E-Scooter: Flexibel und emissionsfrei durch die Stadt

E-Scooter: Flexibel und emissionsfrei durch die Stadt
E-Scooter sorgen für große Diskussionen. © dpa

Die Städte werden immer voller. Entsprechend greifen immer mehr Menschen auf Angebote der Micromobilität zurück. Gerade auch während Corona sind E-Scooter beliebt.

Sie bieten nicht nur eine Alternative zu Bus und U-Bahn, sondern auch zum Auto. Gerade in Zeiten, wo Städte wegen der Luftverschmutzung ältere Dieselfahrzeuge aussperren, werden solche Angebote bei den Nutzerinnen und Nutzern beliebt.


In einigen Städten wie beispielsweise Berlin gibt es bereits Dieselfahrverbote für Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 1 bis 5. Seit November 2019dürfen sie nicht mehr in vielen innerstädtischen Straßen unterwegs sein. Auch Bonn, Essen, Frankfurt, Gelsenkirchen oder Köln ist es erlaubt, ihre Autofahrer künftig mit Verboten zu belegen, wenn die Abgaswerte zu sehr steigen. Grund genug, auf alternative Fortbewegungsmittel umzusteigen und Mobilität vor allem im globalen Raum neu zu denken.

Micromobilität boomt

Urbane Bikes sind gefragter denn je. Sie sehen nicht nur besonders sportlich und schick aus, sondern sind auch äußerst leicht. Seit einigen Jahren gibt es elektrisch angetriebene Fahrräder, mit denen auch weniger sportlich ambitionierte Radler Spaß haben: Morgens im Anzug oder Business-Dress zur Arbeit – dank der elektronischen Unterstützung auf dem Zweirad ist das auch ohne Schweißperlen möglich.

Mittlerweile gibt es die urbanen Fahrräder in verschiedenen Preisklassen, sodass auch Highend-Liebhaber auf ihre Kosten kommen. Vor allem Bosch ist als Trendsetter in puncto alternative elektrischer Antrieb bei Fahrrädern federführend. In der eigens kreierten E-Bike-Sparte sorgt etwa der Urban Sports Cruiser für ordentlich Aufsehen, denn so könnte bald die Zukunft der E-Bikes für den gehobeneren Geldbeutel aussehen.

E-Scooter als Alternative zu E-Bikes

Urbane E-Bikes sehen zwar schick aus, haben aber einen entscheidenden Nachteil: Sie sind häufig sehr schwer. Mal eben das E-Bike im Büro mehrere Stockwerke hoch- oder hinunterzutragen, ist da kaum möglich. Um trotzdem in der Stadt schnell und wendig unterwegs sein zu können, gibt es smarte Alternativen: Seit Kurzem erobern E-Scooter den Markt. Sie sehen gut aus, sind handlich und noch dazu richtig schnell. Micro Electro Scooter bietet günstige Einstiegsmodelle sogar bereits unter 1000 Euro.

Seit Juni 2019 sind die E-Scooter auch in Deutschland offiziell erlaubt. Und nicht nur Touristen nutzen sie, um rascher zu den einzelnen Attraktionen zu kommen. Sie erfreuen sich auch großer Beliebtheit bei Geschäftsleuten. Durch ihre einfache Handhabung, die schnellen Geschwindigkeiten und das Leichtgewicht sind sie ein treuer Begleiter im urbanen Stadtverkehr.

Abhängig vom Modell haben E-Scooter eine Tragkraft von ca. 50 bis 100 Kilogramm. Besonders handlich sind die klappbaren Modelle, denn sie lassen sich in Bus und Bahn praktischerweise mitnehmen: An der nächsten Haltestelle aussteigen und den restlichen Weg bis zum Büro mit dem E-Scooter in Windeseile zurücklegen!
Der frische Fahrtwind sorgt dafür, dass Schweißperlen keine Chance haben. Stattdessen kommen die Scooter-Fahrer erholt an. Außerdem gibt es kein Warten im Stau, keine lästige Parkplatzsuche und schon gar keine zusätzlichen Kosten für den Parkschein oder das Knöllchen.

Scooter als echte Leichtgewichte

Der E-Scooter kommt auf durchschnittlich drei bis elf Kilogramm. Die Modelle für Kinder sind im Vergleich zu den Modellen für die Erwachsenen deutlich leichter. Ein E-Bike wiegt durchschnittlich hingegen 15 Kilogramm. Wer ein Elektro-Fahrrad mit speziellem Einsatzzweck (beispielsweise Mountainbike oder eCargobike) nutzen möchte, hat sogar ein Gewicht von bis zu 40 Kilogramm.

