Autokäufer können sich über hohe Rabatte freuen

Autokäufer können sich über ein hohes Rabattniveau freuen. © dpa

Wer den Kauf eines Neuwagens plant, der kann sich freuen. Nach einer aktuellen Studie werden die Autobauer eine Vielzahl von Rabatten ausloben.

Nach Einschätzung der Experten der Universität Essen-Duisburg wird der Neuwagenkauf in den kommenden Monaten günstiger werden. Ausgelöst wird diese neue Rabattwelle durch die neuerlichen Preisnachlässe wichtiger Hersteller beim Eintausch älterer Dieselfahrzeuge. Zudem drücken hohe Bestände von Eigenzulassungen auf die Preise.


Insbesondere in den mit Stickoxid besonders hoch belasteten Regionen würden wichtige Modelle faktisch mit Spitzenrabatten bis zur Hälfte des Listenpreises angeboten, berichtete Ferdinand Dudenhöffer in der Untersuchung für den Oktober.

VW Golf Trendline für die Hälfte des Preises

So könnten Besitzer alter Diesel etwa einen VW Golf Trendline für weniger als die Hälfte des Listenpreises erwerben. Ähnlich sehe es beim Passat oder beim Ford C-Max aus. Voraussetzung ist meist die Verschrottung eines alten Diesels mit der Abgasnorm Euro 4 oder älter.

Einige Hersteller nehmen auch Euro-5-Diesel in Zahlung und gewähren dafür Nachlässe bei Neuwagen. Nach Berechnungen der Experten gleichen zumindest die Umtauschprämien von VW und BMW in den Schwerpunktregionen den zusätzlichen Wertverlust bei Dieseln «fair» aus. Dazu wurden Restwert-Vergleiche mit ungefähr genauso starken Benziner-Modellen angestellt.

Eigenzulassungen drücken die Preise

Neben den politisch erwünschten Verschrottungsanreizen drücken größere Bestände aus Eigenzulassungen auf das Preisniveau. Nach Einschätzung Dudenhöffers haben viele Hersteller und Händler noch etliche Wagen auf eigene Rechnung zugelassen, die noch nicht der neuen Zertifizierung für den Abgas-Teststandard WLTP entsprachen.

Diese Fahrzeuge müssen nun ebenfalls mit hohen Preisnachlässen an die Käufer gebracht werden. Besonders hohe Quoten hat das Institut bei den Marken Nissan (64,4 Prozent aller Neuzulassungen), Fiat, Hyundai und Opel (51,4 Prozent) festgestellt. «Die Händlerhöfe müssen im November voll stehen von Tageszulassungen», folgerte Dudenhöffer. (dpa)

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