Citroen C1: Erfolgreicher Vorläufer

Preis für Basisversion gesenkt

Der Citroen C1 wurde optisch und technisch aufgefrischt
Citroen hat den C1 optisch und technisch aufgefrischt © Citroen

Der Citroen C1 hat gemeinsam mit dem Peugeot 107 und dem Toyota Aygo eine Vorreiterrolle bei den modernen Kleinstwagen eingenommen. Nicht nur wegen der gerade erwachsenen Konkurrenz wurde der C1 überarbeitet.

Von Wolfram Nickel

So bunt wie nie präsentiert sich derzeit das Angebot automobiler Spardosen. Vorbei sind die Zeiten, als vor allem Franzosen und Italiener das Feld der schicken Cityflitzer allein unter sich aufteilten. Doch zu den erfolgreichsten Minis zählt seit sieben Jahren der Citroen C1, der in Kooperation mit Peugeot 107 und Toyota Aygo gebaut wird und von einem 50 kW/68 PS leistenden 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner angetrieben wird. Rechtzeitig vor dem Start des neuen Kleinstwagen-Trios aus dem VW-Konzern hat Citroen sein 3,44 Meter kurzes Einstiegsmodell optisch aufgefrischt. Vor allem aber hat Citroen die Preise für die Basisversion des C1 um 640 Euro gesenkt. Der kleinste Citroen kostet jetzt ab 9450 Euro, damit allerdings immer noch über 500 Euro mehr als etwa der neue Seat Mii.

Modische Aktualisierung für den Citroen C1

Optisch kündet vom neuen C1-Jahrgang eine Gesichtspflege mit Make-up für die Stoßfänger, modifizierter Motorhaube sowie vertikalen LED-Tagfahrleuchten. Details, die den C1 nicht unbedingt schöner machen, dafür jedoch optisch an den größeren Bruder C3 annähern. Neue Farben innen und außen sowie neue Stoffe im Interieur komplettieren die modische Aktualisierung, die eigentlich nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.

Denn wirklich alt sah der C1 auch im Umfeld der jüngsten Konkurrenz nicht aus. Buntes Blech statt Kunststoff-Vollverkleidung und billige Ausstellfenster für die Fondpassagiere findet man im Interieur hier wie dort. Wichtiger sind bei den kleinen Sparkönigen ohnehin fröhliche Farben, das stilsicher und übersichtlich gestaltete Cockpit und eine ordentliche Verarbeitung. Und hier vermag der Citroen noch immer zu überzeugen.

Extrem kleiner Kofferraum des Citroen C1

Der Citroen C1 wurde optisch und technisch aufgefrischt
In den Kofferaum des Citroen C1 passt keine Getränkekiste Citroen

Das gleiche gilt für die Platzverhältnisse, die zumindest vorn auch für Großgewachsene ausreichend sind. Die Rückbank eignet sich dagegen eher für zwei Kindersitze oder als Gepäckablage. Hier bietet die Konkurrenz mehr Beinfreiheit. Damit der Einstieg oder das Beladen nicht unnötig schwer fällt, sollten die hinteren Türen für 440 Euro Aufpreis gleich mitbestellt werden.

Aus dem Zwergenreich könnte der Kofferraum des Citroen stammen - ein konstruktiver Nachteil, der sich durch eine Modellpflege nicht beseitigen lässt. Winzige 139 Liter fasst die Ablage, wenn die hohe Ladekante überwunden ist. Zu wenig für große Getränkekisten. Sogar mit umgelegten Rücksitzlehnen sind es vergleichsweise bescheidene 782 Liter.

Citroen C1 mit niedrigerem Verbrauch

Der Citroen C1 wurde optisch und technisch aufgefrischt
Vorne ist genügend Platz im Citroen C1 Citroen

Dafür bereitet der Einliter-Dreizylinder im französischen Einsteigermodell nach wie vor viel Freude. Drehfreudig und ausreichend munter für den täglichen Sprint von Ampel zu Ampel wie auch bei größeren Touren gibt sich das kleine Kraftwerk nirgendwo eine wirkliche Blöße. Dies gilt auch für die Fahrwerksabstimmung des Citroen, die zwar Rückmeldung über jeden Straßenschaden gibt, aber nicht unkomfortabel ist.

Dazu senkt Feinarbeit durch Leichtlaufreifen und einen länger übersetzten fünften Gang den Verbrauch des Benziners um 0,2 auf 4,3 Liter pro 100 Kilometer, der CO2-Ausstoß reduziert sich entsprechend auf 99 g/km. Sogar mit dem optionalen automatisierten Schaltgetriebe gönnt sich der geizige Knirps aus tschechischer Produktion nur 0,2 Liter mehr und zählt damit zu den größten Knauserern mit Schaltkomfort.

Einparkhilfe für Citroen C1 verfügbar

Der Citroen C1 wurde optisch und technisch aufgefrischt
Auch längere reisen können mit dem Citroen C1 unternommen werden Citroen

Neue Komfortdetails finden sich auch in der Liste der Wunschausstattungen für den C1. Wer trotz der knappen Abmessungen und kleinen Wendekreises nicht auf eine Einparkhilfe verzichten möchte, findet diese jetzt in der Zubehörliste. Das Extra befreit nicht nur Fahranfänger von Ängsten vor engen Parklücken - und ist in der kleinsten Klasse noch nicht selbstverständlich. Standard ist weiterhin eine Sicherheitsausstattung mit Essentialia wie ESP und vier Airbags. Ein Notbremssystem gibt es dagegen nicht. Verjüngt zeigt sich der Citroen dafür durch ein neues optionales Audiosystem mit sogenannter Connecting Box zum Abspielen von MP3-Dateien und Bluetooth-Schnittstelle.

Ob das dezente Make-up genügt, um neue Emotionen für den Citroen C1 zu wecken, werden die nächsten Monate zeigen. Stilvoll und vor allem preiswert zum Shopping flitzen kann der Citymini jedenfalls noch besser als mancher jüngere.