Millionenregen für Daimler-Chef Zetsche

Nach Erfolgsjahr 2015

Daimler-Chef Dieter Zetsche
Daimler-Chef Dieter Zetsche © Daimler

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat nach dem Erfolgsjahr 2015 seine Vergütung im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Allerdings kann sich bei der Auszahlung noch etwas ändern.

Daimler-Chef Dieter Zetsche bekommt nach seinem Erfolgsjahr mehr Geld. Nach 8,4 Millionen Euro im Jahr zuvor kassierte der Daimler-Chef 9,7 Millionen Euro für 2015, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht des Dax-Konzerns hervorgeht. Die Vergütung bemisst sich auch am operativen Gewinn des Dax-Konzerns und am Erreichen festgelegter Ziele. Den operativen Gewinn aus dem laufenden Geschäft hatte Daimler 2015 um mehr als ein Drittel auf 13,8 Milliarden Euro gesteigert.

Vergütung wird langfristig ausgezahlt

Das ganze Geld sieht Zetsche allerdings nicht sofort: Denn die Vergütung des Daimler-Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Teilen zusammen. Letztere bestehen auch aus langfristigen Komponenten, deren Wert sich zum Beispiel an der Entwicklung der Konkurrenz bemisst und sich über die Jahre noch verändern kann.

Die anderen Autobauer haben ihre Geschäftsberichte und damit auch ihre Vorstandsvergütung noch nicht veröffentlicht. Bei Daimler profitieren nicht nur Vorstände, sondern auch Aktionäre und Mitarbeiter von dem Erfolg: Zetsche stellte für 2015 eine Dividende von 3,25 Euro in Aussicht nach 2,45 Euro im Vorjahr. Tarif-Beschäftigte in Deutschland erhalten mit 5650 Euro eine so hohe Ergebnisbeteiligung wie nie zuvor.

Und Zetsche kann in den kommenden Jahren auf weitere Geldregen hoffen. Zwar hat das Unternehmen die Prognose für das laufende Jahr vorsichtiger angesetzt, dafür wurde der Vertrag mit dem Chef bis Ende 2019 verlängert. (AG/dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.