Dieselanteil bei SUVs geht zurück

Trend nach Geländewagen hält an

Der neue VW-T-Roc © Mertens

Der Trend hält an: das Segment der SUVs wächst und wächst. Mittlerweile sind nach einer aktuellen Studie deutschlandweit 101 SUV-Modelle unterwegs. Die Bedeutung des Diesel geht indes zurück.

SUVs und Diesel waren bislang nicht voneinander zu trennen. Doch das ändert sich. Nach einer aktuellen Studie des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen geht der Anteil von Selbstzündern bei den SUVs deutlich zurück. Während der Dieselanteil bei den SUV in Deutschland im Vorjahr noch bei 56,9 Prozent lag, sind es in den ersten neun Monaten dieses Jahres nur noch 46,1 Prozent. „Mit Dieselgate und der Diskussionen um Diesel-Fahrverbote tut sich der Diesel auch beim SUV schwerer“, stellte Ferdinand Dudenhöffer fest, der Leiter des CAR und Autor der Studie.

Wie der Wissenschaftler feststellte, würde der Anteil der alternativen Antriebe beim SUV unterdessen zunehmen. So seien vier Prozent aller neuen SUVs in den ersten neun Monaten des Jahres entweder Hybride, Plug-in-Hybride oder reine E-Autos gewesen. So hat Tesla mit dem Model X als erste Hersteller ein reines E-Modell im Angebot. Es hat sich von Januar bis September in Deutschland 909-mal verkauft. Tesla kommt damit auf einen SUV-Anteil in Deutschland von 34 Prozent. „Also SUV ist gleich Diesel gilt nicht mehr.“

SUVs nach wie vor stark nachgefragt

Bei den Kunden in Deutschland erleben die SUVs nach wie vor einen Boom, wie die fast 641.000 bis September in Deutschland verkauften SUV-Modelle zeigen. Damit entfallen auf SUVs 24,5 Prozent aller Pkw-Neuwagen. Bis zum Jahresende geht Dudenhöffer davon aus, dass sich die Zahl auf mehr als 850.000 Einheiten erhöhen wird. Damit kämen SUVs auf 25 Prozent aller Neuzulassungen. Im dritten Quartal waren bereits 25,7 aller Pkw-Neuwagen SUVs.

Wie die Studie festhält, seien derzeit 101 SUV-Modelle deutschlandweit unterwegs. So seien allein in den vergangenen drei Monaten sieben neue Modelle auf den Markt gekommen, von denen es keine Vorgänger gab. Dabei handelt es sich um den Seat Arona, VW-T-Roc, Hyundai Kona, Citroen C3 Aircross, Kia Stonic, Skoda Karoq und den Land Rover Velar.
Mit den SUVs verdienen die Hersteller mittlerweile viel Geld. „Die Gewinne der deutschen Autobauer sprudeln durch SUV“, stellt der Wissenschaftler mit Verweis auf die Marktanteilszuwächse fest.

Unter den Hersteller setzt Audi bis September die meisten SUVs ab: Mit 61.114 Fahrzeugen lag der Anteil bei der VW-Tochter bei 27,7 Prozent aller Neuwagen. Dahinter rangiert VW mit 58.023 Einheiten (12,1 Prozent) und Mercedes mit 55.939 Einheiten (22,1 Prozent) und BMW mit 49.291 Fahrzeugen (24,9 Prozent). (AG/FM)