Keine Einigung in EU zu CO2-Grenzwerten

Vertagt auf 14. Oktober

Je nach Verbrennungsmotor wird mehr oder weniger Feinstaub ausgestoßen © dpa

Der Streit um CO2-Grenzwerte geht weiter. Der Ausschuss der Botschafter der 28 EU-Länder hat das Thema auf den 14. Oktober vertagt. Deutschland lehnt den Grenzwert von 95 g/km ab.

Die EU bleibt bei CO2-Grenzwerten für Autos zerstritten: Der Ausschuss der Botschafter der 28 EU-Länder beschloss am Freitag in Brüssel, das Thema zu vertagen. Nun sollen sich die europäischen Umweltminister bei ihrem nächsten Treffen am 14. Oktober in Luxemburg damit befassen. Das teilte die litauische EU-Ratspräsidentschaft mit, die die Treffen organisiert. Das Vorhaben trifft insbesondere in Deutschland auf Widerstand. Die Bundesregierung fürchtet zu harte Auflagen für die Autobranche.

Intervention von Deutschland

Zwar hatten sich die Staaten bereits im Juni mit dem Europaparlament auf einen CO2-Grenzwert von im Schnitt 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) je Kilometer bis zum Jahr 2020 geeinigt. Deutschland drängte jedoch im Nachhinein auf eine Verschiebung weiterer Verhandlungen. Vor einer Woche legte Deutschland einen neuen Vorschlag auf den Tisch, demzufolge die Hersteller den Zielwert erst 2024 für ihre gesamte Flotte erreichen müssten.

Bei den weniger umkämpften Grenzwerten für Kleinlaster bestätigten die Botschafter einen Kompromiss aus dem Sommer. Er sieht für Transporter bis 3,5 Tonnen Gewicht bis zum Jahr 2020 im Durchschnitt einen Grenzwert von 147 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Kilometer vor. (dpa)