„Das Herz von VW schlägt elektrisch“

Konzernchef Martin Winterkorn

VW-Chef Martin Winterkorn © Foto: dpa

VW hat die Elektromobilität entdeckt. Bis zum Jahr 2018 wollen die Wolfsburger Weltmarktführer in diesem Bereich werden. In Genf kündigte man eine Produktoffensive an.

Der Volkswagen-Konzern will bis zum Jahr 2018 Marktführer bei der Elektromobilität werden. Das kündigte VW-Chef Martin Winterkorn am Montagabend in Genf am. "Der Anteil von Elektrofahrzeugen soll bis zum Jahr 2018 drei Prozent an unseren Auslieferungen betragen", sagte Winterkorn. "Das Herz der Marke VW schlägt zukünftig zusätzlich elektrisch", fügte der Manager hinzu.

Produktoffensive und Testflotte

Auf dem Weg zum selbstgesteckten Ziel des Marktführers in der Elektromobilität hat Winterkorn eine Produktoffensive im Bereich alternativer Antriebe angekündigt. So kommt in Kürze der Geländewagen VW Touareg mit einem Hybridantrieb auf den Markt und Audi wird den Q5 Ende 2010 spätestens jedoch Anfang 2011 ebenfalls mit einem Hybridantrieb auf den Markt bringen. In 2011 plant wird die Konzerntochter zugleich den Audi e-tron in Kleinserie an den Start schicken. Doch damit lässt es Europas grösster Autobauer nicht bewenden.

So werden die Wolfsburger im kommenden Jahr zugleich eine Testflotte von 500 Elektro-Golfs an den Start schicken, ehe 2012 der Elektro-Kleinwagen E-Up gelauncht wird. Dann wird es auch den Jetta mit Hybridantrieb für den US-Markt geben. Mit den Volumenmodellen Golf und Jetta will VW dann den Markt erobern.

Hybrid-Audi lässt sich Zeit

Die Konzerntochter Audi zeigt in Genf derzeit übrigens sein Flaggschiff A8 mit Hybridantrieb. Die Ingolstädter, die mit dem Slogan „Vorsprung durch Technik“ werben, bieten für den A8 im Gegensatz zur Konkurrenz von Mercedes und BMW derzeit allerdings ihre Oberklasselimousine noch nicht mit dieser Antriebsart an. Zwar kommt der A8 3.0 TDI auf einen exzellenten Verbrauch von sechs Litern, aber seiner Kundschaft kann man für das Flaggschiff noch keine Alternativen Antriebe anbieten. Der S400 BlueHybrid von Mercedes macht bei den Verkäufen bereits einen Anteil von fast 25 Prozent. (AG/FM)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.