Elektroautos verbessern CO2-Bilanz nicht

Greenpeace

Elektroautos haben keine positiven Einflüsse auf die CO2-Bilanz. Selbst dann nicht, wenn davon eine Million Fahrzeuge unterwegs wäre, sagt Greenpeace.

Elektroautomobile werden die CO2-Bilanz nicht verbessern. Dies sei selbst dann nicht der Fall, wenn 2020 eine Million E-Mobile unterwegs seien, erklärte der Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck in einem Interview mit dem Automobilwoche-Sonderheft "Das neue Automobil". Durch E-Autos würde nicht mehr CO2 gespart als mit einem Tempolimit.

Mehrbelastung durch E-Autos

Derzeit belaste jedes Elektroauto durch den notwenigen Strom aus der Steckdose das Klima mit anderthalb bis doppelt so viel CO2 wie ein herkömmliches Fahrzeug. Demnach dürften die Stromkonzerne gar nicht damit werben, dass sie Elektroautos mit "sauberem" Strom versorgen. Der Fahrstrom werde dem Stromkontingent aus erneuerbaren Energien nur an anderer Stelle entzogen. "Das wird sich in den nächsten zehn bis 15 Jahren auch nicht ändern", unterstrich Lohbeck.

Weit mehr Potenzial zur Verbesserung des Klimaschutzes als ein E-Auto bietet seiner Meinung nach der Verbrennungsmotor. Der Durchschnittsverbrauch von heutigen Pkw könne sich von etwa 7,5 Liter je nach Modell auf bis zu 2,5 Liter drücken lassen - eine Effizienzsteigerung, die viele Elektrofahrzeuge nicht aufwiegen könnten. (mid)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er in einer Nachrichtenagentur volontiert. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.

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