Wenn das Auto die Emotionen des Fahrers erkennt

US-Start-Up Affectiva testet System

Sensoren und Kameras überwachen den Fahrer. © Volvo

Fahrassistenzsysteme überwachen zunehmend den Fahrer. Nun sollen Sensoren und Kameras in Zukunft sogar starke Emotionen erkennen – und so Fahrfehlern vorbeugen.

Das US-Start-up Affectiva testet aktuell ein System, das mit Hilfe von Kameras und anderen Sensoren unter anderem Mimik, Gestik und Stimmlage des Menschen hinter dem Steuer registriert. Künstliche Intelligenz soll diese Emotionen des Fahrers dann interpretieren.


Besonderen Wert legt die Technik der us-amerikanischen Entwickler auf negative Emotionen, die die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit der Fahrerinnen und Fahrer beeinträchtigen können. Werden etwa Zorn oder Wut registriert, sollen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

EU macht Fahrerüberwachung zur Pflicht

Wie diese aussehen könnten, verrät das Unternehmen nicht. Denkbar wäre etwa die Aufforderung zu einer Pause oder das Abspielen beruhigender Musik. Systeme zur Überwachung des Fahrers werden in der EU spätestens 2024 in Neuwagen Standard.
Ab dann nämlich ist ein Müdigkeitswarner vorgeschrieben. Aktuelle Systeme arbeiten mit relativ simplen Methoden und erkennen etwa fahrige Lenkbewegungen oder zu späte Bremsmanöver.

Einzelne Hersteller arbeiten jedoch auch an fortschrittlicheren Systemen, die nicht das Handeln, sondern den Menschen direkt in den Blick nehmen. Volvo etwa hat kürzlich angekündigt, die Fahrer per Kamera zu beobachten und vor dem Motorstart Alkoholkontrollen durchzuführen. Der klassische Müdigkeitswarner ist mittlerweile in vielen Autos Standard oder kann optional bestellt werden. (SP-X)

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