Beim Fortbewegungsmittel von E-Scooter-Fahrern handelt es sich hingegen um ein Leichtgewicht. Wer sich für die klappbare Variante entscheidet, kann den Scooter sogar nahezu in Handtaschengröße überallhin mitnehmen. Mal eben in der Mittagspause zum Italiener zwei Ecken weiter zu fahren, ist damit gar kein Problem: Entweder vor dem Restaurant abstellen oder einfach zusammenklappen und unter dem Arm ganz smart mit an dem Platz nehmen!

Das gibt’s zu beachten

Wer den neuen Mobilitätstrend nicht verpassen möchte, kann aus einem der unzähligen Scooter-Modelle verschiedener Hersteller auswählen. Unterschiede gibt es vor allem bei: Akkuladung, Eigengewicht, Tragkraft, Reichweite und der Leistung des Motors
Insbesondere die Tragkraft ist bei der Auswahl entscheidend, denn es gibt verschiedene Modelle für Erwachsene und Kinder.

Anmietung eines E-Scooters per App. Foto: Lime

Wird das zulässige Gesamtgewicht auf dem Scooter überschritten, kann dies zu der Beeinträchtigung der Fahreigenschaften oder sogar zur Materialermüdung führen. Neben der Tragkraft ist die Motorleistung besonders interessant. Wer gemütlich fahren möchte, entscheidet sich beispielsweise für ein (häufig preisgünstigeres) Modell bis 250 Watt. Für höhere Geschwindigkeiten braucht es mehr Motorleistung, bestenfalls mit 500 Watt.

Der Akku macht den Unterschied

Die E-Scooter haben nicht nur variable Akkuladezeiten, sondern unterscheiden sich auch in der Reichweite. Es gibt Modelle, mit denen Scooter-Fans ca. 20 Kilometer fahren können, während andere Modelle eine Reichweite von bis zu 50 Kilometer haben. Der verbaute Akku ist dabei nicht unwichtig, denn Bleiakkus sind zwar auf den ersten Blick günstiger, bieten aber eine geringere Reichweite und haben mehr Gewicht als die Lithium-Ionen-Akkus.
Auf richtige Reifen achten

Auch die richtigen Reifen sind bei einem Elektro-Scooter wichtig. Wer überwiegend auf Pflastersteinen oder unebenem Gelände fährt, sollte einen Scooter mit möglichst großen Rädern wählen. Diese absorbieren nämlich die Stöße und ermöglichen ein ruhigeres Fahrgefühl. Unterschiede gibt es auch beim Reifenmaterial: Vollgummi oder Ballon – das ist hier die Frage. Sollen die Reifen möglichst robust sein, sind Modelle aus Vollgummi empfehlenswert. Ballonreifen sind zwar nicht so robust, bieten aber ein deutlich weicheres Fahrgefühl und optimale Federung auf holprigem Untergrund. Doch vor allem in der Stadt können herumliegende spitze Utensilien wie Glasscherben zu einem Problem für die Ballonreifen werden. Mittlerweile gibt es allerdings eine optimale Lösung aus beiden Reisemöglichkeiten: Luftkammerreifen.

Helm nicht vergessen

Seit der seit 2019 geltenden bundesweiten Verordnung sind Electro Scooter, wie erwähnt, fester Bestandteil im Straßenbild, vor allem in den Großstädten. Bei der Teilnahme im Straßenverkehr bleiben auch Unfälle mit E-Scootern nicht aus. Wer sicher unterwegs sein möchte, muss zwar keinen Helm tragen, allerdings ist es empfehlenswert. Da die Scooter über keine Knautschzone oder Airbags verfügen, kann ein Sturz oder eine Kollision mit anderen Verkehrsteilnehmern nämlich schlimme Folgen haben. Ein Helm minimiert die Folgen eines Unfalls im Kopfbereich deutlich.

Eine Haftpflichtversicherung ist zur Nutzung des E-Scooters Pflicht. Dazu gibt es das Mini-Nummernschild zum Aufkleben. Ähnlich wie bei Mofas ist die Haftpflichtversicherung für einen solchen Scooter gar nicht so teuer, denn günstige Tarife gibt es schon ab ca. 30 Euro.

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