es um seine wahren Stärken geht: seine Leistung und seine Fahrdynamik. Und bei diesen zwei Aspekten braucht sich der Cupra Ateca nicht verstecken.

Der Zweiliter-Benziner unter der Motorhaube stellt eine Leistung von 300 PS zur Verfügung. Das hört sich bereits im Leistungsblatt gut an, fühlte sich auf der Straße aber noch besser an und sorgt bei all denen für strahlenden Augen, die Wert auf ausreichend Leistung setzen.

In 4,9 Sekunden auf Tempo 100

Selbst wer nur verhalten auf die serienmäßige Sportpedalerie tritt, wird überrascht sein, wie kraftvoll der Cupra Ateca nach vorn schiebt. Ein maximales Drehmoment von 400 Nm (liegt zwischen 2000 und 5200 Umdrehungen an) ist halt ein Wort, um ein gerade einmal 1,6 Tonnen schweres SUV auf Touren zu bringen. So vergehen gerade einmal 4,9 Sekunden bis Tempo 100 und die Höchstgeschwindigkeit ist bei 247 km/h erreicht.

Doch das sind die reinen Zahlen: Aber wie fährt sich der Cupra Ateca nun? Gut, wirklich gut. Die Spanier präsentierten mit ihrem sportlichen Kompakt-SUV ein stimmiges Gesamtpaket. Ja, man kann, wenn man will und es braucht, auf der Autobahn mit dem Cupra Ateca für verblüffte Blicke bei dem ein oder anderen Fahrer eines Sportwagens sorgen, wenn es ihm nicht gelingt, einen auf der freien Autobahn abzuschütteln. Seinen wahren Spaß entfaltet der Cupra Ateca aber auf kurvigen Landstraßen wie bei unseren Testfahrten im Weserbergland in der Nähe von Bad Pyrmont. Hier sorgt das Sportfahrwerk in Kombination mit dem Allradantrieb und der elektronischen Differenzialsperre für eine souveräne Fahrdynamik. Der Ateca liegt satt auf der Straße, lässt sich ohne Murren durch die kurvenreichen Strecken der Ottensteiner Hochebene bewegen, so dass es für den Fahrer oder die Fahrerin eine Freude ist.

Straff abgestimmtes Fahrwerk

Das gut abgestimmte Siebengang-DSG sorgt für ein fast gleichmäßige Leistungsentfaltung und die direkt ansprechende Lenkung vermittelt dem Fahrer eine gute Rückmeldung. Und wenn man einmal schnell zum Stillstand kommen muss, dann hinterlassen die Brembo-Bremsen (Aufpreis 2790 Euro) einen guten Eindruck.

Der Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort ist gelungen, auch wenn das nicht darüber hinwegtäuscht, dass das Fahrwerk doch arg straff ausgelegt wird. Das merkt man gerade auf Strecken mit schlechtem Fahrbahnbelag.

Verbrauch über neun Liter

Unterwegs auf der Ottensteiner Hochebene. Foto: Mertens

Doch so etwas nimmt man in Kauf, wenn man sich für ein Sportmodell wie den Ateca entscheidet. Das gleiche trifft auch auf den Verbrauch zu. Dass ein Auto mit 300 PS kein Sparmodell ist, ist klar. Bei unseren Testfahrten genehmigte sich der Ateca im Drittelmix 9,3 Liter auf 100 Kilometer. Man kann, wenn man besonders behutsam unterwegs ist, auch knapp unter acht Litern laden. Doch wer das will, der braucht auch kein Auto mit so viel Leistung.

Natürlich verfügt der Cupra Ateca (ab 46.330 Euro) über eine Vielzahl von modernen Assistenzsystemen. Doch wer beispielsweise Sicherheitsfeatures wie die Automatische Distanzregelung ACC (funktioniert bis 210 km/h), einen Spurhalteassistenten, einen Side-, Travel- oder Emergencyassist mit an Bord haben will, der muss dafür das Fahrassistenz-Paket für 1005 Euro ordern. Wer dann noch einige andere Nettigkeiten wie das empfehlenswerte Glas-Panorama-Dach (1180 Euro) ordert, ist schnell bei einem Preis von über 50.000 Euro angekommen. Für ein sportliches Kompakt-SUV ein selbstbewusster Preis.

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