Dieselgipfel endet ohne konkretes Ergebnis

Fahrzeugen mit Dieselmotor droht ein Fahrverbot. Foto: dpa
Der Dieselmotor kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. © dpa

Der Dieselgipfel im Kanzleramt ist ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Regierung und Autobauer wollen weiter über Nachrüstlösungen für ältere Diesel sprechen.

«Jetzt wird innerhalb der Bundesregierung weiter gesprochen, und die einzelnen Automobilhersteller werden das Gleiche tun», sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, am Sonntagabend nach einem Spitzentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Kanzleramt.


Die Hersteller lehnen bisher Hardware-Nachrüstungen ab. Auch in der Koalition sind Umbauten an Diesel-Motoren umstritten. Zuletzt aber war der Druck unter anderem auf Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die Industrie gewachsen – auch wegen drohender weiterer Fahrverbote in Folge zu hoher Luftverschmutzung.

Hochkarätig besetzte Runde

An dem Treffen im Kanzleramt hatte neben den Chefs deutscher Autobauer wie BMW-Chef Harald Krüger, Daimler-Chef Dieter Zetsche und VW-Chef Herbert Diess und Scheuer auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) teilgenommen. Union und SPD streiten seit Wochen über Maßnahmen gegen schmutzige Luft durch zu hohe Stickoxid-Belastungen in zahlreichen Kommunen sowie den Umgang mit älteren Dieselfahrzeugen, die wegen Manipulationen der Hersteller viel mehr Stickoxid ausstoßen als offiziell angegeben.

Mit den Maßnahmen sollen Fahrverbote wegen des hohen Schadstoffausstoßes von Diesel-Fahrzeugen vermieden werden. Merkel wollte bis Ende September eine gemeinsame Linie der Bundesregierung zu Hardware-Nachrüstungen für Diesel-Fahrzeuge mit hohem Schadstoff-Ausstoß erreichen. (dpa)