EuroNCAP: Mercedes mit bestem Autobahnpiloten

Der Mercedes GLE 350 de ist ein Trumm von Auto. © Daimler

EuroNCAP hat die Zuverlässigkeit von Fahrassistenzsystemen geprüft. Über das Ergebnis können sich insbesondere die deutschen Premiummarken freuen.

Denn sie bieten die besten Autobahnpiloten Die entsprechenden Fahrer-Assistenzsysteme im Mercedes GLE, im BMW 3er und im Audi Q8 erreichten bei einem Test der Sicherheitsorganisation Euro-NCAP die Höchstbewertung „sehr gut“. Am besten schnitt dabei der der Mercedes ab.


Diese Autobahnassistenten zeichnen sich durch das Zusammenspiel von Abstandsregeltempomat (ACC – Adaptive Cruise Control) und Spurhalteassistent (LC – Lane Centering) aus. Sie helfen dem Fahrer mit konstanter Geschwindigkeit zu fahren, einen sicheren Abstand zu halten und in der Fahrspur zu bleiben.
Die Experten attestierten dem Trio ein stimmiges Verhältnis zwischen den automatisierten Fahrfähigkeiten der Systeme und der Einbindung des Fahrers. Dazu kommt ein leistungsfähiges Notfallprogramm, etwa bei einem Systemausfall oder einer drohenden Kollision.

Zehn Modelle wurden getestet

Insgesamt hat Euro-NCAP in der aktuellen Runde zehn Pkw-Modelle getestet. Mit der Note „gut“ schnitt der Ford Kuga ab, bei Nissan Juke, Tesla Model 3, Volvo V60 und VW Passat reichte es lediglich für eine „mäßige“ Note.

Tesla erhält zwar Bestnoten für die Fahrerunterstützung und die Notfallassistenz, doch der Autopilot bindet den Fahrer nicht ausreichend ein. Deshalb erreicht das Fahrzeug insgesamt nur die Bewertung „befriedigend“ und landet auf Platz sechs. Peugeot 2008 und Renault Clio zeigten lediglich Ansätze und landeten am Ende des Testfelds. Beide Modelle sind allerdings keine klassischen Autobahn-Autos.

Test im Vorjahr eingeführt

Den Test von Autobahnpiloten hat die Sicherheitsorganisation EuroNCAP im vergangenen Jahr eingeführt. Die Bewertung soll potenziellen Käufern analog zum bekannten Crash-Test einen Einblick in die Sicherheit neuer Fahrzeuge geben. Neben der Leistung im automatisierten Fahrmodus berücksichtigen die Experten auch, wie stark der zur Überwachung verpflichtete Fahrer in diesen Phasen eingebunden ist. Wichtig ist etwa, wie schnell und übergangslos der Mensch im Notfall wieder das Steuer übernimmt. Als dritter Faktor spielen die Notfallfunktionen eine Rolle, beispielsweise was passiert, wenn der Fahrer zu lange inaktiv ist.

In das Endergebnis wurden auch die Leistungen der Notfallassistenz einbezogen. Dabei wurde unter anderem getestet, ob das System verlässlich eine Notbremsung ein leitet und die Technik auch dann reagiert, wenn eine Systemstörung vorliegt oder der Fahrer ausfällt. (AG/SP-X)

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