Geringe Reichweite dämpft Nachfrage nach Elektroautos

DAT-Report 2019 vorgestellt

Die Real-Reichweite des BMW i3 soll sich auf nun 260 Kilometer belaufen. © BMW

Die geringe Reichweite dämpft aus Kundensicht die Nachfrage nach Elektroautos. Das ist einer der Ergebnisse des aktuellen DAT-Reports.

60 Prozent der Neuwagenkäufer in Deutschland gaben dies in einer Befragung für die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) an. Daneben nannten 52 Prozent der Befragten die hohen Anschaffungskosten als Kaufhemmnis.


Die DAT ist ein Unternehmen der Automobilwirtschaft. Deren Marktbeobachter stellten ihren jährlichen Report über den Gebraucht- und Neuwagenkauf sowie das Werkstattgeschäft am Donnerstag in Berlin vor.

Hybridfahrzeuge bei Befragten beliebt

Auf die Frage, welche Antriebsart sie bevorzugten, wenn es keine reinen Verbrenner mehr gäbe, entschieden sich etwa zwei Drittel der Neu- und Gebrauchtwagenkäufer für Hybridfahrzeuge, das heißt für Autos mit zwei Antriebsarten. Für ein Elektroauto sprach sich ein Drittel aus.

Die Ausgaben der Käufer stiegen 2018 sowohl bei den Neuwagen wie bei den Gebrauchten. Der durchschnittliche Anschaffungspreis für Neuwagen lag laut DAT-Report bei 31.130 Euro, das waren 780 Euro mehr als im Vorjahr. Die tatsächlich gezahlten Preise für Gebrauchtwagen kletterten im Schnitt um 530 Euro auf 11.780 Euro. Im Jahr 2017 waren die Gebrauchtwagenpreise noch um 180 Euro gesunken.

Geringere Preise auf Privatmarkt

Die Ergebnisse des DAT-Reports zeigen deutliche Unterschiede je nach Handelsplatz. Auf dem Privatmarkt wurden durchschnittlich 7730 Euro gezahlt, bei freien Händlern 7890 Euro und bei Markenhändlern 15 610 Euro. Etwa die Hälfte (51 Prozent) der Neuwagenkäufer und ein Viertel (25 Prozent) der Gebrauchtwagenkäufer entschieden sich nach eigenen Angaben wieder für die Marke, die sie bislang gefahren haben.

Für den DAT-Report 2019 befragte das Marktforschungsinstitut GfK 3943 Privatpersonen zum Autokauf und zu ihrer Sicht auf die Werkstätten. (dpa)